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Ausstellerrekord und mehr Besucher auf der 25. Automechanika Frankfurt

Frankfurt, 16.09.2018.
Die Automechanika Frankfurt endete am 15. September nach fünf Messetagen mit einer Rekordbeteiligung bei den Ausstellern, mehr Besuchern als 2016 und einem neuen Flächenrekord. Insgesamt kamen die rund 136.000 Fachbesucher aus 181 Ländern. Davon rund 10.000 zum ersten Mal. 82 Prozent aller Aussteller gaben an, ihre Messebeteiligungsziele erreicht zu haben (2016: 78). Mega-Trends der Veranstaltung waren Digitalisierung, saubere Fahrzeuge und Classic Cars.

„Die 25. Ausgabe der Automechanika Frankfurt war die größte und internationalste in ihrer Geschichte“, sagt Detlef Braun, Geschäftsführer der Messe Frankfurt. Mehr als 5.000 Unternehmen (2016: 4.843) zeigten vom 11. bis 15. September 2018 auf einer Gesamtfläche von rund 315.000 m⊃2; ihre neuen Produkte und Lösungen. Braun weiter: „Das Feedback, das wir von unseren Kunden bekommen haben, lautet: Noch nie war eine Automechanika Frankfurt in ihrem Angebot so zukunftsorientiert. Der Aftermarket, egal ob Industrie, Handel oder Werkstatt, reagiert auf die Megatrends wie Connected Cars, Vernetzte Werkstatt und Saubere Fahrzeuge und hat in diesen Tagen dem internationalen Fachpublikum eine überwältigende Vielfalt an Innovationen vorgestellt. In den 23 Hallenebenen und auf dem Freigelände hat es gebrummt.“

Insgesamt gab es auf der Automechanika in diesem Jahr 120 Einreichungen für die weltweit renommierten Automechanika Innovation Awards. U.a. wurden neue LED-Nachrüstlösungen ausgezeichnet. Louise Eriksson, Global Head of Sales Marketing AM bei OSRAM: „Als internationale Leitmesse im Aftermarket ist die Automechanika für uns die ideale Plattform, unsere Produkthighlights und Neuheiten einem breiten Publikum zu präsentieren. Besonders stolz sind wir auf den Automechanika Innovation Award.“

Am Osram Messestand konnte man die verschiedenen Kfz-Beleuchtungstechniken mit Hilfe eines Flatscreen-Displays gegenüberstellen und sich so ein Bild von der Leuchtweite der neuen OSRAM Leuchtsystemen machen.


Doch nicht nur im Teile- und Werkstattbereich standen neueste Technologien im Vordergrund. Auch Lackhersteller wie Sherwin-Williams aus den USA, die sich erstmals auf einer Automechanika-Messe weltweit präsentierten, zeigten mit Hilfe von Virtual Reality neue Produkte und eine neue Trainings-App.

Ein Highlight am Messestand von Schaeffler war der Blick durch die Mixed-Reality-Brille: Die technischen Experten zeigten live vor Ort, wie der Tausch eines Zweimassenschwungrads (ZMS) und einer Steuerkette mit interaktiver Unterstützung in Echtzeit gelingen kann. So verschmelzen Werkstattalltag und virtueller Wissenstransfer. Mit der Mixed-Reality-Brille könnte man künftig komplexe Reparaturen einfacher durchführen.

Der Schaeffler Wankstabilisator, der z.B. im neuen Audi Q7, Q8 und 7er BMW verbaut wird, wirkt der Wankneigung von Fahrzeugen in Kurven entgegen. Jeder Reisemobilist, würde sich eine solche Technologie für sein Reisewohnmobil wünschen, es wäre schön, wenn Schaeffler unsere Anregung aufgreifen würde und beim Caravan-Salon 2019 das erste Reisemobil mit dieser Wankstabilisierungs- technik vorstellen würde. Auch mithilfe von Tablets wurd Technik am Messestand leicht verständlich dargestellt. Hielten die Besucher ein iPad vor eines der drei Augmented-Reality-Exponate (Antriebsstrang, Motor und Fahrwerk), erschienen auf dem Bildschirm Informationen zu Ersatzteilen, Reparaturverfahren und Spezialwerkzeugen von Schaeffler. Mithilfe von Animationen und interaktiven Elementen wird zudem die Handhabung der Spezialwerkzeuge erklärt. Solche Lösungen sind auch für den Werkstattalltag denkbar.


Der seit 1937 existierende Batteriehersteller Banner setzt weiter auf nachhaltige Batteriesysteme. Pünktlich zur automechanika präsentiert der Premiumstarterbatteriespezialist sein nochmals deutlich erweitertes Autobatterien-Sortiment sowohl im Bereich der EFB-Technologie (Enhanced Flooded Battery) als auch bei konventionellen Starterbatterien. Die EFB-Technologie basiert auf einer verstärkten Nassbatterie. Diese wird speziell eingesetzt bei micro-hybriden Antrieben, die mittels Bremsenergierückgewinnung und Start-Stopp-Automatik Kraftstoff sparen. Zugeschnitten auf europäische Fahrzeuge gibt es nun drei weitere neue Banner Running Bull EFB-Batterien. Davon sind die beiden „Rennertypen„ Banner Running Bull EFB 565 12 und Banner Running Bull EFB 575 12 vorrangig für Ford Modelle mit Start-Stopp-Funktion (ECOnetic) konzipiert. Maßgeschneidert für zahlreiche weitere Start-Stopp-Modelle verschiedener anderer europäischer Fahrzeugbauer ist die Banner Running Bull EFB 580 11.

Mit den drei neuen Banner Running Bull Asia EFB-Batterien Banner Running Bull EFB 538 15, Banner Running Bull EFB 555 15 und Banner Running Bull EFB 570 15 hat der Pionier für Start-Stopp-Technologien zudem seine Produktreihe eigens für asiatische Fahrzeughersteller ausgebaut. Mit diesen Spezialmanagementsystemen war Banner Batterien 2014 einer der ersten Anbieter auf dem Markt. Sämtliche Banner Blei-Säure-Batterien sind zu 100 Prozent recyclebar - "und das ist nicht zu toppen" sagt Günter Helmchen, Geschäftsführer der Banner Batterien Deutschland GmbH.

Günter Helmchen (Mitte) Geschäftsführer Banner DE, Inhaber Banner Batterien Thomas u. Andreas Bawart


Der Ölhersteller RAVENOL zeigte auf der Automechanika seine Öl-Finder Datenbank, die man über den Link "https://www.ravenol.de/oel-finder.html" aufrufen kann. Vom PKW Motorenöl bis hin zum Servo-Öl für Baumaschinen findet man dort immer die fahrzeugspezifische Ölsorte.

Ultra Strong Viscosity Oil von RAVENOL

Die Besonderheit der neuen USVO®-Technologie von RAVENOL besteht darin, dass durch die spezielle Formulierung unter Verwendung von ausgewählten, hochwertigen Grundölen und Additiven die Öle fast keine Scherverluste im Betrieb aufweisen. Dies wird möglich durch den Einsatz von PAO-Grundölen und, wenn nötig, hochqualitativen, extrem scherstabilen Polymeren. Dieses Öl verfügt über eine größere Stabilität bei hohen Temperaturen und bieten bessere Eigenschaften im Niedrigtemperaturbereich.

Mit USVO® von RAVENOL werden die Nachteile von "VI Verbesserern" vermieden und biten Vorteile, die in den nachfolgenden RAVENOL-Grafiken veranschaulicht sind:


Auch bei dem traditionsprodukt WD-40, das seit 1958 produziert wird, gibt es künftig auch eine Variante mit einem hochwertigen, flexiblen Sprühkopfaufsatz, mit dem man besser in unzugängliche Fahrzeugwinkel gelangen kann "WD-40 Flexible":



LIQUI MOLY
präsentierte an seinem Stand die neue GEAR TRONIC II, die in Kooperation mit MAHLE entstand. Mit steigender Komplexität der Getriebesteuerung durch Erhöhung der Gangstufen auf 5 bis 9 Gänge und der Erweiterung der Fahrstufen auf Komfort, Sport, Winter usw. steigen aber auch die Leistungsanforderungen des Getriebes. Dies macht sich an der enormen thermischen und mechanischen Belastung des Getriebeöls bemerkbar. Die Folge: erhöhter Verschleiß und somit erhöhter Wartungsbedarf. Wird das Getriebeöl nicht rechtzeitig getauscht, können der darin enthaltene Schmutz und Metallabrieb kostspielige mechanische Schäden in der Schaltbox verursachen. Deshalb sprechen deren Hersteller und immer mehr Fahrzeugbauer Empfehlungen für den Getriebeölwechsel aus, abhängig von Fahrleistung und Fahrweise. Dies gilt auch für sogenannte „Lifetime-Befüllungen“. Ein kompletter Tausch des Schmierstoffes war früher jedoch nicht möglich, wodurch beim Wechsel des Getriebeöls eine Verunreinigung des Frischöls mit dem verbliebenen Altöl vorprogrammiert war – ein Problem, dass dank Gear Tronic II der Vergangenheit angehört. Denn das Automatikgetriebeöl- Servicegerät ermöglicht einen nahezu 100-prozentigen Flüssigkeitsaustausch ohne Vermischung von Frisch- und Altöl. Erst so kann das neue Öl seine volle Performance entfalten.

Ein weiterer Vorteil: Gear Tronic II vermeidet durch automatisierte Prozesse kostspielige Fehler sowie etwaige Über- oder Unterbefüllungen. Eine Fahrzeugdatenbank mit entsprechenden Füllmengen- und Ölsortenhinweisen ist über das Display abrufbar. Das Gerät ist somit die perfekte Allroundlösung, mit der Spülung, Getriebeölwechsel und Zugabe von Additiven einfach, schnell und sicher durchgeführt werden können.

Carbon X von der bluechemGroup

Die bluechemGROUP zeigte auf der automechanika das Carbon X Brennraumreinigungssystem für das es im Juni den German Innovation Award 2018 erhielt. Werner Urban, Präsident der bluechemGROUP, hierzu: „Als Technologieführer im Bereich Fahrzeugchemie mit 30 Jahren Erfahrung sehen wir den German Innovation Award als eine Auszeichnung, die unsere großartigen Leistungen sowie unser nachhaltiges Wirken ehrt und für ein breites Publikum sichtbar macht!“

Mithilfe des Reinigungssystems Carbon X lässt sich der gesamte Brennraum eines Motors ohne aufwendige Demontage des Zylinderkopfes gezielt von sämtlichen betriebsbedingten Ablagerungen befreien. Die einzigartige chemische Formulierung ist sowohl für Diesel- als auch Benzinmotoren geeignet und entfernt selbst hartnäckige und schwer erreichbare Ablagerungen tiefenwirksam. Durch das innovative Reinigungssystem Carbon X wird die Laufruhe des Motors spürbar verbessert und die Verbrennung des Kraftstoffes optimiert.



Der Marktführer im Filtrationsbereich MANN+HUMMEL zeigte den Prototyp einer Scheibenbremsanlage mit Bremsstaubfilter. Auf diese Weise bleiben nicht nur die Felgen länger sauber, sondern es wird vor allem der Feinstaubausstoß, der beim Bremsen entsteht aufgefangen. Auch ein Modell für einen mobile Feinstaubpartikelfilter war am Stand zu sehen.

In den letzten Jahren sind hohe Belastungen der Luftqualität in Städten auch in Europa in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Schadstoffe, die zur Luftverschmutzung beitragen, sind Stickstoffdioxid und andere Stickoxide (NOx), Schwefeloxide (SOx), Kohlendioxid (CO2), Kohlenmonoxid (CO), Ammoniak (NH3), flüchtig organische Verbindungen (VOC) und Ozon (O3). Besonders schädlich für die Gesundheit des Menschen ist Feinstaub (PM). Die kleinsten Partikel (PM2.5) können tief in die Lunge eindringen und chronische Lungen- und Herzerkrankungen hervorrufen.

Feinstaub ist eine Mischung aus festen oder flüssigen organischen und anorganischen Stoffen. Natürliche Quellen wie Vulkane, Staubstürme und Waldbrände verursachen 90 Prozent der Feinstaubpartikel in der Luft. Der Mensch ist für die verbleibenden 10 Prozent verantwortlich. Ursachen sind Kraftwerke, Industrie und Haushalte. Im Verkehr entsteht Feinstaub durch die Verbrennung von Kraftstoffen sowie den Verschleiß von Bremsen, Reifen und Straßenoberflächen.

Die Streuung und Konzentration von Feinstaub ist abhängig vom Wetter und der räumlichen Umgebung. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Grenzwerte für Feinstaub festgelegt. Im Jahresdurchschnitt betragen diese 10 Mikrogramm pro Kubikmeter (µg/m⊃3;) für die kleinsten Feinstaubpartikel (PM2,5) und 20 µg/m⊃3; für größere Partikel (PM10). Im Tagesdurchschnitt lauten die Grenzwerte der WHO für PM2,5 25 µg/m⊃3;und für PM10 50 µg/m⊃3;.



Das norwegische Startup-Unternehmen DROPRACKS führte seine innovative Dachgepäckträgerlösung vor, die das beladen des Dachgepäckträgers vereinfacht, da man den gesamten Dachgepäckträger seitlich des Fahrzeuges absenken kann.


Als Gegenbewegung zur digitalen Welt feierte das neue Thema „Classic Cars“ einen beachtlichen Einstand auf der Messe. 75 Prozent der Aussteller in diesem neuen Bereich äußerten sich sehr zufrieden, darunter Teilehersteller, Lackhersteller, Start-Ups und Verbände. „Mit der Integration eines Classic Car Bereichs hat die Messe Frankfurt dem starken Interesse an Old- und Youngtimern Rechnung getragen.

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Die nächste automechanika findet vom 8. bis 12. September 2020 statt.


(TE)


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