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Frankfurter Buchmesse 2018

Buchmesse Frankfurt 2018: 7100 Aussteller aus über 100 Ländern

Frankfurt, 14.10.2018.
Mehr als 7100 Aussteller aus über 100 Ländern zeigten mehr als 400.0000 Buchtitel. 10.000 akkreditierte Journalisten und Blogger, an die 300.000 Gäste - die Frankfurter Buchmesse ist ein kulturelles Großereignis, das die Stadt am Main eine Woche lang prägte. Die 70. Frankfurter Buchmesse hatte viele Highlights, doch eines stach besonders ins Auge: Der „Frankfurt Pavilion“, der das neue Wahrzeichen der Buchmesse Frankfurt werden soll. Das Holz-Gebilde hat Platz für 250 Leute und sieht aus wie ein UFO. Bundespräsident Frank-Walter-Steinmeier (62) eröffnnete das Literatur-UFO am Mittwoch. Gastland war dieses Jahr Georgien, 2019 wird es Norwegen sein.

Die Buchmesse Frankfurt 2018 weckt Hoffnungen der Buch-Branche: In den ersten neun Monaten 2018 verzeichnete die deutsche Branche ein Minus von 1,1 Prozent beim Umsatz. Bereits im vergangenen Jahr waren die Erlöse um 1,6 Prozent auf 9,13 Milliarden Euro zurückgegangen. „Sowohl Buchhandlungen als auch Verlage arbeiteten hart daran, das Buch wieder stärker zu den Menschen zu bringen“, wie der Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, Heinrich Riethmüller, wenige Stunden vor der offiziellen Eröffnung sagte.

Das Thema Self-Publishing war auch dieses Jahr präsent. Was ist Self-Publishing? Self-Publishing bzw. Selfpublishing bedeutet ins Deutsche übersetzt Eigen- oder Selbstverlag. Autoren veröffentlichen ihre Bücher und eBooks im Rahmen des Self-Publishings nicht mit einem klassischen Buchverlag, sondern bringen sie mithilfe von Self-Publishing-Plattformen wie epubli, BoD (Books on Demand GmbH), TWENTYSIX der Self-Publishing Verlag, WirmachenDruck.de oder bookmundo selbst auf den Markt, um nur einige davon zu nennen. Sie erhalten ihre eigene ISBN-Nummer. Der Self-Publisher kann den gesamten Bucherstellungsprozess in eigener Regie steuern und die traditionellen Aufgaben des Verlags übernehmen. Sie sind unter anderem für die komplette Inhaltsbereit- stellung, Covergestaltung und für das eigene Buchmarketing selbst verantwortlich. Die mittlerweile zahlreichen self-publishing Verlage sind in diesem Bereich unterstützend tätig und schaffen alle benötigten Vorausetzungen für Self-Publisher, ihre Bücher und eBooks verlagsunabhängig zu veröffentlichen und weltweit verkaufen zu können – im Buchhandel sowie bei Amazon, Apple, Google & Co.

Und das gehr schon für sagenhaft günstige € 5,99. (https://www.epubli.de/buch/self-publishing). Was Sie aber beim Self-Publishing tun oder unterlassen sollten wird von den Internetportalen Leselupe und der Selfpublisherbibel beschrieben.

Links: https://www.leselupe.de/selfpublishing-todsuenden.php und
http://www.selfpublisherbibel.de/autoren-tipp-die-zehn-haeufigsten-irrtuemer-ueber-das-veroeffentlichen-im-selfpublishing/



Otto Waalkes

Zahlreiche Prominente Autoren und Schauspieler waren zu Gast. Darunter:

Armin Mueller-Stahl (87) auf dem blauen Sofa im Gespräch mit Annette Riedel über sein neues Buch "Der wien Vogel fliegen kann".
Michelle Hunziker (41) auf dem blauen Sofa.
Frank Thelen (42) von „Die Höhle der Löwen“.
Desiree Nick (62) im Frankfurt Pavilion.
Harald Glööckler (53). Samstag.
Eckart von Hirschhausen (51).
Claus Kleber (63).
Blogger Ricardo Simonetti (25).

Otto Waalkes (70) amüsierte die Gäste mit Gitarrensongs, wie "Über den Wolken" von Reinhard May und Kostproben aus seinem Buch "Kleinhirn an alle" Harmony Saal im Congress Center der Messe Frankfurt.

Armin Mueller-Stahl hat sich von der Schauspielerei zurückgezogen und auf die Malerei verlegt. Er verarbeitet die aktuellen Kriege in der Welt und die dadurch ausgelöste Bedrohung in seiner Malerei. „Das ist ein therapeutischer Vorgang“, sagte Mueller-Stahl bei der Eröffnung einer Ausstellung in der Galerie Orangerie Heiligendamm. Er sei tief bewegt von dem Leid und Elend. „Es ist das Widerwärtigste, was Menschen anderen Menschen antun können.“

Mueller-Stahl hat den Zweiten Weltkrieg selbst miterlebt. Er werde diese schlimmen Gefühle beim Malen jedenfalls für Momente los, berichtete er. „Es ist so traurig, dass die Architektur des Friedens nun auf bestialische Weise anfängt, zu bröckeln“, betonte der 87-Jährige. Es sehe es dabei nicht als seine Aufgabe, den Krieg Eins-zu-eins abzubilden – „das macht das Fernsehen“.

Am Malen reize ihn besonders die Freiheit, sagte Mueller-Stahl. „Das ist der einzige Moment, wo ich wirklich fliegen kann.“ Er könne dabei völlig das Zeitgefühl verlieren. „Die Zeit ist aus meinem Körper heraus.“ Er hatte sich von der Schauspielerei zurückgezogen. „Ich mache die Tür nie ganz zu, sie ist immer ein bisschen offen.“ Aber im Moment sei die Malerei sehr dominierend.



(TE)


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