Wirtschaft

Deutscher Journalistenpreis 2018

djp 2018 im Westhafenpier 1


DEUTSCHER JOURNALISTENPREIS Wirtschaft | Börse | Finanzen 2018 (djp) - 200 Gäste feiern djp-Party

Die Zeit, WirtschaftsWoche, Capital, brand eins, SZ Magazin und Frankfurter Neue Presse ausgezeichnet mit dem djp 2018



Frankfurt, 21.09.2018. Bei der Vergabe des Deutschen Journalistenpreises 2018 (djp) in Frankfurt am Main haben Autoren der Wochenzeitung DIE ZEIT zwei der insgesamt sieben Themenpreise erhalten. Weitere Auszeichnungen gingen an die WirtschaftsWoche, die beiden Wirtschaftsmagazine Capital und brand eins, das SZ Magazin der Süddeutschen Zeitung und die Frankfurter Neue Presse. Ein Sonderpreis wurde ans manager magazin vergeben.200 Gäste, die Hälfte davon führende Journalisten aus allen großen Medienstandorten und Redaktionen, feierten anschließend im Westhafen Pier 1 am Main „die journalistenparty“.

Drei Auszeichnungen gab es für finanzwirtschaftliche Themen. Auf dem Gebiet Bank & Versicherung erhielt den Preis ein dreiköpfiges Team der ZEIT: Lisa Nienhaus, Mark Schieritz und Jens Tönnesmann. Unter der Überschrift „Der Blockchain-Code“ erklärt ihr Beitrag, erschienen am 1. März 2018, die neue Datentechnologie, die hinter der Kryptowährung Bitcoin steht und künftig das Bank- und Versicherungswesen sowie viele weitere Wirtschaftsbereiche fundamental verändern kann. Die Jury würdigte die aufwändige Recherche in Berlin, London, Jordanien und der Schweiz: Durch das Vorstellen konkreter Anwendungen der Blockchain-Technologie sei es gelungen, sie sehr anschaulich und verständlich zu erklären.

Im Themenbereich Vermögensverwaltung wurde Panagiotis Koutoumanos für den Artikel „Kassenschlager als Brandbeschleuniger?“ geehrt, erschienen am 7. Oktober 2017 in der Frankfurter Neuen Presse. Darin analysiert und beschreibt er umfassend und ausgewogen den Markt für Exchange Traded Funds (ETF). Den Vorteilen dieser Anlageform für den einzelnen Investor stellt er die Risiken gegenüber, die davon für den Kapitalmarkt insgesamt ausgehen.

Einen Sonderpreis zum Thema „Fintech“ erhielt Mark Böschen für seinen Artikel „Renditemaschinen“ im manager magazin vom März 2018 über lernende Algorithmen in der Vermögensverwaltung.

Mit dem 2018 erstmals ausgeschriebenen djp Weltwirtschaft wurden Georg Fahrion, Claus Hecking und Volker Pabst vom Wirtschaftsmagazin Capital prämiert. Im August-Heft 2017 erschien ihre Reportage „Chinas neuer Plan“ mit der Botschaft: „China gräbt die Welt um. Eine neue Seidenstraße wird gebaut, von Schanghai bis nach Duisburg. Wer das ganze Bild sieht, erkennt: Es geht hier um nichts weniger als die Restauration eines Weltreichs.“ Durch intensive Recherchen vor Ort wird diese These in eindrücklicher Sprache facettenreich belegt.

Im Themenbereich Bildung & Arbeit erhielt Caterina Lobenstein den Preis für ihre Reportage „Warum verdient Frau Noe nicht mehr?“ in der ZEIT vom 7. Dezember 2017. „Der tägliche Wahnsinn in der Altenpflege ist selten so eindringlich beschrieben worden“, urteilte die Jury. Als einen wesentlichen Grund für die oft beklagten Missstände beschreibt die Autorin das Zusammenspiel traditioneller Selbstlosigkeit der Pflegekräfte mit dem Renditestreben privater Investoren. An konkreten Schicksalen zeigt sie die teilweise beklemmenden Auswirkungen auf.

„Seit fünf Jahren frisst sich das Bakterium Xylella durch die süditalienischen Olivenhaine. Die meisten Bauern schauen ihm traurig, aber tatenlos dabei zu. Anders Giovanni Melcarne: Er kämpft gegen das Baumsterben – mit kühlem Kopf und wissenschaftlicher Hilfe.“ So beginnt der mit dem djp Innovation & Nachhaltigkeit ausgezeichnete Text von Barbara Bachmann im Wirtschaftsmagazin brand eins vom Juni 2018 unter der Überschrift „Die Wurzeln einer Region“. In einer klassischen Heldengeschichte zeigt die Autorin sprachlich fesselnd mit lebendig dargestellten Protagonisten, wie Wissenschaft und Lebenswirklichkeit miteinander verknüpft sind.

Den djp Mobilität & Logistik erhielten Henryk Hielscher und Rüdiger Kiani-Kreß für ihre Recherche und Analyse der Gründe, die zur Insolvenz der Fluggesellschaft Air Berlin führten. In der WirtschaftsWoche vom 19. Januar 2018 verweben die Preisträger unter der Überschrift „Ende der Legende“ politische und wirtschaftliche Aspekte zu einem schlüssigen Bild, benennen Verantwortliche und bleiben dabei stets sachlich und distanziert. Dennoch fühlt sich der Leser mitten im Geschehen durch eine spannende Dramaturgie und lebendige Sprache.

Für wegweisende Beiträge über Trends in den übrigen Wirtschaftsbereichen wird der djp Offenes Thema verliehen. Er wurde Till Krause und Lorenz Wagner zuerkannt für ihren Beitrag „Im Einflussgebiet“, erschienen am 27. Oktober 2017 im SZ Magazin der Süddeutschen Zeitung. Kritisch und verbraucherorientiert schauen sie hinter die Kulissen eines neuen Wirtschaftsphänomens: Sie nehmen ihre Leser mit die „wilde, neue Welt“ der Influencer und ihrer Follower und stoßen dabei auf Methoden und Machenschaften voller Lug und Trug.

Auf www.djp.de können alle prämierten Beiträge im pdf-Format heruntergeladen werden. Ab sofort können auf der djp-Webseite Beiträge für den Deutschen Journalistenpreis 2019
eingereicht und von Lesern empfohlen werden. Verliehen wird er am 26. September 2019.


Quelle: Volker Northoff, The Early Editors Club (TEEC), Frankfurt/Main


(TE)


Foto v. l.: Dr. Funke, Alexander Dolokov, Oliver Schwebel, Jakob Schulz   Foto: Die Mitglieder des Jungen Wirtschaftsrates, vorne: die Vorsiitzende Sarah Hagenkötter  

PropTech-Start-ups in Frankfurt integrieren
Sarah Hagenkötter: Kundenfreundlichkeit und Krisensicherheit durch Technologie?! – Dank PropTech möglich!

Frankfurt, 6. Dezember 2017. Der Junge Wirtschaftsrat Hessen positioniert sich pro Digitalisierung der Immobilienwirtschaft. Gleichzeitig appelliert er an die Stadt Frankfurt, Start-ups der Szene besser zu integrieren und durch Förderprogramme und Kommunikation an die Region und die heimische Industrie zu binden.

„PropTech ist für die Branche eine große Chance und bietet ihr viele Möglichkeiten, beispielsweise durch Digitalisierung und Standardisierung Prozesse effizienter zu gestalten und somit auch die Kundenfreundlichkeit zu verbessern. Wenn man all das zusammennimmt, kann man durchaus sagen: PropTech hat das Potenzial, Unternehmen krisensicherer zu machen“, resümierten Sarah Hagenkötter, Landesvorsitzende des Jungen Wirtschaftsrates Hessen, und Jakob Schulz, Senior Program Manager bei der blackprint Booster GmbH. PropTech als solches sei aus der Immobilienwirtschaft nicht mehr wegzudenken, sei für die breite Bevölkerung allerdings immer noch ein Fremdwort. Dabei können die neuen Prozesse der Immobilienwirtschaft auch aktuellen Problemen in Frankfurt entgegenwirken, wie der Not an bezahlbarem Wohnraum. „Durch die Automatisierung und dem vermehrten Modulwohnungsbau, lassen sich die Quadratmeterpreise effizient senken. Eine Digitalisierung der Bestandaufnahme lässt Nachverdichtungspotentiale erkennen. Das ist auch für die Stadtentwicklung von entscheidender Bedeutung“, zog Hagenkötter Bilanz. Insbesondere Start-ups prägen die Prozesse der PropTech-Szene. Der Stadt fehle es aber entsprechend an Mut zur Investition. „Nur durch Bindung und Förderung der Expertise kann Frankfurter Vorreiter der digitalen Immobilienwirtschaft werden. FinTech allein macht diese Stadt nicht groß.“

Unterstützt wird die Positionierung durch Dr. Thomas Funke, Co-Director des TechQuartiers: „Frankfurt beheimatet eine Vielzahl von Universitäten und Studierenden. Das sind die besten Voraussetzungen, um die bestehende Startup-Szene aktiv zu fördern. Leider hat es die Frankfurter Szene bisher aber verpasst, junge Menschen nachhaltig für neue Technologien zu begeistern und so für das Thema Unternehmensgründung zu gewinnen. Hier fehlen definitiv Impulse.“ Frankfurt müsse zudem lernen, die Start-up-Szene besser zu nutzen und zu verknüpfen. „In Frankfurt passiert schon heute sehr viel im Startup-Bereich und die Szene wächst konstant. Es gibt viele Erfolgsbeispiele zu erzählen - aber das passiert bislang nicht oder nur sehr zurückhaltend“, erklärte Dr. Funke. Eine breite und umfassende Kommunikation von Best-Practise-Beispielen, die die Region hervorgebracht und heute schon zu bieten hat, wäre „wünschenswert und förderlich“.

Anlass der Debatte war eine Podiumsdiskussion des Jungen Wirtschaftsrates Hessen im TechQuartier Frankfurt, auf der neben Hagenkötter und Dr. Funke auch Oliver Schwebel, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Frankfurt, Alexander Dolokov, CTO & Gründer der VRnow GmbH, und Jakob Schulz, Senior Program Manager, blackprint Booster GmbH, teilnahmen und diskutierten.

(TE)

Quelle: Pressemeldung Stephanie Wüst, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Wirtschaftsrat der CDU e.V., Landesverband Hessen, Untermainkai 31; 60329 Frankfurt am Main.
Copyright: Wirtschaftsrat der CDU



Nachrichtensender n-tv verlieh Mittelstandspreis "Hidden Champions" 2017 im Gesellschaftshaus des Frankfurter Palmengartens

Frankfurt, 16.11.2017.
Der Nachrichtensender n-tv kürte zum siebten Mal mittelständische Unternehmen. Die "Hidden Champions" sind dieses Jahr das Süßwarenunternehmen Rausch, die Design-Möbel-Firma form.bar, die Brauerei Maisel sowie die Naturkostmarke Byodo und der zum ersten Mal verliehene Sonderpreis geht an Claus Wisser (Gründer der WISAG AG).

In insgesamt vier Kategorien wurden die Sieger gekürt. In der Kategorie "Change" erhielt die Rausch GmbH den Preis, das Unternehmen form.bar by okinlab siegte in der Kategorie "Vision". Preisträger des "Hidden Champion 2017" in der Kategorie "Marke" wurde in diesem Jahr die Brauerei Gebr. Maisel KG und in der Kategorie "Verantwortung" wurde die Byodo Naturkost GmbH ausgezeichnet.

Der Unternehmer und große Wohltäter "Claus Wisser", erhielt den "Sonderpreis des Deutschen Mittelstandes" mit Standing Ovations. 1963 nahm er sein BWL-Studium an der Goethe-Universität in Frankfurt auf. Um dieses finanzieren zu können, griff er zu Eimer und Schrubber. Seine Idee: abends oder früh morgens Büros reinigen, tagsüber studieren. Nach nur einem Jahr hatte er bereits 20 Angestellte, die im ganzen Rhein-Main-Gebiet Kunden betreuten. Als Student des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften begann er mit 50 Mark, einer geschenkten Schreibmaschine für die Rechnungserstellung, einem Fahrrad und einer sehr anstrengenden Nacht mit Putzen; dass er sein Studium nicht beenden konnte, muss er keineswegs bereuen: Heute arbeiten knapp 50.000 Mitarbeiter für sein Unternehmen, das er bereits 1965 gegründet hatte, die WISAG Gebäudereinigung, die heute mit einem Jahresumsatz von mehr als 1,7 Milliarden Euro einer der größten Multidienstleister Deutschlands gemacht. Claus Wisser übertrug eine Idee aus den USA als Visionär nach Deutschland: gebündelte Dienstleistungen rund um das Gebäude aus einer Hand – heute bekannt als Facility Management. Dazu baute er das Portfolio nach und nach aus. Bis heute ist die WISAG ein mittelständisch geprägtes, werteorientiertes Familienunternehmen. Sohn Michael C. Wisser ist seit 2001 im Unternehmen, übernahm 2008 den Vorsitz der Unternehmensgruppe und war bei der Preisverleihung ebenfalls anwesend. Mut, Fleiß und Durchhaltekraft – auch in schwierigen Zeiten – haben aus einer kleinen Putzfirma, eines der größten deutschen Dienstleistungsunternehmen gemacht. Heute vereint die Wisag Gebäudereinigung für Büro-, Gewerbe- und Wohnimmobilien, für Industrie, Catering, Anlagenbau, Produktionslogistik, sowie für Flughäfen und Fluggesellschaften und vieles mehr. Seit jeher engagiert sich der 75-jährige Claus Wisser in Politik, Kultur und für zahlreiche soziale und kulturelle Einrichtungen und Projekte. Für seine Verdienste um das Gemeinwohl wurde er u. a. mit dem Hessischen Verdienstorden und der Ehrenplakette der Stadt Frankfurt ausgezeichnet. Claus Wisser unterstützt seit vielen Jahren u.a. Frankfurter Bildungseinrichtungen, wie z.B. die "Frankfurt School of Finance and Management" und die "Johann Wolfgang von Goethe Universität". Er ist Mitbegründer des Rheingau Musik Festivals und Vorsitzender des Fördervereins. Anlässlich des 50-jährigen Firmenjubiläums der WISAG in diesem Jahr hat er gemeinsam mit seinem Sohn die Stiftung "KiWIS – Kinderhilfe der WISAG" ins Leben gerufen. Trotz der Aufgabe des Studiums ist er der Goethe-Universität bis heute treu geblieben: als Vorstandsmitglied der Vereinigung von Freunden und Förderern der Universität sowie als Mitglied des Stiftungsrates des "Instituts für Sozialforschung" (IfS).

"Wir freuen uns sehr, in diesem Jahr wieder herausragende mittelständische Unternehmen auszuzeichnen", so Hans Demmel, Geschäftsführer n-tv und Mitglied der Jury. "Wir haben erneut sowohl traditionsreiche Familienunternehmen als auch innovative Startups unter den Preisträgern des 'Hidden Champion' und konnten auf diesem Wege auch weniger populäre Unternehmen auszeichnen."

Der Nachrichtensender würdigt mit dem Preis mittelständische Unternehmen, die einer breiten Öffentlichkeit meist wenig bekannt sind, mit ihrer Arbeit aber zum Erfolg der deutschen Wirtschaft in herausragender Weise beigetragen haben.

Bewerben konnten sich in der Kategorie "Marke" Unternehmen, die mit ihrem Markennamen glänzen und sich dadurch in Zeiten der Globalisierung im Wettbewerb leichter behaupten können. Die Kategorie "Verantwortung" richtete sich an Unternehmen, die mit ihrem Einsatz der Gesellschaft einen deutlichen Impuls verliehen haben. In der Kategorie "Change" wurden Mittelständler gesucht, die mit der digitalen Herausforderung der Zukunft erfolgreich umgehen und Pionierarbeit in ihrer Branche leisten. In der Kategorie "Vision" konnten sich junge, innovative Firmen und Startups bewerben, deren Ideen und Geschäftsmodelle besonders überzeugend sind.

Die Auswertung der Bewerbungen und Vorschläge erfolgte durch eine fachkundige Jury sowie ein hochkarätig besetztes Kuratorium. Darüber hinaus wurden alle Einsendungen von der n-tv Wirtschaftsredaktion mit eigenen Recherchen angereichert.

Der "Hidden Champion" wurde in Zusammenarbeit mit der dfv Maleki Group und mit Unterstützung des BVMW vergeben. Die feierliche Preisverleihung fand im Palmengarten in Frankfurt am Main vor rund 200 geladenen Gästen statt. n-tv Moderatorin Corinna Wohlfeil führte durch den Abend.

Die Preisträger im Überblick:

Kategorie "Marke"
1. Brauerei Gebr. Maisel KG
2. Beurer GmbH
3. fit GmbH

Kategorie "Verantwortung"
1. Byodo Naturkost GmbH
2. Fertighaus WEISS GmbH
3. Lindner Group KG

Kategorie "Change"
1. Rausch GmbH
2. viastore SYSTEMS GmbH
3. MBFZ toolcraft GmbH

Kategorie "Vision"
1. form.bar by okinlab
2. YOU MAWO GmbH
3. happybrush GmbH

Kategorie "Sonderpreis des Deutschen Mittelstandes"
Claus Wisser – WISAG Facility Service Holding GmbH
Kategorie "Marke"

1. Brauerei Gebr. Maisel KG

Die traditionsreiche Brauerei Gebrüder Maisel stellt das weltweit bekannte Weißbier Maisels Weisse her. 2001 verkaufte Maisel 35 Prozent der Anteile an Veltins, 2005 erwarb die Brauerei sie jedoch wieder zurück. Seitdem ist die Marke wieder komplett in Familienhand. Die Inhaber haben die Marke kontinuierlich weiter entwickelt, so haben sie unter anderem den Craftbeer-Trend vorangetrieben. Die Brauerei hat sich in der hart umkämpften Branche durchgesetzt und fest etabliert.

2. Beurer GmbH

Das Familienunternehmen Beurer stellt über 500 Produkte aus den Kategorien Medical, Well-Being, Beauty und Babycare her. Es konnte den Umsatz in den letzten zehn Jahren mit Blutdruckmessgeräten, Waagen oder Babyphones deutlich steigern. Beurer führte dabei den Kampf von "David gegen Goliath" erfolgreich und konnte sich in einem Markt mit echten Branchengrößen etablieren. Der hohe Gewinn wäre ohne die Etablierung als echte Marke nicht möglich gewesen.

3. fit GmbH

Die Fit GmbH entwickelt, produziert und vertreibt Wasch-, Putz- und Reinigungsmittel. Zu den in der Drogerie erfolgreich vertriebenen Marken zählen unter anderem Fenjal, Kuschelweich oder Rei. Das Unternehmen aus dem Osten von Deutschland ist der Öffentlichkeit trotzdem wenig bekannt. Nach der Wende hat sich Fit bundesweit als Marke durchgesetzt, den Weg somit erfolgreich gemeistert und ist stark gewachsen.


Kategorie "Verantwortung"

1. Byodo Naturkost GmbH

Byodo hat Pionierarbeit im deutschen Bio-Markt geleistet. Bereits seit den 80ern produziert die Firma Bio-Lebensmittel und hat rund 140 Produkte im Angebot. Zudem ist Byodo in vielen Bereichen sozial engagiert, setzt sich für Flüchtlinge ein, hat eine hohe Übernahmequote und spendet der lokalen Tafel wöchentlich Produkte. Byodo wächst jährlich weiter.

2. Fertighaus WEISS GmbH

Fertighaus Weiss ist ein Familienunternehmen in fünfter Generation, baut pro Jahr circa 240 Häuser und setzt sich zudem vor allem für die Themen Bildung und Soziales ein. Das Unternehmen hat eine Bildungspartnerschaft mit einer Schule, unterstützt jährlich den "Girls Day", zahlreiche Behindertenwerkstätten, Kindergärten und das Bündnis für Familie.

3. Lindner Group KG

Die Lindner Group ist ein europaweit führender Hersteller für Innenausbausysteme für Boden, Decke und Wand sowie im Bereich Trockenbau. Das Unternehmen engagiert sich darüber hinaus zudem in Sachen Bildung und im sozialen Bereich. 1991 wurde die Hans Lindner-Stiftung gegründet. Außerdem unterstützt die Group eine Kinderkrippe, eine Tafel, in Not geratene Menschen und engagiert sich in der Beratung und Betreuung von Existenzgründern in strukturschwachen Regionen


Kategorie "Change"

1. Rausch GmbH


Die Rausch GmbH stellt seit 1918 Schokoladenprodukte aus hochwertigen Zutaten her. Das Familienunternehmen ist heute in der fünften Generation tätig. 2015 erfolgte eine Umorientierung – man stellte das gesamte Businessmodell von Retail- auf Onlinevertrieb um. Qualität und fairer Handel stehen für Rausch dabei klar im Vordergrund, weshalb man sich vom Einzelhandel konsequent zurückgezogen hat.

2. viastore SYSTEMS GmbH

Viastore System bietet international Intralogistik-Systeme an: Technik, die hilft Waren von A nach B auf einem Betriebsgelände zu bringen. Die Firma arbeitet zu Schulungszwecken unter anderem mit Virtual Reality oder einem autonomen Lager- und Kommissionier-Roboter. Die Idee der Industrie 4.0 wird dabei umgesetzt und der digitale Wandel vorangetrieben. Mit Erfolg: Das Unternehmen befindet sich stetig im Wachstum.

3. MBFZ toolcraft GmbH

Das mittelständische Familienunternehmen Toolkraft fertigt hoch spezialisierte Innenbau-Teile für Flugzeuge, Autos und Maschinenbau. Das Unternehmen ist innovativ, setzt auf hochmoderne Technik, nutzt den digitalen Wandel für seine Arbeit und entwickelt deutsche Ingenieurskraft weiter.


Kategorie "Vision"

1. form.bar by okinlab

Das Startup aus Saarbrücken verbindet Digitalisierung und lokales Handwerk. Mit Hilfe eines Online-Tools können Kunden ihre eigenen Möbel auf der Homepage der Firma designen – produziert werden die Einzelstücke dann zu bezahlbaren Preisen von Schreinern in der Nähe. Dadurch werden lange Lieferwege vermieden und traditionelle Handwerksbetriebe unterstützt. Die Möbel besitzen dabei die einzigartige Handschrift von OKINLAB und sind trotzdem individuell an die Bedürfnisse der Kunden angepasst.

2. YOU MAWO GmbH

Die perfekt auf das Gesicht angepasste Brille – das verspricht das junge Unternehmen You Mawo aus Konstanz. Maß genommen wird dafür beim lokalen Optiker – mit Hilfe eines Infrarot-Scanners, der auf ein handelsübliches Tablet montiert werden kann. Die Brille wird dann aus ultraleichtem, stabilen und anti-allergenen Material mit Hilfe eines 3D-Druckers gefertigt. Der Kunde holt seine maßgefertigte Brille dann beim Optiker in seiner Stadt ab. You Mawo stärkt damit den lokalen Einzelhandel und bietet Kunden keine Standardware, sondern individuelle Lösungen.

3. happybrush GmbH

Mit ihren elektrischen Zahnbürsten wagen sich die Gründer von Happybrush auf einen Markt, der von den großen Playern bereits eingenommen scheint. Das Startup erfindet die Welt der Mundpflege nicht neu, aber punktet durch Innovationskraft und Technik. Mit einem Akku, der bis zu drei Wochen durchhält, bezahlbaren Ersatzbürsten und einem ansprechenden Design. In Zukunft soll die Zahnbürste mit dem Smartphone kommunizieren. Kinder und andere Zahnputzmuffel sollen dann per App spielerisch zum Zähneputzen motiviert werden.



(TE/DM) Quelle: n-tv.de


#3 Digitale Disruption 2017 in Frankfurt


#3 Digitale Disruption 2017 - Die digitale Transformation der Wirtschaft

Frankfurt, 09.11.2017.
Am 8. und 9. November fand im Steigenberger Frankfurter Hof die Digitale Disruption Konferenz statt, sie wurde initiert vom Frankfurter Allgemeine Forum. In einem ausgezeichneten Format, wurden digitale und wirtschaftliche Strategien und unternehmerische Weichenstellungen vorgestellt, um in der Phase der digitalen Transformation wettbewerbsfähig zu bleiben und weiter zu wachsen.

Zu den hochkarätigen Sprechern der Konferenz zählten die Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Post DHL Group, GFT Technologies, der ICS Group, Otto, Siemens Digital Factory, der Software AG und Yaskawa Europe. Die beeindruckende Keynote "Digitale Bildung als Schlüssel für mehr Wettbewerbsfähigkeit" hielt der Director of Business Development Google EMEA Jens Redmer. Desweiteren waren vertreten die Chief Digital Officer der Deutschen Bank und von Schaeffler, die General Manager von Airbnb und IBM Watson, sowie viele weitere Digitalexperten aus unterschiedlichen Branchen und Bereichen.

Vor dem Eingang zum Konferenzsaal stand der kleine "Pepper" ein Roboter, der bereits viele Aufgaben als kommunikative Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine übernehmen kann. Pepper ist ein humanoider Roboter, der darauf programmiert ist, Menschen und deren Mimik und Gestik zu analysieren und auf diese Emotionszustände entsprechend zu reagieren. Er wurde gemeinschaftlich von dem französischen Unternehmen Aldebaran Robotics SAS und dem japanischen Telekommunikations- und Medienkonzern SoftBank Mobile Corp. entwickelt und ist als „Roboter-Gefährte“ und „persönlicher Roboter“ konzipiert, der aber vorerst seinen Einsatz in Verkaufsräumen, hinter Empfangstischen und in den Bereichen Erziehung und Gesundheitswesen haben soll. Seine Fähigkeiten begrenzen sich nicht nur auf die einfache Annahme von Kaffebestellungen, denn durch die Integration diverser Apps, kann er viele Funktionen wahrnehmen. Zum Beispiel Gespräche in nahezu alle gängigen Sprachen übersetzen.

Neben Fragen rund um die Schwerpunktthemen künstliche Intelligenz, Robotik, Blockchain, sowie digitale Plattformen und Geschäftsmodelle wurden auch Querschnittsthemen wie IT-Sicherheit, Personalmanagement und Organisationsentwicklung im Kontext der digitalen Transformation diskutiert. Die zahlreichen Teilnehmer erfuhren alles über die neusten Entwicklungen im Internet der Dinge und erhielten einen umfassenden Einblick in die Digitalisierungsstrategien erfolgreicher Unternehmen.


(TE)


djp - Deutscher Journalistenpreis 2017


DEUTSCHER JOURNALISTENPREIS 2017 - 200 Gäste feierten in Frankfurt die Preisträger 2017

SZ Magazin, Die Zeit, WirtschaftsWoche, Capital und Welt am Sonntag ausgezeichnet mit dem Deutschen Journalistenpreis



Frankfurt/Main, 29.09.2017 - Das SZ Magazin der Süddeutschen Zeitung hat beider diesjährigen Vergabe des Deutschen Journalistenpreises (djp) zwei der sechs Themenpreise erhalten. Die weiteren Auszeichnungen gingen an Autoren der WirtschaftsWoche, der ZEIT, der Welt am Sonntag und des Wirtschaftsmagazins Capital.

Im Themenbereich Vermögensverwaltung wurden Daniel Eckert und Holger Zschäpitz für ihren Beitrag „Leider verloren“ in der Welt am Sonntag vom 21. Mai 2017 geehrt. Sie setzen sich darin kritisch mit den oft wenig erfolgreichen Anlageempfehlungen selbst ernannter Börsen-Gurus auseinander. Beim Thema Bank & Versicherung wurde ein achtköpfiges Team ausgezeichnet: Lutz Ackermann, Benedikt Becker, Manuel Daubenberger, Philip Faigle, Karsten Polke-Majewski, Felix Rohrbeck, Christian Salewski und Oliver Schröm. Die Rechercheure und Reporter von der ZEIT und Zeit Online sowie dem ARD-Magazin Panorama haben in dem Beitrag „Der große Steuerraub“, erschienen in der ZEIT vom 8. Juni 2017, detailliert und verständlich erklärt, wie Banken über viele Jahre mit so genannten Cum-Cumund Cum-Ex-Geschäften den Staat um Steuereinnahmen in Milliardenhöhe gebracht haben. Den Sonderpreis zum Thema „Fintech“ erhielt Heinz-Roger Dohms für seinen Artikel „Bastelbank“ im Capital-Heft vom Juni 2017.

Im Themenbereich Bildung & Arbeit erhielten Hannes Grassegger und Till Krause den Preis für ihre investigative Recherche „Im Netz des Bösen“. Am 15. Dezember 2016 berichteten sie im SZ Magazin exklusiv über die Menschen, die im Auftrag von Facebook fragwürdige Inhalte prüfen und darüber entscheiden, ob sie gelöscht werden müssen. Erstmals wurde dadurch öffentlich, welchen psychischen Belastungen die betroffenen Mitarbeiter ausgesetzt sind, die tagtäglich hunderte grausamer Videos und abstoßender Bilder betrachten und bewerten müssen. Die recherchierten Beispiele sind zugleich ein Blick in die Abgründe der menschlichen Seele.

Der djp Mobilität & Logistik ging an Georg Fahrion für die Reportage „Fast and Furious“ im Capital vom Februar 2017. Darin beschreibt er den Kampf zwischen den Fahrdiensten Uber und Didi. In Europa muss sich Uber vor allem mit Taxiverbänden auseinandersetzen. Die wichtigste Schlacht um die Mobilität der Zukunft aber werde in Asien geschlagen: Dort liefert sich Uber mit seinem chinesischen Rivalen Didi einen erbitterten Kampf um die Vorherrschaft.

Auch ein Beitrag über ein ökologisches Thema wurde prämiert. Weil viele landwirtschaftliche Betriebe nicht mehr wissen, was sie mit Millionen Tonnen Gülle machen sollen, hat sich ein regelrechtes Gülle-Business entwickelt. Dies beschreibt und analysiert Fritz Zimmermann im SZ Magazin vom 28. Juli 2016 unter der Überschrift „Elender Haufen“ und erhielt dafür den djp Innovation & Nachhaltigkeit.

Für wegweisende Beiträge über Trends in den übrigen Wirtschaftsbereichen wird als sechster Preis der djp Offenes Thema verliehen. Er wurde Simon Book zuerkannt, der in der Reportage „Der Sklaventreiber“ den Methoden nachging, durch die der nordkoreanische Diktator Kim Jong-un mit einem Heer an Gastarbeitern und zweifelhaften Geschäften in aller Welt Milliarden erwirtschaftet. Erschienen ist der Beitrag in der WirtschaftsWoche vom 23. Juni 2017.

Alle prämierten Beiträge können auf www.djp.de im pdf-Format heruntergeladen werden. Für Glückwünsche und Kommentare ist auf Twitter das Hashtag #2017djp eingerichtet worden.

Hochrangige Jury - und anonymisiertes Auswahlverfahren

Der 58-köpfigen djp-Jury gehören Herausgeber, Chefredakteure und Ressortleiter der führenden Wirtschaftsmedien aus Deutschland, der Schweiz und Österreich an sowie die Leiter
renommierter Journalistenschulen. Seitens der Wirtschaft und Wissenschaft engagieren sich führende Repräsentanten von Verbänden, Unternehmen und Hochschulen in den einzelnen Themen-Jurys. Die Juroren bewerten sämtliche Wettbewerbsbeiträge in anonymisierter Form. Die Sieger wurden am Abend des 28. September in Frankfurt am Main bekannt gegeben und geehrt. Anschließend feierten 200 Gäste die Journalistenparty im Westhafen Pier 1 direkt am Mainufer.

Seit 2007 prämiert der djp jährlich herausragende journalistische Arbeiten aus Deutschland,Österreich und der Schweiz, die sich mit Themen aus der Wirtschaft und dem Finanzwesen befassen. Damit würdigen zur Zeit sechs Unternehmen aus verschiedenen Branchen als djp-Partner die Bedeutung, die ein engagierter und qualifizierter Journalismus für das Verständnis der Strukturen und Entwicklungen in der Wirtschafts- und Finanzwelt hat: Clariant, Daimler, Deutsche Asset Management, Pictet-Gruppe, GLS und Randstad.

Mit ihrer Unterstützung lobt der Veranstalter „The Early Editors Club“ (TEEC), ein Netzwerk zur Förderung des Qualitätsjournalismus, Themenpreise für verschiedene Wirtschaftsgebiete aus. Zusätzlich stiftete die Fidor Bank als djp-Förderer 2017 erstmals den Sonderpreis „Fintech“. Weitere Förderer sind E.ON, news aktuell, Business Wire, Frankfurt Main Finance, rheinmaintv und die K&K Verlagsanstalt. 327 Journalisten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz waren mit 380 Beiträgen aus 77 Medien im Wettbewerb 2017 vertreten. Das ausgelobte Gesamtpreisgeld 2017 betrug 31.000 Euro, für jedes der sechs Themengebiete 5.000 Euro, davon 2.500 Euro für den Preisträger und je 500 Euro für die weiteren Nominierten. Hinzu kamen 1.000 Euro für den Sonderpreis. Ein Fünftel der Preisgelder fließt an gemeinnützige Zwecke: Die Preisträger und Nominierten erhalten neben der persönlichen Prämie das Recht, eine gemeinnützige Organisation zu benennen, die die djp-Partner daraufhin mit einer Spende unterstützen. Seit der ersten djp-Vergabe 2007 summieren sich die Spenden auf 113.900 Euro für mehr als 150 Organisationen.

Quelle: Volker Northoff, The Early Editors Club (TEEC), Frankfurt/Main


(TE)



Wirtschaftstag 2015 der Volksbanken Raiffeisenbanken

Frankfurt, 05.11.2015.
Das größte Unternehmertreffen Deutschlands, fand am Donnerstag in der Jahrhunderthalle Frankfurt statt. 2500 Mittelständler nahmen teil. Jean-Claude Juncker, Präsident der Europäischen Kommission, hielt eine eindrucksvolle und zugleich humorvolle Rede und legte die Leitlinien für Ein Europa im Wandel vor. Er stellte sich in der Flüchtlingsfrage fest an die Seite der Bundeskanzlerin Angela Merkel. "Was in Deutschland geschieht, ist eine ganz grandiose Leistung, Deutschland ist nicht stolz genug auf seine Leistungen zur Bewältigung der Flüchtlingskrise, betonte der EU-Kommissionschef. Gleichzeitig kritisierte er die "Solidaritätsverweigerung" vieler EU-Staaten in der Flüchlingsfrage. Die EU sei kein Geldausgabeautomat, bei dem man nur Geld abholen könne ohne Verpflichtungen einzugehen. Allerdings hätten auch Flüchtlinge Verpflichtungen. Sie müssten dorthin gehen, wo Platz sei. Eine solidarische Lösung dieses Problems ist nach den Worten Junckers eine Existenzfrage für Europas. Juncker plädierte auch für einen digitalen europäischen Binnenmarkt und sprach das Einlagensicherungssystem der Banken an.

Danach warf BASF-Chef Kurt Bock einen Blick auf die wirtschaftlichen Veränderungen und führte Beispiele auf in den denen Chemie die Rolle eines weltweiten Problemlösers aufnehmen kann.

Dr. Joana Breidenbach, Gründerin der gemeinnützigen Aktiengesellschaft "gut.org", die Deutschlands größte Internet Spendenplattform "betterplace" betreibt, sowie Vlat Lata, Chief Technology Office und Co-Gründer des Sensorherstellers KONUX, standen stellvertretend für die neue Generation der Unternehmensgründer. Frau Dr. Breidenbach sieht zukünftige High-Potentials vermehrt digitale Sozialunternehmen gründen. Die digitale Kommunikation bereits entscheidend vorangebracht hat Sascha Lobo. Der Blogger, Autor, Journalist und Strategieberater widmete sich in seinem Vortrag dem Wert der Meinungsfreiheit in einer Welt des Umbruchs. Er berichtete über die Zunahme von "Likes" bei rechten Gruppierungen in sozialen Netzwerken und sprach sich dafür aus, menschenverachtende oder rassistische Äußerungen beim Betreiber des Netzwerks anzuzeigen. Wie viele seiner Vorredner sprach er sich für die Unterstützung von Flüchtlingen aus.

Sahra Wagenknecht, Vorsitzende der Fraktion "Die Linke" diskutierte gemeinsam mit dem Hessischen Finanzminister Thomas Schäfer über die Frage "Wohlstand für alle". "Deutschalnds Zukunft läge nicht im Billiglohnsektor und in Rentenkürzungen, sondern in der Qualität der Innovation. Ein großes Problem - unabhängig von der Flüchtlingsdebatte - sei die Unterfinanzierung der Bildung. Banker sollten Diener der Realwirtschaft und keine Spekulanten sein", betonte Sahra Wagenknecht. Wenn die Digitalisierung zunehmend in den Händen von US-amerikanischen Monopolisten liege, dann sei dies keine gute Perspektive. Notwendig sei hingegen gezielte Innovationsförderung. Dazu gehöre die Unterstützung von Neugründern und Start-Up Unternehmen, so das Statement von Wagenknecht.

Der hessische Finanzminister Thomas Schäfer machte deutlich, dass die meisten Deutschen der Ansicht sind, für mehr Wohlstand sei nicht mehr viel zu tun. Seiner Meinung nach ein Irrweg: Er plädierte für eine "Agenda 2030", um darüber zu diskutieren, wie der Wohlstand gesichert werden könne. Motivation setze zum Beispiel eine gerechte Steuerpolitik voraus - heute würden schon Menschen mit mittleren Einkommen mit dem Spitzensteuersatz belastet. "Wir brauchen ferner eine gesellschaftliche Diskussion darüber, wofür und nicht nur wogegen wir sind", erkärte Thomas Schäfer.

Desweiteren wurde über das Bankensystem der Zukunft, Unternehmensgründungen und die Reform der Erbschaftssteuer diskutiert.

Udo van Kampen und Sandra Maischberger moderierten durch den Tag. Krönender Abschluß bildete das Interview mit Niki Lauda, der dreimalige Formel-1-Weltmeister und Aufsichtsratsvorsitzender des Mercedes AMG Petronas Formula 1 Teams, brachte einen Formel 1 Rennwagen mit und berichtete auf amüsante Art und Weise aus seinem Leben, dass von vielen Schicksalsschlägen geprägt wurde.
Niki Lauda unterstützt unter anderem Hilfsprojekte in Afrika.

Insgesamt 116 Institute und Verbundunternehmen der genossenschaftlichen Finanzgruppe nahmen am Wirtschaftstag teil.


(TE)


Foto: Wirtschaftsdezernent Markus Frank


Masterplan Industrie - Frankfurt fördert innovative Start-Up Unternehmen
Gelungener Start für das Projekt f>>forward („Frankfurt Forward“)

Frankfurt am Main, 09.09.2015.
„Frankfurt Forward“ bringt Frankfurter Industrieunternehmen und innovative Start-ups zusammen. Das Projekt bietet eine gemeinsame Plattform, um individuelle Lösungen für Herausforderungen der Industrieunternehmen zu entwickeln und neue Geschäftsmodelle umzusetzen. „Frankfurt Forward“ ist ein am FIZ Frankfurter Innovationszentrum Biotechnologie („FIZ“) angesiedeltes Projekt und ist aus dem Prozess des "Masterplans Industrie" für die Stadt Frankfurt hervorgegangen.

Wirtschaftsdezernent Markus Frank stellte das Projekt auf der heutigen Pressekonferenz vor: „Frankfurt Forward“ ist ein vielversprechendes Pilotprojekt, das auf komplexe Bedürfnisse der Frankfurter Industrieunternehmen abzielt und den Start-ups die Möglichkeit bietet, ihre Kompetenzen einzubringen. Es soll eine Art Brücke zwischen bestehenden Industrieunternehmen und jungen, kreativen Start-Up Unternehmen gebaut werden - ein "Dialog, ohne die Existenz von Berührungsängsten". Aus der Kooperation soll eine langfristige Stärkung des Industriestandortes Frankfurt resultieren.

Herr Dr. Christian Garbe, Geschäftsführer des FIZ, ist davon überzeugt, dass die Wertschöpfung durch regionale und globale Netzwerke mit Zulieferern und Kooperationspartnern zu effizienteren Prozessen führt. „Mit unserem Konzept des New. German Engineering. entwickeln wir im FIZ Lösungen zur Weiterentwicklung bewährter Geschäftsmodelle über Branchen hinweg für eine zukunftsfähige Industrie in der Wirtschaftsregion Rhein-Main. Die Verbindung traditioneller und bewährter Erfahrungen mit neuen Konzepten bietet großes Potenzial für erfolgreiche und zukunftsfähige Geschäftsideen. Die Digitalisierung trägt dabei als Triebkraft maßgeblich zur Umsetzung der Industrie 4.0 bei und bietet eine große Chance für die Wirtschaftsregion Rhein-Main.“

Im Rahmen von „Frankfurt Forward“ werden zehn Treffen zwischen jeweils einem Start-up-CEO und einem Industrie-CEO organisiert. Zwischen der Fraport AG und der candylabs GmbH fand bereits im Juli ein erfolgreiches Treffen statt mit dem Ziel, die Orientierung der Passagiere am Frankfurter Flughafen zu vereinfachen. Unternehmen, wie die Continental AG, Infraserv GmbH & Co. Höchst KG und die Mainova AG wollen sich dem Projekt anschließen.
Mit Pilotprojekten wie „Frankfurt Forward“ will Frankfurt seine Position als innovativer Industriestandort weiter ausbauen und eine Vorreiterrolle für die moderne Industrie einnehmen. Auf der Website "http://fforward.org" können sich interessierte Gründer von Start-Up Unternehmen bewerben.


Über den Masterplan Industrie

Der Masterplan soll industriepolitische Ziele sowie Handlungsfelder mit umsetzungsorientierten Maßnahmen aufzeigen. Die Erarbeitung des Masterplans durch die Wirtschaftsförderung Frankfurt GmbH erfolgt in einem strukturierten Prozess und basiert auf mehreren Bausteinen: Im Anschluss an eine grundlegende Bestandsanalyse der Frankfurter Industrie erstellte die Goethe-Universität im Auftrag der Wirtschaftsförderung eine Industriestudie, die mittels einer umfassenden Betriebsbefragung den industriepolitischen Handlungsbedarf aufzeigt. Die Ergebnisse bilden die Grundlage für die Arbeit in mehreren thematischen Arbeitsgruppen sowie das räumlich-funktionale Entwicklungskonzept zur zukünftigen industriellen Flächennutzung. Die Erkenntnisse der einzelnen Bausteine fließen in den Masterplan Industrie ein. Der Masterplan wird durch einen Beirat Industrie aktiv begleitet, der den Prozess regelmäßig erörtert und gegenüber Politik und Öffentlichkeit unterstützt.

Über die Wirtschaftsförderung Frankfurt GmbH

Als 100%ige Tochtergesellschaft der Stadt Frankfurt am Main ist es das Ziel der Wirtschaftsförderung Frankfurt GmbH, Wachstum und Arbeitsplätze in Frankfurt zu schaffen. Die Wirtschaftsförderung bietet aktive Firmenberatung und verfolgt clusterbezogene Ansiedlungsstrategien. Als Beratungs- und Servicestelle für Frankfurter Unternehmen, ausländische Investoren und Existenzgründer unterstützt die Wirtschaftsförderung bei den erforderlichen Schritten bis zur Geschäftseröffnung in Frankfurt. Unabhängig von Unternehmensgröße und Branche bietet die Wirtschaftsförderung schnellen Zugang zu Informationen, Institutionen und Kontakten und unterstützt bei einem reibungslosen Marktzugang.

Über die Frankfurter Innovationszentrum Biotechnologie GmbH (FiZ)

Die FiZ Frankfuter Innovationszentrum Biotechnologie GmbH bietet kleinen und mittelständischen Unternehmen der Life Sciences am Standort Frankfurt Rhein-Main auf rund 23.000 m⊃2; eine maßgeschneiderte Forschungsinfrastruktur und damit optimale Arbeitsbedingungen. 16 Unternehmen mit 700 Arbeitsplätzen haben im FiZ ihren Standort. Darüber hinaus hat sich das FiZ als eine wichtige Adresse für Kooperationen und interdisziplinäre Netzwerke entwickelt. Gesellschafter der 2002 gegründeten Betreibergesellschaft sind das Land Hessen, die Stadt Frankfurt am Main und die Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main.

(TE)


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