Lokales

Stadt bewertet Ergebnis der Verhandlung der DUH-Klage vor dem Verwaltungsgericht Wiesbaden

Frankfurt, 05.09.2018.
Anlässlich des durch das Verwaltungsgericht Wiesbaden im Verfahren der Deutschen Umwelthilfe gegen das Land Hessen am Mittwoch, 5. September, ergangenen Urteils zur Frage der Wirksamkeit des für Frankfurt geltenden Luftreinhalteplans nehmen Umweltdezernentin Rosemarie Heilig und Verkehrsdezernent Klaus Oesterling Stellung.

„Ich bedaure, dass die verstärkten Anstrengungen der Stadt, die Grenzwerte für die Stickoxid-Belastung zeitnah einzuhalten, vom Verwaltungsgericht nicht stärker gewürdigt wurden. Fahrverbote für ältere Diesel-Fahrzeuge stellen einen Einschnitt in das städtische Gesamtverkehrssystem in einem bisher nicht bekannten Ausmaß dar. Sie treffen letztlich die Menschen, die im Vertrauen auf die Aussagen der Hersteller eine vermeintlich umweltfreundliche Wahl getroffen haben. Vom Land Hessen erwartet die Stadt Frankfurt nun auf der Basis der noch ausstehenden schriftlichen Urteilsbegründung die rasche Fortschreibung des Luftreinhalteplans in enger Abstimmung mit der Stadt. Von der Bundesregierung erwarten wir schnelle Entscheidungen zur Hardware-Nachrüstung der Diesel-Fahrzeuge auf Kosten der Autoindustrie“, sagt der Frankfurter Verkehrsdezernent.

Seine Magistratskollegin, Umweltdezernentin Rosemarie Heilig, fordert daher auch eine konsequente Durchsetzung des Rechts auf saubere Luft auf allen politischen Ebenen: „Viel zu lange hat die Bundesregierung verbindliche europäische Richtlinien zum Schutz der Gesundheit regelrecht sabotiert. Dieser Rechtsbruch muss ein Ende haben. Die Bundesregierung hat - anstatt für saubere Luft zu sorgen - der betrügerischen Automobillobby den Steigbügel gehalten. Dies müssen die Städte und Verbraucherinnen und Verbraucher jetzt ausbaden.“

Die Forderung des Gerichts, Fahrverbote als Maßnahme in den Luftreinhalteplan aufzunehmen, ist für Stadtrat Oesterling bitter, aber nachvollziehbar: „Wir bekommen als Kommune trotz all unserer Bemühungen die Quittung für zehn Jahre politischen Stillstand in Berlin, so lange schon weist der Städtetag auf die Stickoxidproblematik hin und fordert eine Blaue Plakette. Von den Mogeldieseln der deutschen Automobilindustrie will ich gar nicht anfangen.“ Der Verkehrsdezernent erwartet nun, dass das Land Hessen in enger Abstimmung mit der Stadt festlegt, wie umfangreich eine Fahrverbotszone sein müsste, um den Maßstäben Wirksamkeit und Verhältnismäßigkeit zu genügen: „Die Menschen müssen so ein Fahrverbot auch im Stadtraum begreifen, und wir müssen es kontrollieren können“, plädiert der Stadtrat.

Auch zu den Ausnahmegenehmigungen sollte das Land klare Festlegungen treffen, idealerweise in Absprache mit anderen Bundesländern (insbesondere Rheinland-Pfalz), um einen Flickenteppich verschiedener Regelungen zu vermeiden, fordert Oesterling. Bei allem Unmut erinnert er aber auch daran, dass die Einführung der Umweltzone 2008 nicht zu dem von manchen erwarteten Kollaps führte: „Auch damals wurde schon die Verödung der Stadt und die Verelendung ganzer Branchenzweige befürchtet, doch das Straßenverkehrsamt hat das gut abgearbeitet und ist bei Ausnahmegenehmigungen wirklich mit Augenmaß vorgegangen.“

„Wir haben dem Gericht im Verkehrsbereich zahlreiche Maßnahmen teilweise neu auf den Tisch gelegt, die durchaus wirksam sein werden, zum Beispiel bei der Umverteilung von Flächen, um Lückenschlüsse für den Radverkehr möglich zu machen. Allein mit Technologieprojekten aus dem Sofortprogramm Saubere Luft des Bundes, der uns ansonsten auch weiterhin allein lässt, werden wir das Problem aber nicht lösen können“, erläutert Oesterling.

Er verweist in diesem Zusammenhang nochmal auf die Bedeutung des Öffentlichen Nahverkehrs für die Luftreinhaltung: „Bereits jetzt werden im Stadtgebiet etwa Dreiviertel der Personenkilometer elektrisch zurückgelegt: mit U-Bahn und Straßenbahn.“ Hinzu komme, dass in Frankfurt bundesweit eine der modernsten und damit saubersten Linienbusflotten unterwegs sei.

Vor dem Hintergrund einer absehbar nur begrenzten Verfügbarkeit von batterie-elektrisch angetriebenen Bussen wird aber auch die Busflotte weiter modernisiert werden. Ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2018 werden die ersten fünf batterie-elektrischen Busse auf der Buslinie 75 eingesetzt, drei Wasserstoffbusse werden folgen. In den folgenden Jahren soll die Elektrobusflotte systematisch ausgebaut werden: Ab Dezember 2019 sollen zusätzlich insgesamt 18 Elektrobusse auf der Buslinie 36 verkehren und ab Dezember 2020 sollen weitere Elektrobusse folgen.

„All diese Maßnahmen waren dem Gericht aber nicht weitgehend genug, um Fahrverbote für Diesel vermeiden zu können. Ich bedaure das außerordentlich, aber wir werden mit dem Land Hessen gemeinsam einen Weg finden müssen, wie wir damit umgehen“, sagt der Frankfurter Verkehrsdezernent.


(TE)


Auch etwas für Cineasten - Neues VHS-Programm bietet rund 2800 Kurse

Frankfurt, 04.07.2018.
Die Frankfurter Volkshochschule (VHS) hat ihr Programm für die Monate September 2018 bis Januar 2019 veröffentlicht. Für den Herbst und Winter stehen rund 2.800 neue Kurse und Veranstaltungen auf dem Programm: Fremdsprachen, EDV, berufliche Weiterbildung, Gesundheitsbildung, Literatur, Musik, Theater, Tanzen, Fotografie, Bildnerisches Gestalten und vieles mehr. Im Angebot finden sich ebenfalls 160 einwöchige Bildungsurlaube zu unterschiedlichen Themen.

Das Programm wird ergänzt durch zielgruppenspezifische Angebote wie „Aktiv im Alter“, dem Hochbegabtenzentrum und der jungen VHS. Die junge VHS bietet für Kinder und Jugendliche halbjährlich rund 60 Kurse an. Kinder können Krimis drehen, Mangas zeichnen oder Taschen und Kissen nähen. Für Alltag und Praxis gibt es PC-Kurse und Kurse zum besseren Umgang mit Geld. Selbstbehauptungskurse stärken das Selbstbewusstsein junger Menschen. Außerdem gibt es Kurse zu Lerntechniken und zum Auffrischen von Schulwissen wie etwa Mathematik, Sprachen, Chemie und Physik. Schulabschluss, und dann? Auch dazu gibt ein Kurs Antworten und Tipps. 30 Kurse finden in den Herbstferien statt, darunter auch ein Kurs zu Archäologie, Besser Lernen mit Zirkus oder ein Kniggekurs. Längst zum Repertoire zählen HipHop- und Breakdance-Kurse.

Das Filmforum Höchst hat neben seinem Erwachsenenprogramm auch eine eigene Kinderfilmreihe im Programm. Jeden Monat werden vier Kinderfilme ausgewählt und an Freitag- und Sonntagnachmittagen gezeigt. Im aktuellen Programmheft liegt der Fokus auf dem zur VHS gehörenden Filmforum Höchst. Als national und international beachtetes Kino zeigt es Arthausproduktionen sowie Autoren- und Dokumentarfilme und richtet Festivals wie Cuba im Film, Africa Alive oder Cinebrasil aus. Zum Thema „Kino und Film in Hessen“ stellen am 17. Oktober Ralph Förg, Geschäftsführer des Filmhaus Frankfurt, und Erwin Heberling, Co-Geschäftsführer des Hessischen Film- und Kinobüros, die Arbeit der beiden filmkulturellen Institutionen vor und diskutieren die Situation sowie Perspektiven der Filmschaffenden und der Kinos in Hessen.

Das Studium Generale der VHS wurde zum kommenden Kurshalbjahr neu strukturiert. An zwei Abenden pro Woche können sich Interessierte mit den großen Epochen der Menschheitsgeschichte befassen. Ab dem 2. Oktober wird mit der Zeit vom Mittelalter bis zur Reformation begonnen. Ergänzt werden die geschichtlichen und kulturellen Aspekte durch Aktuelles aus Gesellschaft (Schwerpunkt Religion) und Wissenschaft (Geologie und Mathematik). Alle Zeitepochen hat man in vier Kurshalbjahren durchlaufen. Buchbar ist das Studium Generale unter der Kurs-Nr. 0010-50.

Knapp 200 neue Angebote sind im Programm besonders gekennzeichnet, beispielsweise ein Kurs zum 2016 verstorbenen Songwriter Leonard Cohen, ein Kurzgeschichten-Schreibtraining, ein Vocal Coaching für Vielsprecher, Survival Tipps für den Büroalltag, ein Rückblick auf das Jahr 1968 oder ein Grundkurs Archäologie. Auch im Bereich Business English wurden neue Kurse aufgesetzt wie beispielsweise ein Kurs für junge Berufsanfänger „21+ Professional English for young professionals B1/B2“. Lieben Sie Blau, sehen Sie Rot? Im Programm der VHS gibt es ebenfalls neue Kurse zu Maltechniken, Farbperspektive und Fotografie. Darunter findet sich beispielsweise eine fotografische Entdeckungsreise in den Frankfurter Nordwesten oder ein Kurs zum experimentellen Zeichnen.

Zum 100-jährigen Jubiläum des Frauenwahlrechts in Deutschland beteiligt sich die VHS mit fünf Beiträgen. Darunter finden sich Diskussionsveranstaltungen mit Impulsvorträgen und Tischgesprächen, ein Stadtspaziergang, bei dem Frankfurterinnen vorgestellt werden, die in ihrer Stadt ganz besonders gewirkt haben, und ein Vortrag zur Feministin Hedwig Dohm. Das Filmforum Höchst zeigt den Film „Suffragette – Taten statt Worte“.

Am Samstag, 22. September, feiert die VHS den Europäischen Tag der Sprachen. Tagsüber werden ausgewählte europäische Sprachen und national-kulturelle Besonderheiten vorgestellt. Es gibt dabei Einführungen in einige Sprachen, Vorstellung von Lernmethoden wie PDL oder einen Spanischkurs für Anfänger, in dem Salsa getanzt wird. Für den Abend ist ein Kulturprogramm mit einer Podiumsdiskussion geplant, bei dem die Kulturhauptstädte 2018, Leeuwarden in den Niederlanden und Valletta auf Malta, vorgestellt werden sollen.

Insgesamt 70 Vortrags- und Informationsabende rund um Alltag, Beruf und Freizeit stehen im neuen Programm. Hier kann man in kompakter Form Wissenswertes zu Trends und Neuerungen im Bereich Computer und Internet erfahren, ganz aktuell beispielsweise zum Datenschutz wie auch zu Learning Apps. Ebenfalls werden gesundheitliche Fragen erörtert, etwa Magen- und Darmprobleme oder das Kiefergelenk aus Sicht der Ostheopatie. Weitere Themen kommen aus dem kulturellen Bereich, der Psychologie und der Geschichte.

Kursbuchungen können ab sofort über die Website der VHS vhs.frankfurt.de, per Telefon unter 069/212-71501 oder per E-Mail an vhs@frankfurt.de getätigt werden.

Das gedruckte und kostenlose Programmheft liegt in den VHS-Häusern aus: VHS-Zentrale, Sonnemannstraße 13, VHS-Zentrum West (BiKuZ), Michael-Stumpf-Straße 2, VHS-Unterrichtszentrum, Leipziger Straße 67, VHS im Mehrgenerationenhaus, Idsteiner Straße 91 sowie im VHS-Zentrum Nord (Nordwestzentrum), Tituscorso 7. Es ist ebenfalls in vielen Buchhandlungen, Stadtteilbüchereien, der Zentralbibliothek, Bürgerämtern und Museen erhältlich.



(TE)


Frankfurts neue Straßenbahn: Alstom Typ "T"


Die Frankfurter Straßenbahn bekommt ein neues Gesicht

Auftrag für 43 neue Straßenbahnen geht an Alstom

Frankfurt, 19.06.2018
. Die Frankfurter Straßenbahn bekommt ein neues Gesicht. Mit der Vergabe der 2017 ausgeschriebenen Straßenbahnwagen vom Typ „T“ an den französischen Hersteller Alstom springt die VGF in eine neue Zeit – zumindest, was die äußere Form der Straßenbahnwagen betrifft. Das äußerliche Erscheinungsbild der in den vergangenen Jahrzehnten beschafften Fahrzeuge war – wie fast überall in Deutschland – hauptsächlich von dem Dreiklang „rechteckig, praktisch, gut“ bestimmt. Mit den nun bestellten Fahrzeugen wechselt die VGF zu einem Design, das die Modernität des Systems Straßenbahn ebenso zum Ausdruck bringt wie die Internationalität der Stadt Frankfurt.

„Ich bin sicher, dass das neue Erscheinungsbild der Frankfurter Straßenbahn zu einem Markenzeichen der Stadt Frankfurt werden und ebenso die Zukunftsfähigkeit des Systems Straßenbahn zum Ausdruck bringen wird. Wir bedanken uns bei Alstom für das gelungene Design“, sagte dazu der Frankfurter Verkehrsdezernent Klaus Oesterling, der auch Aufsichtsratsvorsitzender der VGF ist. Das neue Design wurde von Alstom speziell für Frankfurt entwickelt.



Der von Alstom gewonnene Auftrag stammt aus einer Ausschreibung der VGF für die Beschaffung von 38 Niederflurwagen aus dem Jahr 2017. Sie enthielt außerdem eine Option zur Beschaffung weiterer 15 Fahrzeuge. Aufgrund der gestiegenen Fahrgastzahlen und der ebenfalls weiter steigenden Einwohnerzahlen hat der Aufsichtsrat der VGF beschlossen, schon jetzt fünf weitere Fahrzeuge aus dieser Option zu beschaffen, sodass die Anzahl der heute bestellten Fahrzeuge auf 43 steigt. Diese Zusatzbestellung steht noch unter dem Gremienvorbehalt der Zustimmung der Gesellschafterversammlung der Stadtwerke Holding.

„Mit der nun vorgenommenen Beschaffung und der vereinbarten Option sind wir in der Lage, nicht nur die älteren Wagen vom Typ ‚R‘ aus den neunziger Jahren zu ersetzen, sondern wir werden der aus der steigenden Einwohnerzahl erwachsenden zusätzlichen Nachfrage bis weit ins nächste Jahrzehnt nachkommen können“, so Oesterling. „Bei Bedarf sind wir in der Lage, jederzeit nachzubestellen.“ Der Verkehrsdezernent sagte in diesem Zusammenhang, die VGF bereite derzeit auch die außerplanmäßige Beschaffung zusätzlicher U-Bahn-Wagen vor. Damit – und mit den neuen Straßenbahnen – werde die VGF insgesamt für die Herausforderungen der Zukunft gerüstet sein.

VGF-Geschäftsführer Michael Rüffer sagt zu den neuen Fahrzeugen, die technisch auf vielen Elementen der Alstom-Serie „Citadis X05“ basieren: „Die von uns nun neu bestellten Fahrzeuge erfüllen die neusten Standards und bieten darüber hinaus einige Neuigkeiten“. Während die Vollklimatisierung schon seit Jahren Standard sei, seien die neuen Fahrzeuge im Inneren zu hundert Prozent niederflurig und damit sowohl im Zustieg als auch im Inneren barrierefrei. Große Panoramafenster böten nicht nur den Fahrgästen eine gute Aussicht, sondern sorgten gemeinsam mit einer LED-Beleuchtung im Fahrzeuginnern für angenehme Lichtverhältnisse. Großzügige Mehrzweckflächen böten Rollstuhlfahrern, Kinderwagen und Fahrrädern ausreichend Raum. Eine vierte Tür pro Seite diene dem schnelleren Fahrgastwechsel. Und: „Mit einem für die Straßenbahn neuen Fahrgastinformationssystem, das auf Bildschirm-Displays beruht, und einem Fahrerassistenzsystem, das dem Fahrer hilft, Hindernisse besser zu erkennen, bietet der neue Straßenbahnwagen Innovationen, die sowohl den Fahrgästen, als auch unserem Fahrpersonal dienen“, so Rüffer weiter.

Die Fahrzeuge bieten weiter standardmäßig eine Reihe von Optionen: Sie sind sowohl für die Einrichtung von W-LAN vorbereitet, als auch für batterieelektrischen Betrieb nachrüstbar, sollten beim weiteren Ausbau des Frankfurter Straßenbahnnetzes auch fahrdrahtlose Abschnitte zu befahren sein. Für besonders wichtig hält Rüffer die Möglichkeit, die Fahrzeuge mit einem zusätzlichen Mittelteil nachzurüsten: „Damit schaffen wir eine kostengünstige Möglichkeit, unsere Kapazitäten zu vergrößern. Allerdings müssen bis dahin noch einige Anpassungen im Streckennetz vorgenommen werden.“

Mit der Lieferung der ersten Fahrzeuge ist Ende 2020 zu rechnen. Die ersten neuen Fahrzeuge werden die nicht barrierefreien Fahrzeuge vom Typ „Pt“ ersetzen, die vom Winterfahrplan an wegen der starken Nachfrage übergangsweise reaktiviert werden. Das Gesamtauftragsvolumen für die 43 Fahrzeuge beträgt 113,5 Millionen Euro.

Mit dem nun vergebenen Auftrag schafft die VGF erstmals Fahrzeuge des französischen Herstellers Alstom an. Alstom, in Deutschland vor allem als Produzent des französischen Hochgeschwindigkeitszugs TGV bekannt, ist einer der weltweit größten Schienenfahrzeug-Hersteller. Alstom steht wie kein anderes Unternehmen für die Renaissance der Straßenbahn. Das Unternehmen hat für zahlreiche neue beziehungsweise wiedererstandene Straßenbahnbetriebe die Fahrzeuge geliefert, so zum Beispiel für Paris, Reims, Lyon, Strasbourg, Bordeaux, Barcelona, Rabat, Tunis, Istanbul, Sydney oder Jerusalem. Markenzeichen von Alstom ist das besonders auf die jeweiligen Städte abgestimmte Design.

Alstom zeigte sich hocherfreut über den Auftrag aus Frankfurt. „Wir freuen uns über das Vertrauen der VGF in die Straßenbahnen von Alstom. Die Stadt Frankfurt erlebt derzeit ein rasantes Wachstum. Alstom ist stolz, mit unseren Fahrzeugen einen attraktiven Beitrag zur Mobilität in Frankfurt leisten zu können“, so Dr. Jens Sprotte, Leiter Geschäftsbereich Stadtverkehr & Systeme von Alstom in Deutschland und Österreich. „Wir sind sicher, dass wir auch in Frankfurt mit unseren Produkten zur Zufriedenheit der Fahrgäste überzeugen können.“


(TE)


Quelle: Hauptamt und Stadtmarketing, Römerberg 32, 60311 Frankfurt am Main, Fotos: Copyright VGF


news +++ Luminale
Luminale 2018: OB Peter Feldmann übernimmt Schirmherrschaft

Frankfurt, 05.01. 2018. Die Luminale erhält prominente Unterstützung. Oberbürgermeister Peter Feldmann hat die Schirmherrschaft für die BIENNALE FÜR LICHTKUNST UND STADTGESTALTUNG im März 2018 übernommen. Gleichzeitig engagiert sich die Stadt im Luminale e.V., der sich zum Ziel gesetzt hat, das Festival langfristig zu fördern und zu organisieren.
„Das neue Konzept kommt bei Künstlern aus aller Welt und in der Stadtgesellschaft außerordentlich gut an. Die Öffnung für gesellschaftliche Fragestellungen schärft das Profil unserer Stadt als Vorreiter moderner Stadtentwicklung“, erklärt Feldmann.

Insgesamt stehen in den fünf Festival-Kategorien Art, Solutions, Study, Community und Better City aktuell rund 120 Projekte und Aktionen in den Startlöchern. Besonders die Kategorie Art findet in der internationalen Lichtkunstszene große Beachtung. „Wir haben in diesem Bereich Bewerbungen von höchster künstlerischer Qualität“, erklärt Isa Rekkab, Leiterin des Luminale Projektbüros. Das neue Konzept hat darüber hinaus viele Standorte bewogen, sich zum ersten Mal an der Luminale zu beteiligen. Dazu gehören u.a. das ATELIERFRANKFURT e.V. und die Westend-Synagoge.

Premiere: Alte Oper erscheint in neuem Licht

Auch die Alte Oper in Frankfurts Mitte feiert Luminale-Premiere. Hier lässt das italienische Designstudio Karmachina die Fassade des renommierten Konzerthauses in neuem Licht erstrahlen. Eine zehnminütige Video-Mapping-Show erzählt die Geschichte der Alten Oper in fünf Kapiteln – von der Gründung im 19. Jahrhundert über die Zerstörung im 2. Weltkrieg bis zum Wiederaufbau dank bürgerschaftlichen Engagements. Ein innovatives 3D Sound-System unterstützt das multimediale Erlebnis.
Die Installation an der Alten Oper ist nur eines von mehreren attraktiven Projekten des LIGHT WALKs, dem Herzstück der Luminale. Er verbindet die Spielstätten in der Innenstadt auf einem fußläufigen Weg zu einer großen Galerie der Lichtkunst. Der Parcours erstreckt sich über ca. 3,5 Kilometer im Zentrum der Stadt.
Die Europäische Zentralbank nimmt auch 2018 wieder an der Luminale teil. Die Fassade ihres Hauptgebäudes wird als Projektionsfläche für ein von Streetart und Graffiti inspiriertes Projection Mapping des Bremer Künstlerkollektivs Urbanscreen dienen.

Mit dabei ist auch die Nikolaikirche am Römerberg 11. Hier präsentiert die Trierer Designerin Simone Rduch ihre Installation „Five“. In der Halle 414 (Gwinnerstraße 42) stellt die Frankfurter Fotografin Natalie Färber ihr fotografisches Projekt „in motion“ vor, welches Bewegungsabfolgen eines improvisierenden Jazzmusikers beim Spielen sichtbar macht.

Über die Luminale

Mit rund 200.000 Besuchern zählt die Luminale zu den größten Veranstaltungen in Frankfurt und der Region Rhein-Main. Zeitgleich zur internationalen Fachmesse Light + Building findet das Lichtfestival alle zwei Jahre statt. Begründet wurde die Luminale im Jahr 2002 durch die Messe Frankfurt, die seither das Festival umfangreich fördert und unterstützt. Vom 18. bis 23. März 2018 geht die Luminale mit einem neuen Konzept an den Start. Frankfurt und Offenbach werden nicht nur Bühne für die Lichtkunst, sondern selbst auch Gegenstand des Festivals sein. Die Luminale positioniert sich als BIENNALE FÜR LICHTKUNST UND STADTGESTALTUNG mit dem Ziel, an der Schnittstelle von Kunst, Technologie und Urbanität einen Impuls für die Positionierung der Stadt als attraktiver Zukunftsstandort und „creative hub“ zu geben.



(TE)


Goethe-Plakette für Hüseyin Sitki


Goethe-Plakette für den Leiter des Türkischen Filmfestivals Hüseyin Sitki

Frankfurt, 27.11.2017.
Kunst- und Kulturminister Boris Rhein hat heute dem Leiter des Türkischen Filmfestivals Frankfurt Hüseyin Sitki die Goethe-Plakette des Landes Hessen für seine außerordentlichen Verdienste um die Kunst und Kultur überreicht. Anlass für die Ehrung war die Eröffnung der 17. Ausgabe des Festivals am heutigen Abend.

Kunst- und Kulturminister Boris Rhein: „Mit dem Türkischen Filmfestival Frankfurt ist Hüseyin Sitki und seinem Verein ,Transfer zwischen den Kulturen‘ Großartiges gelungen: In einer Welt, die sich immer mehr über Unterschiede definiert, wirbt diese Veranstaltung dafür, sich von Ländergrenzen freizumachen und Offenheit zu leben. Als Festivalleiter und Vereinsvorsitzender ist Hüseyin Sitki Botschafter des türkischen Films, bringt Cineasten die Vielfalt des türkischen Kinos näher und schafft so ein Forum des freundschaftlichen Austauschs zwischen Ländern und Kulturen. Es ist mir eine Ehre, Herrn Sitki die höchste Auszeichnung des Ministeriums für Wissenschaft und Kunst zu verleihen.“

Hüseyin Sitki wurde 1962 in der Türkei geboren und kam als junger Mann nach Deutschland. Hauptberuflich berät er heute ausländische Studierende am International Office der Goethe-Universität Frankfurt. Ebenso vielfältig wie seine Arbeit ist sein ehrenamtliches Engagement: Neben der Leitung des Türkischen Filmfestivals Frankfurt übernahm er den Vorsitz der Kommunalen Ausländervertretung KAV, war Gründer des ersten deutsch-türkischen Jugendvereins und Schulsozialarbeiter. Für sein Engagement ist er unter anderem mit dem Integrationspreis der Stadt Frankfurt, dem Ehrenbrief des Landes Hessen sowie dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden.

Das Türkische Filmfestival Frankfurt wurde von Hüseyin Sitki im Jahr 2000 ins Leben gerufen und findet diesmal vom 26. November bis zum 2. Dezember statt. Auf dem Programm stehen rund 40 aktuelle Spiel-, Kurz- und Dokumentarfilme aus der Türkei, Deutschland und Europa, zudem Filmwettbewerbe, Podiumsdiskussionen und Preisverleihungen.
„Hüseyin Sitki hat die aufstrebende türkische Filmszene bei uns bekannt gemacht und arbeitet unermüdlich daran, Menschen über das Medium Film zusammenzubringen. Ich wünsche ihm weiterhin viel Erfolg und Schaffenskraft bei dieser Aufgabe“, so Kunst- und Kulturminister Boris Rhein abschließend.

Die Goethe-Plakette ist die höchste Auszeichnung, die das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst vergibt. Sie wird seit 1949 an Persönlichkeiten verliehen, die mit ihrer Arbeit Kunst und Kultur des Landes gefördert und geprägt haben. Bisherige Preisträger waren beispielsweise der Direktor des Georg-Speyer-Hauses, Prof. Dr. Bernd Groner, der Mäzen Dr. Hans Medler, Prof. Dr. Heiner Boehncke als Künstlerischer Leiter des Rheingau Literatur Festivals und zuletzt der ehemalige Städel-Direktor Max Hollein.


(TE)


EURO FINANCE TECH Awards 2017 - Feierliche Verleihung im Rahmen der 20. EURO FINANCE WEEK

Frankfurt, 17.11.2017. Im Rahmen der sechsten Auflage der EURO FINANCE TECH, die im Rahmen der 20. EURO FINANCE WEEK stattgefunden hat, wurde zum dritten Mal der EURO FINANCE TECH Award verliehen. Ausgezeichnet wurden Banken und FinTechs in den Kategorien „Beste Kooperation Bank / FinTech“, „Erfolgreichstes FinTech 2017“ und „Persönlichkeit des Jahres im Digitalisierungsumfeld“.

Das Konferenzformat EURO FINANCE TECH ist internationaler Treffpunkt für Vertreter aus Banken, FinTechs, IT-Unternehmen und -dienstleister, Regulierung und Aufsicht im Business-to-Business Umfeld. Das Konferenzformat fand zum dritten Mal statt. Einmal im Jahr wird im Zuge dessen der EURO FINANCE TECH Award vergeben. Unterstützt wurde der EURO FINANCE TECH Award von BearingPoint, Citi und dem Anleger Magazin DER AKTIONÄR.

Den ersten Platz in der Kategorie „Beste Kooperation Bank / FinTech“ ging an das Münchner Unternehmen NDGIT und die Hypothekarbank Lenzburg. Die Jury achtete bei der Bewertung vor allem darauf, dass es sich um eine „echte Kooperation“ handelt und nicht ausschließlich um einen integrierten Dienst durch ein FinTech-Unternehmen. NDGIT und die Hypothekarbank Lenzburg haben diese Anforderung erfüllt, das Geschäftsmodell gemeinsam erarbeitet, um die Zusammenarbeit zwischen Banken und FinTechs am Schweizer Markt zu stärken. Zusammen etablierten die Partner-Unternehmen das erste „Open Banking“ der Schweiz. „Mit diesem innovativen Konzept leisteten NDGIT und die Hypothekarbank Lenzburg wahre Pionierarbeit“, so Prof. Dr. Paul Alpar, Mitglied der Jury. Die Plätze zwei und drei belegten das InsurTech Clark (Partnerschaften zu ING-DiBa, N26, NIBC Direct, PSD Bank und Outbank) und Quantoz mit ihrem Partner UniCredit Bank.

Die Entscheidung für das „Erfolgreichste FinTech 2017“ ging an das Münchener Unternehmen IDnow. Auch dieses schaffte es, den Markt zu verändern. IDnow setzte sich bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) durch und erwirkte die Akzeptanz von Video-Identifikation als offizielles Mittel für die Feststellung der Identität auf elektronischem Weg. „Zudem hat es IDnow geschafft, mittlerweile Kunden in ganz Europa zu gewinnen, sowohl auf FinTech- als auch Bankenseite“, so Alpar weiter. Auf Platz zwei und drei folgten das israelische FinTech Paykey und das irische RegTech AQMetrics.

In diesem Jahr wurde außerdem die Auszeichnung „Persönlichkeit des Jahres im Digitalisierungsbereich“ vergeben. Hier durfte sich AQMetrics ein zweites Mal freuen. Geraldine Gibson, CEO und Gründerin, wurde für ihre berufliche Leistung sowie das soziale Engagement im FinTech-Umfeld ausgezeichnet. Gibsons Unternehmen gelang es, binnen kürzester Zeit zu wachsen, sowohl im Hinblick auf die Zahl der Kunden, der Mitarbeiter, des Serviceangebots sowie der Standorte. Zudem wurde gewürdigt, dass sich Gibson mit der Schaffung des Events „Women in Funds“ für das Netzwerken zwischen Frauen in der Fondsindustrie einsetzt.

BearingPoint übergab dem Gewinner der Kategorie „Beste Kooperation Bank / FinTech“ kostenfreie Beratungstage sowie die Möglichkeit, sich bei einem BearingPoint Event zu präsentieren. „NDGIT ist ein hervorragendes Beispiel für ein nachhaltiges und erfolgversprechendes Kooperationsmodell und damit für den kulturellen und kommunikativen Brückenschlag zwischen Banken und FinTechs. Darüber hinaus setzt der Zwang zur Anpassung der traditionellen Geschäftsmodelle hin zu einem modernen customer journey orientierten Service-Offering eine flexible und offene Plattform-Architektur voraus. Auf diesem Feld hat NDGIT einen großartigen Wertbeitrag geleistet, den wir mit dieser Auszeichnung honorieren möchten“, sagen Michael Arndt und Theodor Schabicki von BearingPoint. „Wir freuen uns sehr, NDGIT mit einer Netzwerk-Plattform, unserer Marktexpertise und Erfahrung zu unterstützen. Ziel ist es hierbei, Impulse und Perspektiven für den weiteren Entwicklungs- und Wachstumspfad einzubringen und die strategische Ausrichtung zu bestärken.“

Der Sieger „Erfolgreichstes FinTech“ wird von der Citi unterstützt und darf eine Woche im Citi Accelerator in Tel Aviv verbringen. „Wir freuen uns sehr, den Gewinner des Awards „Most Successful FinTech“ in unser Innovation Lab nach Tel Aviv einladen zu dürfen. Wir sind davon überzeugt, dass die Zusammenarbeit zwischen Banken wie Citi und FinTechs beiden Seiten erheblichen Nutzen bringt. Eine solche Partnerschaft leistet einen wesentlichen Beitrag, das Finanzsystem in vielen Bereichen besser, effizienter und stärker zu gestalten. Unsere vier globalen Innovation Labs sind ein zentraler Baustein in unserer Innovationsstrategie, die es uns ermöglicht, den technologischen Wandel in unserer Industrie aktiv mitzugestalten“, sagt Citi-Deutschlandchef Stefan Wintels.

Insgesamt zeigte sich der Veranstalter sehr zufrieden mit der Qualität der Bewerbungen. Andreas Scholz, Vorsitzender der Geschäftsführung der dfv Maleki Group GmbH: „Nicht nur die Zahl der Bewerbungen ist gestiegen, auch die Qualität der Bewerbungen hat sich einmal mehr deutlich verbessert. All das zeigt, dass sich der Award in der Fintech-Szene einen Namen gemacht hat und immer mehr Aufmerksamkeit erfährt. Dies ist für uns Ansporn, auch im kommenden Jahr wieder einen solchen Preis zu vergeben.“

Die achtköpfige Jury bestand aus Prof. Dr. Paul Alpar (Universität Marburg), Axel Apfelbacher (Digitalstratege), Olaf Bausch (BB Rechtsanwaltsgesellschaft), Sascha Demgensky (PwC), Inken Schönauer (EURO FINANCE magazin), Felix Scheffka (Meetup FinTechFFM), Andreas G. Scholz (dfv Maleki Group) und Florian Söllner (DER AKTIONÄR).

Quelle: dfv Mediengruppe, Solenne Peltier, Unternehmenskommunikation, http://www.dfv.de



(TE)



Frankfurt School of Finance & Management - Eröffnungsfeier für den neuen Campus


Frankfurt, 26.10.2017.
Afrikanische Trommler trommelten zur Eröffnung, die Hollywood Connection Band spielte für die zahlreich erschienen Gäste. FS-Präsident, Professor Dr. Udo Steffens, eröffnete feierlich den neuen Campus an der Adickesallee 32-34 in Frankfurt. Anwesend waren unter anderem der ehemalige Hessische Ministerpräsident Roland Koch, Ex-Bürgermeisterin Petra Roth, Stadtrat Markus Frank, der Publizist Alfred Grosser und Hessens Finanzminister Thomas Schäfer.

2017 ist ein besonderes Jahr für die Frankfurt School. Nach 16 Jahren zog die FS auf den architektonisch wunderschönen neuen Campus um. Die Hochschschule wurde auf dem ehemaligen Areal der Oberfinanzdirektion Frankfurt errichtet. Das Gebäude umfasst 5 markante Türme und insgesamt 8 Stockwerke. Lichtdurchflutet, transparent über vier Stockwerke, mit Terrassen und kleinen Balkonen erstreckt sich die Mall im Inneren des Gebäudes – aus Verbundenheit zur Stadt Frankfurt „Zeil des Wissens“ genannt. Als zentraler Treffpunkt ähnelt sie einer Flaniermeile. Von hier gelangen Studenten, Mitarbeiter und Gäste zu den Seminarräumen, dem Audimax mit 400 Plätzen, dem Restaurant und dem Deli im Eingangsbereich. Im dem mit großen Tageslichtfenstern versehenen Foyer lockt ein Café, Wohnheime sind entstanden und im nächsten Jahr soll ein eigenes Fitnessstudio folgen.


Frankfurt School of Finance & Management




110 Millionen Euro hat die Hochschule in den neuen Campus investiert, der nun zum Beginn des Wintersemesters von den Studierenden genutzt wird. Staatliche Zuschüsse gab es keine. „Der Campus meißelt unsere Vision von einer führenden Wirtschaftsuniversität in Europa quasi in Stein“, betonte Hochschulpräsident Udo Steffens. In 15 Jahren soll der Baukredit abbezahlt sein, denn der Neubau der Frankfurt School wurde rein privat finanziert, nur 63 Millionen lieh sich die Hochschule von Banken. Selbst das Grundstück habe man dem Land abkaufen müssen, sagte Steffens. Dabei werde so etwas anderswo zu symbolischen Preisen von einem Euro überlassen.

2.230 Studenten studieren an der Frankfurt School in den akademischen Programmen Management-, Wirtschafts- und Finanzthemen. Sie können einen Bachelor, einen Master- oder MBA-Abschluss erlangen. Dazu stecken noch knapp 3.200 junge Leute in berufsbegleitenden Programmen, wie dem Fachwirt für Bankkaufleute. Über 25.000 Teilnehmer absolvieren pro anno diverse Trainings- und Weiterbildungsmaßnahmen. Bei der Studentenanzahl ist auch noch Potential nach oben vorhanden. Es gibt auch noch Reserveflächen auf dem benachbarten Campus II, unterstrich Professor Dr. Steffens. Dort soll 2018 die Sporthalle gebaut werden. Die Schule besitzt auch ein eigenes Finance Lab mit modernen Dual-Split-Monitoren und die Studierenden können Kurse in Programmiersprachen, wie z.B. Python oder Java belegen. 64 Professoren arbeiten am Campus. Höchstens 60 bis 80 Studenten sollen in einem Raum eine Vorlesung besuchen. Die Hörsäle seien extra so gestaltet, dass der Dozent mit ein paar Schritten auch nahe bei den Studenten in der letzten Reihe ist und Steffens fügte hinzu: "bei denen, die ihnen sonst wegpennen würden".

Professor Steffens macht klar, was die Privat-Uni ausmacht: Eine strenge Auswahl der Bewerber, kleine Lerngruppen, Betreuung rund um Wohnen und Gesundheit, Serviceangebote für die Eltern. Die Inhalte des Studiums seien am Ende nicht viel anders als bei den Mitbewerbern. Im Unterschied zu einer staatlichen Hochschule wie der Frankfurter Goethe-Universität lässt die Frankfurt School nur einen Bruchteil an Studenten pro Semester zu, von 7 Bewerbern wird etwa ein Student zugelassen. 35 Prozent aller Studenten erhalten in irgendeiner Form ein Stipendiat, also jeder dritte Student. Zugelassen werden für den Bachelor insg. 250 Studenten, 300 für den Master und 175 für den MBA. Die Studiengebühren rechtfertigt Steffens mit kleinen Lerngruppen und individueller Betreuung. „Wir kümmern uns um jeden einzelnen Studenten“, sagte der Präsident. Das hat seinen Preis: 7.000 Euro kostet ein Bachelor-Studium je Semester, für einen zweijährigen Master sind insgesamt 30.000 bis 45.000 Euro fällig. Dies klingt nur für deutsche Verhältnisse hoch, international betrachtet, sind die Studiengebühren sogar günstig. Für die Frankfurt School könne er sagen, dass bereits 98 Prozent der Absolventen spätestens drei Monate nach Ende des Studiums einen Arbeitsplatz fänden.

Und: "Der Brexit werde noch mehr Studenten an die Hochschule bringen", ist er überzeugt. Das Ziel: eine europäische Top-Adresse zu werden. Um das Studium an der Frankfurt School noch werthaltiger für die Studenten, die Universität noch attraktiver für Wissenschaftler und Hochschullehrer zu machen, hat sich die Frankfurt School ehrgeizige Ziele gesetzt. „Wir wollen in einigen Jahren zu den führenden Business Schools in Europa aufschließen“, betonte Steffens.

Dass sich zahlreiche Frankfurter Bürgerfamilien, ein großer Teil der in Frankfurt angesiedelten Finanzwirtschaft und wichtige Industrieunternehmen als Förderer der Hochschule auszeichnen, bezeichnete Hessens Finanzminister Thomas Schäfer als ein beispielhaftes Zeichen bürgerschaftlichen Engagements. „Der Finanzstandort Frankfurt bekommt einen neuen Leuchtturm“, schrieb er der Privatuni anerkennend ins Stammbuch.

Die Frankfurt School ist quasi der Idealfall "The best case" einer Hochschule. In einer solchen Atmosphäre zu lernen ist sicherlich angenehmer als überfüllte Hörsäle in staatlichen Schulen zu besuchen. Die Infrastruktur und der Service der FS bietet alles, was Studenten anderswo vermissen müssen. Es bleibt zu hoffen, dass sich auch staatliche Hochschulen an diesem Konzept orientieren, soweit Ihnen die Mittel dafür zur Verfügung gestellt werden.




(TE)


200 Jahre Senckenberg



200 Jahre Senckenberg - Festakt im Bockenheimer Depot
Motto: "GRENZENLOS. Woher wir kommen und wohin unsere Reise geht"

Frankfurt, 18.08.2017. Mit über 400 geladenen Gästen hat die Senckenberg-Gesellschaft für Naturforschung am Freitagabend in Frankfurt ihr 200-jähriges Jubiläum gefeiert. Mit einem „science slam” präsentierten Senckenberg-Wissenschaftler den Gästen aus Politik, Wissenschaft und Kultur, was aktuell im Mittelpunkt des Forschungsinteresses liegt. Heute betreibe die Gesellschaft Forschung fürs Leben, sagte Generaldirektor Volker Mosbrugger und betonte, dass Senckenberg mit 116 bedeutenden Forschungsorganisationen auf der ganzen Welt vernetzt sei, sich in den vergangenen zehn Jahren ganz besonders gut entwickelt habe. 300 Senckenberg-Wissenschaftler an elf Standorten sind mittlerweile in über 150 Ländern der Erde unterwegs.

Ihre Forschungen führen sie in die Tiefsee und an den Kilimandscharo ebenso wie in die Grube Messel bei Darmstadt und die hessischen Wälder. Ziel sei es, das "System Erde" als Ganzes zu verstehen, um die Lebensgrundlage für zukünftige Generationen zu erhalten, sagte Präsidentin Heraeus. Klimawandel und Artenvielfalt sind deshalb auch Schwerpunkte der Arbeit, die nach Darstellung Mosbruggers Antwort auf die Frage geben soll: "Wie müssen wir mit der Natur umgehen, damit wir auch künftig darin leben können?"

32 Frankfurter Bürger hatten die Vereinigung vor 200 Jahren gegründet, und natürlich hatte auch Johann Wolfgang von Goethe seinen Anteil daran. Die Bürgerinitiative versteht sich als Mittler zwischen Wissenschaft und Bürgern und nutzt das Jubiläumsjahr, um zu zeigen, wie lebendig sie ist. Deshalb war auch der Festakt im Frankfurter Bockenheimer Depot, gemäß den Worten von Präsidentin Beate Heraeus, keine "Buchsbaum-Veranstaltung", die das Publikum mit fadem Deko-Grün und langatmigen Reden misshandelt.

Mit Unterstützung von zahlreichen Sponsoren, wurde ein kurzweiliges Programm zusammengestellt, das den geladenen Gästen zeigen sollte, "woher wir kommen und wohin unsere Reise geht".
Die Senckenberg-Gesellschaft zollte ihren Gründern- und Vorvätern Respekt und Wertschätzung. Am Festabend wurde hervorgehoben, dass es in besonderer Weise darum geht, interessante und kuriose Dinge zu entdecken, zu sammeln und zu zeigen; 40 Millionen Objekte kamen so im Laufe der 200 Jahre zusammen.

Das nächste große Vorhaben der Gesellschaft ist der Um- und Ausbau des Museums in Frankfurt. Senckenberg möchte "die Forschung ins Museum bringen", sagte Mosbrugger. Dazu sollen die Ausstellungsstücke im Zusammenhang mit den Lebensräumen präsentiert und die Schnittstellen zwischen Natur und Kultur beleuchtet werden. 2018 soll mit der Modernisierung begonnen werden, welche die Bürgergesellschaft weitgehend aus Spenden finanzieren will.

Die Commerzbank-Stiftung ist Initiativförderer des Um- und Neubaus des Senckenberg Naturmuseums in Frankfurt am Main. Die Stiftung stellte bereits eine beachtliche Summe für den Umbau und die Neukonzeption des Museums zur Verfügung. Bankhaus Metzler und seel. Sohn & Co schloss sich mit einer namhaften Zuwendung an. 56 Millionen Euro sind insgesamt für den Umbau veranschlagt. Die Hälfte hat man nach Angaben Mosbruggers bereits beisammen. Für die andere Hälfte werden noch Sponsoren gesucht.

Die grüne Soße für den Festakt etwa spendet der Hessische Hof in Frankfurt, der amtlich behaupten kann, die beste "grie Soß" in ganz Hessen anzurühren. Silverspoon Catering übernahm die Bewirtung der Gäste am Buffetstand.

Mitarbeiter des Senckenberg-Chors studierten den "Earth Song" von Michael Jackson ein und präsentierten ihn als Zeichen daür das System Erde mit allen Facetten zu unserem Wohlergehen zu erhalten. Bundesforschungsministerin Johanna Wanka (CDU) betonte auf der Festveranstaltung, 200 Jahre Senckenberg stünden für „Neugier, Offenheit und Freiheit des Denkens”. Das Forschungsinstitut sei ein „Leuchtturm der deutschen Wissenschaftslandschaft.”

Der bekannte Astrophysiker, Naturphilosoph, Buchautor und Moderator Harald Lesch hielt in bekannter Manier den Festvortrag "Hilft uns der Kosmos aus der Klemme?" Prof. Dr. Matthias Kleiner, Präsident der Leibnitz-Gemeinschaft, brach extra wegen dem Festakt seinen Urlaub ab und würdigte die Arbeit der Senckenberg-Gesellschaft.

Der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) bezeichnete die Senckenberg-Gesellschaft als „Wissenschaft auf höchstem Niveau”. „Was sich einst aus der Idee von 32 Frankfurter Bürgern entwickelte, ist eine beeindruckende Erfolgsgeschichte geworden, die in Hessen ihren Anfang nahm und in die ganze Welt hinaus wirkt”, sagte er.

Oberbürgermeister Peter Feldmann ehrte den besonderen Anlaß mit einem Geschenk der Stadt Frankfurt: Künftig wird die U-Bahn-Station "Bockenheimer Warte" in "Bockenheimer Warte Senckenbergmuseum" umbenannt.



(TE)


Neujahrsempfang 2017 der Stadt Frankfurt am Main


Neujahrsempfang 2017 der Stadt Frankfurt am Main

Frankfurt, 12.01.2017. Circa eintausend Gäste kamen am Donnerstagabend zum Neujahrsempfang der Stadt Frankfurt, zu dem sich die Stadtgesellschaft Jahr um Jahr wieder im Januar im Römer einfindet. Oberbürgermeister Peter Feldmann sprach den Terroranschlag auf dem Berliner Weihnachtsmarkt an. Die Erinnerung an den Terroranschlag in Berlin sei noch frisch. Die Frage, ob der Frankfurter Weihnachtsmarkt geschlossen werden sollte, hatte im Raum gestanden. „Das machen wir nicht, und werden wir nicht machen“, rief Feldmann dem Publikum zu und betonte: "Wir lassen uns nicht einschüchtern"; "Die Grundwerte einer Verfassung sind nicht verhandelbar".

Er erinnerte an die Worte von Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) zur Verleihung des Ignatz-Bubis-Preises in der Paulskirche am Dienstag: Die Gesellschaft müsse die Fähigkeit bewahren oder zurückgewinnen, zwischen Wahrheit und Fake News zu unterscheiden. Sie müsse Hassparolen im Internet misstrauen. „Wir alle zusammen sind Frankfurt, Frankfurt ist eins“, sagte er staatsmännisch, und – mit Blick auf die CDU, die mehr Kameras im öffentlichen Raum befürwortet, bekannte er sich dazu, es würde dem Rechtsstaat nicht schaden, „wenn wir an der einen oder anderen Stellen nachbessern“, um „Angsträume“ zu vermeiden. "In Frankfurt darf es keine angstbesetzten Räume geben, Frankfurt ist ein Zuhause für Alle" und er lobte die Arbeit der Polizei. "Frankfurt ist eine familienfreundliche Stadt" und beschrieb seine politische Überzeugung mit den Worten: Arbeitsplätze sichern, Kinderarmut bekämpfen, Fluglärm senken, mehr Teilhabe ermöglichen, bezahlbare Mieten schaffen, sozialen Aufstieg fördern.

Danach hob er auf zehn Beispiele einer entsprechenden Politik des schwarz-rot-grünen Bündnisses ab, das seit Sommer die Stadt regiert, bevor er den beiden Partner eines mit auf dem Weg gab. Frankfurt, diese wachsende Stadt, in der 40 000 Wohnungen fehlten, und Menschen verdrängt würden, Frankfurt „braucht ein neues großes Wohngebiet, das sieht jeder. 2017 werden wir das diskutieren. Wir werden das entscheiden!“

Die städtischen Finanzen seien für das Jahr 2017 solide aufgestellt. Bereits im Jahr 2018 wird Frankfurt mehr als 750.000 Einwohner zählen. Die Stadt Frankfurt wird sich deshalb um den Wohnraumbedarf der kommenden Jahre kümmern. Auch bezüglich der Mietpreise wurde bereits im vergangene Jahr ein ABG Mietpreisstop beschlossen. Oberbürgermeister Peter Feldmann sagte diesbezüglich: "Wer in Frankfurt arbeitet, muss sich auch das Leben in Frankfurt leisten können", womit er für bezahlbaren Wohnraum eintrat. 11 neue Schulen sollen entstehen, jährlich 200 neue Betreuungsplätze, auch KiTa-Plätze werden weiterhin geschaffen werden.

Die Generalkonsulin Doyenne Aleksandra Djordjevic sprach sich für Frieden und grenzenloses Verständnis füreinander aus und gegen Fremdenfeindlichkeit in der Welt. Es muss unser aller Aufgabe sein uns der größer werdenden Kluft zwischen Armen und Reichen zu stellen. " Sie zitierte ein Zitat des ehemaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker (CDU), der einmal sagte: "Frieden kann man nicht gegeneinander gewinnen, sondern nur miteinander."

Die Festrede hielt FR-Chefredakteurin Bascha Mika zur Frage: „Populisten contra Gemeinsinn – was hält Stadt und Gesellschaft zusammen?“. „Wenn ganze gesellschaftliche Gruppen umstandslos als Parasiten, Kriminelle, gewissenlose Gesellen, Lügner oder Verräter beschimpft werden, geht es nicht mehr um Streit.“ Vielmehr werde ein „Kultur- und Klassenkampf heraufbeschworen, der diese Gesellschaft gezielt auseinandertreiben soll.“ Bis vor zwei Jahren habe sie Hassbriefe nach öffentlichen Auftritten kaum gekannt, sagte Bascha Mika: „Inzwischen sind sie an der Tagesordnung und zwar massenhaft.“

AfD, Pegida und anderen Gruppen sei es gelungen, „auch hierzulande eine nationalistische Dynamik in Gang zu setzen, die zunächst lächerlich erschien“. Die es aber nicht war. Ihr aktiv etwas entgegenzusetzen, sei die Aufgabe aller Verfechter einer offenen Gesellschaft. „Wir müssen für Demokratie einstehen und aufstehen“, sagte Bascha Mika: „Ohne Kompromisse.“
Auch im „vergleichsweise friedlichen Frankfurt“ sei das Engagement für Schwächere nicht ungefährlich. Mika erinnerte an den Angriff auf das Flüchtlingscafé „Projekt Shelter“ im Dezember. „Doch was typisch für diese Stadt ist: Kaum wurde der Überfall bekannt, gingen an die 100 Menschen auf die Straße, um zu protestieren. Um ein Zeichen zu setzen. Das ist gelebter Gemeinsinn.“

Die Pegida-Bewegung habe in Frankfurt nie ein Bein auf den Boden bekommen. Ebenso wenig wie Neonazis, die zuletzt durch zivilen Ungehorsam schon an der Anfahrt gehindert wurden. Das seien ermutigende Zeichen. Die offene Gesellschaft sei „auch ein Geschenk. Niemand soll es uns wegnehmen dürfen“, sagte Mika.



(TE)


50 Jahre Deutsch-Italienische Vereinigung e.V.


Jubiläumsfeier der Deutsch-Italienischen Vereinigung e.V. zum 50. Geburtstag im Kaisersaal des Frankfurter Römers

Viva l'Italia Viva Germania - 50 Jahre Italien am Main

Frankfurt, 18.10.2016. Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Deutsch-Italienischen Vereinigung e.V. empfing Oberbürgermeister Peter Feldmann deren Mitglieder und Gäste zu einem Abendempfang im Kaisersaal des Frankfurter Römers.

Oberbürgermeister Peter Feldmann würdigte das große Engagement der Vereinigung für den Brückenbau beim kulturellen und wissenschaftlichen Austausch zwischen Frankfurt und Italien. „Schon unsere gemeinsame römische Vergangenheit hat wie keine andere Zeitepoche die Basis zu unserer heutigen modernen europäischen Gesellschaft gelegt. Vieles, worum in der heutigen Europäischen Union mühsam gerungen wird, war bereits über Jahrhunderte angelegt“, so der Oberbürgermeister, "selbst der Name meines Rathauses Römer steht für unsere gemeinsame Vergangenheit", sagte Feldmann mit einem Augenzwinkern.

Neben Oberbürgermeister Peter Feldmann sprachen auch der italienische Generalkonsul Maurizio Canfora sowie der FAZ-Korrespondent Dr. Heinz-Joachim Fischer auf der Veranstaltung. Fischer beleuchtete in seiner Festrede die Wechselbäder zwischen Deutschen und Italienern.



(TE)


Illegale Fütterung gefährdet Wildtiere - Bereits mehrere Wildtiere verendet

StadtForst bittet um Unterlassung der Wildtierfütterung im Oberräder Wald


Frankfurt, 22.03.2016.
Im Oberräder Wald im Bereich des Kesselbruchweihers wurden von Waldbesuchern Futterstellen für das Damwild angelegt. Dies führte bislang zu fünf dem StadtForst bekannten Fällen verendeter Tiere, die in der Nähe dieser Futterstellen aufgefunden wurden.

Die Hinweisschilder vor Ort fanden von den Verursachern bislang keine Beachtung. Damwild und andere Schalenwildarten ernähren sich von Gräsern sowie Trieben und Früchten der Waldbäume, die im Stadtwald ausreichend vorhanden sind.

Das Füttern von Wildtieren ist gem. § 30 Hessisches Jagdgesetz verboten, da eine nicht artgerechte Fütterung bei Wildtieren tödliche Krankheiten hervorrufen kann. Insbesondere für den menschlichen Verzehr vorgesehene Nahrungsmittel wie Brot, Gemüse und andere Küchenabfälle bewirken bei Wiederkäuern Schädigungen des Magen-Darm-Traktes, was zu Krankheiten bis hin zum Tod der Tiere führen kann.

Vor allem die männlichen Tiere verlieren ihre natürliche Scheu vor dem Menschen und werden mitunter aggressiv, was schwere Verletzungen durch angreifende Hirsche zur Folge haben kann. Der StadtForst warnt daher vor dem Auslegen von Futter aus falsch verstandener Tierliebe und bittet dringend darum, dies zu unterlassen.

(TE)


Defibrillatoren in U-Bahn-Stationen: 'Schnelle Hilfe an zentralen Orten'

Frankfurt, 02.03.2016.
Die Stadt Frankfurt stattet die 15 wichtigsten U-Bahn-Stationen mit Defibrillatoren aus. Verkehrsdezernent Stefan Majer konnte das erste Gerät am Mittwoch, 2. März, in der U-Bahn-Station Südbahnhof installieren. „Wenn das Herz still steht, geht es um Leben und Tod. Hilfe muss her, und zwar schnell“, stellt der Verkehrsdezernent fest. „In den U-Bahn-Stationen, die täglich von vielen Tausend Menschen betreten werden, befinden sich die Defibrillatoren an zentraler Stelle, quasi ‚mitten im Leben‘ – und Leben werden sie hoffentlich in Zukunft möglichst oft retten.“

Weitere Informationen wie Defibrillatoren genutzt werden und an welchen U-Bahn-Stationen sie vorhanden sind, sind dieser Meldung als PDF-Download angehängt.


(TE)



Frankfurt, 27.08.2015

Mit LTE-Geschwindigkeit (4G) in Frankfurts U-Bahnen surfen - 23 Kilometer U-Bahn Tunnel werden bis Frühsommer 2016 mit der schnelleren Breitband-Funktechnologie ausgestattet

Gemeinsam mit den drei Mobilfunk-Netzbetreibern Vodafone, Deutsche Telekom und Telefónica Deutschland wird das Mobilfunknetz der Frankfurter U-Bahn auf LTE-Geschwindigkeit modernisiert. Die drei Netzbetreiber installieren die neue Mobilfunktechnik, mit LTE sogar die aktuell schnellste breitbandige, mobile Internetanbindung. Trotz umfangreicher Bauarbeiten sollen Störungen des U-Bahnbetriebs weitgehend vermieden werden. Rund 300.000 Fahrgäste täglich zählt die VGF in ihren U-Bahnen.

Der Ausbau des Mobilfunknetzes erfordert eine gemeinschaftliche Investition der drei Netzbetreiber von rund 3,5 Millionen Euro. Jedes der Unternehmen baut dazu in einem gemeinsamen Raum an der Station „Hauptwache“ seine eigene Empfangstechnik auf, ähnlich einer Mobilfunkstation. Via Glasfaser werden die Daten als optisches Signal an neue Verstärker und Antennen in den Stationen und Tunneln transportiert. Diese nutzen alle drei Anbieter gemeinschaftlich, da nur so der nötige Strombedarf und die Klimatisierung der Netztechnik in der U-Bahninfrastruktur gesichert sind. Jede einzelne Netzkomponente wurde dazu von jedem Betreiber geprüft, erprobt und freigegeben.

Die Federführung des Gesamtprojekts in Frankfurt hat der Düsseldorfer Kommunikationsanbieter Vodafone. Er steuert in Abstimmung mit der VGF die Bauarbeiten. Sie folgen jeweils Abschnitt für Abschnitt den einzelnen Linien. An den Tunneln sind erforderliche Antennenwechsel während der verkehrsruhigen Nachstunden vorgesehen. Für den Einbau der Verteiler und weiterer Empfangsantennen in den unterirdischen Stationen müssen lediglich zeitweise Teilbereiche abgegrenzt werden.

Thomas Wissgott, Geschäftsführer und Arbeitsdirektor der VGF, begrüßt den Vertragsabschluß: „Schon seit 1998 werden in den unterirdischen Stationen der VGF GSM-Mobilfunksysteme betrieben. Den gestiegenen Kommunikations-Ansprüchen unserer Fahrgäste durch die umfangreiche Nutzung von Smartphones und Tablets wird die Modernisierung der Mobilfunkversorgung mit LTE nun gerecht.“ Dabei soll nicht zwischen Vertrags- und Prepaidtarifen unterschieden werden. Voraussetzung für den LTE-Empfang mit bis zu 100 Mbit/s ist ein Smart- bzw. iphone, dass diese Mobilfunktechnik unterstützt. Mobiltelefone mit 3G-Technologie können jedoch zumindest auch die volle UMTS-Geschwindigkeit nutzen.

Verkehrsdezernent Stefan Majer bestätigt: „Wir wollen ein modernes U-Bahnnetz, das nicht nur für die Mobilität seiner Kunden sorgt, sondern auch für deren Datenmobilität. Damit machen wir den Nahverkehr in unserer Stadt wieder ein Stück attraktiver. Gerade für die junge Fahrgast-Generation, aber auch für alle anderen ‚Junggebliebenen‘, ist eine sichere und schnelle Netzversorgung heute selbstverständlich.“

Für die drei Netzbetreiber äußert sich der zuständige Projektleiter Sonderprojekte bei Vodafone, Stefan Kröckel: „Als Netzbetreiber entwickeln wir die Mobilfunkversorgung stetig weiter. Dafür haben alle Netzbetreiber erst kürzlich neue Lizenzen erworben. In der Frankfurter U-Bahn profitieren die Kunden natürlich auch von der technischen Entwicklung – wir realisieren mit und für alle drei Anbieter in den Stationen und in den Tunnelröhren neueste Übertragungstechnik. Mit LTE wird jeweils die schnellstmögliche Netzanbindung ermöglicht. Der gemeinsame Ausbau reduziert Störungen des U-Bahn-Betriebs, was im Sinne aller Mobilfunkkunden und der Fahrgäste ist.“

Die Netzmodernisierung startet ab sofort an den Stationen „Hauptwache“ und „Konstablerwache“. Die Linien U1, U2, U3 und U8 werden zuerst in Richtung Miquelallee / Adickesallee, anschließend Richtung Südbahnhof ausgebaut. Danach folgt die Linie U4 in Richtung Seckbacher Landstraße beziehungsweise Bockenheimer Warte, zuletzt die Linien U6 und U7, zuerst in Richtung Kirchplatz, dann in Richtung Eissporthalle. Bei reibungslosem Ablauf der Arbeiten können dieselben im Frühjahr 2016 abgeschlossen sein.

Ausgeklammert sind die beiden Stationen „Hauptbahnhof“ und „Nordwestzentrum“. Am Hauptbahnhof sind schon viele Versorgungseinheiten der Netzbetreiber modernisiert. So hat Vodafone hier neben GSM- auch UMTS-Technik installiert und plant den LTE-Ausbau für 2016. Die U-Bahn-Station im Nordwestzentrum ist leider nicht mit dem Glasfasernetz in der U-Bahn verbunden, lässt sich daher in das aktuelle Projekt nicht einbinden. In den oberirdischen Bereichen der Trassen erfolgt die Mobilfunkversorgung durch die bestehenden Innenstadtnetze der einzelnen Betreiber. Vodafone etwa hat seine Netztechnik der gesamten Innenstadt von Frankfurt nahezu modernisiert, die LTE-Nachrüstung läuft aktuell auf Hochtouren.

Das Mobilfunknetz der U-Bahn in seiner bestehenden Struktur entstand schon vor zehn Jahren, es ist daher in den unterirdischen Bereichen nahezu ausschließlich für Sprachanbindungen ausgelegt. Nun wird das Netz im Sprach- und Datenbereich mit neuester Technik im GSM-, UMTS- und LTE-Bereich erneuert. Da das Einspeisen von UMTS und LTE auf die alte Bestandsanlage nicht möglich ist, muß diese Anlage demontiert und durch eine passive Antennenverkabelung ersetzt werden. Für LTE haben die drei Netzbetreiber das 2600 Frequenzband gewählt. Es gestattet mit mobilen Endgeräten besonders schnelle Internetanbindungen, im Vergleich mit einer Daten-Geschwindigkeit, die deutlich über der eines herkömmlichen DSL-Anschlusses, wie er im Festnetz verbreitet ist, liegt.

Das Frankfurter U-Bahn-Netz umfasst insgesamt 65 Kilometer, 60 oberirdische Haltestellen, davon sind 23 Kilometer unterirdisch mit 27 Tunnelstationen.



(TE)


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