Sport

Deutscher SportpresseBall 2017


36. DEUTSCHER SPORTPRESSEBALL in der Alten Oper Frankfurt


FRANKFURT, 04.11.2017. Bereits zum 36. Mal gaben sich Prominente aus Sport, Politik und Unterhaltung beim Deutschen Sportpresseball die Ehre, u.a. mit Ex-Tennis-Weltmeister Boris Becker, Leichtathletin Gesa Felicitas Krause, Bergsteigerlegende Reinhold Messner, Ex-Formel-1-Fahrer Nico Rosberg und Schauspieler Peter Weck.

Reinhold Messner erhielt die begehrte Pegasos-Trophäe als „Legende des Sports“. Vierzehn Achttausender hatte er als erster Mensch überhaupt ohne Sauerstofflasche bezwungen, mehr als 3.500 Gipfel erklommen, Wüsten und eisige Regionen zu Fuß durchquert. Heute wirbt er unermüdlich für einen nachhaltigen Umgang mit der Natur und zieht die Menschen dank seiner authentischen Art in den Bann. „Reinhold Messner hat den Heroismus des Bergsteigens entmystifiziert und es stilistisch verändert, ohne die extremen, sportlichen Herausforderungen zu verharmlosen“, erklärt Ball-Organisator Jörg Müller, „zudem kämpft er als Autor, Filmemacher und Politiker für einen nachhaltigen Umgang mit der Natur und wird selbst von seinen Kritikern als geradliniger, integrer Mensch geschätzt.“ Die bisherige Preisträger waren Heiner Brand, Boris Becker, Oliver Kahn, Franz Beckenbauer, Katarina Witt, Michael Schumacher, Uwe Seeler, Maria Höfl-Riesch, Lothar Matthäus und im vergangenen Jahr Joachim Löw.

Sport-Legende Boris Becker (49) gab sich bei der Preisübergabe recht wortkarg. Das Tennis-Idol war zu Beginn der Veranstaltung nachträglich noch einmal mit der gleichen Ehrung bedacht worden, die ihm bereits 2008 verliehen wurde. Damals aber ohne Pegasos-Trophäe, da diese erst 2014 eingeführt wurde. „Das ist für mich natürlich eine große Ehre. Ich freue mich immer über die Erinnerungen an meine Jugend. Der Sport hat mich zu dem gemacht, was ich heute bin. In guten wie in schlechten Zeiten“, sagte Becker. Ball-Organisator Jörg Müller ehrte Becker mit den Worten: „Boris Becker ist und bleibt ein Kämpfer, und das finde ich herausragend“.

Der als „Sportler mit Herz“ gewürdigte Formel-1-Champion Nico Rosberg erzählte von seinem Renn-Ruhestand und von seinen Freuden als glücklicher Papa: „Ich habe noch in keiner Sekunde bereut, dass ich zurückgetreten bin. Es ist eine wunderschöne Situation zuhause mit den zwei kleinen Kindern. Das ist ein Traum“. Für Nico Rosberg, der den Preis gemeinsam mit Hindernisläuferin Gesa Felicitas Krause verliehen bekam, ist eine Rückkehr zur Formel-1 kein Thema. „Ein Comeback ist ausgeschlossen".

Dennoch verfolgt er die Formel-1 Weltmeisterschaft noch intensiv. „Ich vermisse nichts, ich habe komplett mit dem Rennsport abgeschlossen“, meinte der 32-Jährige. „Ich genieße es, dass der Kalender nicht mehr Herr über mein Leben ist", denn dieser wird jetzt vor allem durch seine Familie bestimmt. „Meine zwei Töchter sind ein großes Geschenk, für das ich unglaublich dankbar bin“, sagte Nico Rosberg glücklich. Auch wenn die knapp zwei Monate alte Naila Rosberg ihren Papa ganz schön auf Trab hält, denn auch für Nico heißt es jetzt Windeln wechseln und Baby-Milch erhitzen, anstatt einen Formel-1-Motor warm zu fahren und ordentlich auf Touren zu bringen.

„Ich bin voll dabei, mache alles. Das ist die Neuzeit, dass man als Vater richtig anpackt“, berichtete er stolz und fügte augenzwinkernd hinzu: „Ich bin extra hierhergekommen, um einen tollen Schlaf zu haben. Das ist ein bisschen zu kurz gekommen in letzter Zeit.“ Seinem Ex-Mercedes-Teamkollegen Lewis Hamilton, hatte er vor wenigen Tagen zum WM-Titelgewinn gratuliert. „Ich bin ja nicht mehr im Wettkampf mit ihm, das macht es einfacher für mich. Er hat den Erfolg verdient, denn er hat ein riesiges Jahr hingelegt“, sagte Rosberg.

Schauspieler Peter Weck (87), der unter anderem mit Schauspielgrößen wie z.B. Romy Schneider, Theo Lingen, Hans Moser und Cornelia Froboess vor der Kamera stand und vor allem als Werner Schumann mit "Ich heirate eine Familie" Fernsehgeschichte schrieb, verlieh dem SportpresseBall einen ganz besonderen Glanz. „Dass ich bis heute auf die ZDF-Serie angesprochen werde, stört mich überhaupt nicht. Das war doch ein großer Erfolg“, sagte er.

Auch Regisseur Peter Wedel kam, der bereits zweimal mit Peter Weck zusammengearbeitet hatte. Gerne möchten die beiden wieder gemeinsam etwas produzieren, eventuell bei den kommenden Festspielen in Bad Hersfeld: „Dazu sage ich jetzt nichts, denn das würde Peter, der ein wunderbarer Schauspieler ist, noch viel teurer machen“, meinte Wedel mit einem Augenzwinkern. Wedel, der selbst im Sportbereich nicht unbekannt ist, sagte: „Ich war vor vielen, vielen Jahren mal Hessenmeister im Tennis“, nun bevorzuge er allerdings eher „gepflegtes Altherren-Tennis“.

Schauspieler Günther Maria Halmer (74) war bester Laune: „Bei Vollmond werde ich zum Vampir, süchtig nach Blut“, scherzte er. Für die ARD stand er gerade für einen Film im Iran vor der Kamera. „Bei Vollmond bin ich immer etwas schlaflos“, sagte Halmer, für den der Ball „schon eine Art Familientreff“ ist. Seit gut zehn Jahren war Schauspieler Ralf Bauer nicht mehr beim SportpresseBall. „Ich hatte vergessen, wie gut diese Veranstaltung ist“, so Bauer, der zurzeit mit „Bauer sucht Christkind“ auf Tournee ist.


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Rund 2300 Gäste kamen zum Ball. Im festlichen Ambiente des Großen Saals erwartete die Dinner-Gäste neben programmlichen Highlights ein exklusives 3-Gang-Gala-Menü. Durch den Abend führte, und auch das ist mittlerweile Tradition, Fernsehmoderator Michael Steinbrecher. Musikalischer Stargast 2017 war Anastacia: Sie ist eine Powerfrau, deren Stimme ihresgleichen sucht – furios und soulig, kraftvoll und samtig. Über 30 Millionen Tonträger hat die Poplegende in Europa verkauft, mit Hits wie „One day in your life“,„Left Outside Alone“ oder „Sick and Tired“ begeister sie weltweit ihre Fans. Vor Kurzem hat sie erst ihr neuestes Album „Evolution“ veröffentlicht.


Gästeliste Deutscher Sportpresseball 2017


Mehr als ein Dutzend Bands verschiedener Stilrichtungen spielten im Wechsel zum Tanz; zu später Stunde war die SportpresseBall-Clublounge by H’ugo’s ein gefragter Treffpunkt für die Nachtschwärmer. Show-Profi, Vollblutpianist und Entertainer "Andy Rühl" begeisterte das Publikum in der "Eintracht Lounge" mit den Evergreens von dem unvergessenen Udo Jürgens, wie "Ich war noch niemals in New York" zu dem die Gäste herzhaft mitsangen. Diese Kombination aus Tradition und Moderne prägt den Ball und zauberte eine einzigartige Atmosphäre und Stimmung in die Alte Oper.

Traditionell ist der Deutsche SportpresseBall auch ein Ball, der viel Gutes tut. Denn die Veranstalter haben in der Vergangenheit insgesamt bereits mehr als zwei Millionen Euro an Spendengeldern eingesammelt und an Charityorganisationen wie die Bundesliga-Stiftung, die Franz Beckenbauer Stiftung, die Uwe Seeler Stiftung und die Michael Stich Stiftung weitergeleitet. Sämtliche Tombolaerlöse fließen dieses Jahr der Stiftung Deutschen Sporthilfe zu. Der Tombola-Hauptpreis war dieses Jahr ein Plug-in-Hyprid VW Golf GTE im Wert von 41.650 Euro, desweiteren Sachpreise ab 1.000 Euro Gegenwert, sowie Schmuck, Elektronik bis hin zu einer 22.000 Euro Luxusreise auf der MS Europa.

Seit jeher legen die Veranstalter des Deutschen SportpresseBalls großen Wert auf verlässliche und wirkungsvolle Partnerschaften. Das Engagement dieser Sponsoren ist Bestätigung und Ansporn zugleich, die außergewöhnliche Qualität des Deutschen SportpresseBalls stets neu zu gewährleisten. Dabei zeugen zum einen zahlreiche langjährige Partnerschaften von einem stetig gewachsenen Vertrauen. Die Krombacher Brauerei, eine der größten Privatbrauereien Deutschlands, bot kostenlose Getränke an. Als exklusiver Elektronik-Partner stellte Samsung Electronics GmbH sein technisches Equipment und Know-How zur Verfügung und unterstützte weitere Maßnahmen. Neuer exklusiver Mobilitätspartner war in diesem Jahr die Volkswagen Aktiengesellschaft, die den Shuttle-Service mit Modellen verschiedener Konzernmarken zwischen dem Ballhotel Sofitel Frankfurt Opera und der Alten Oper organisierte. Darüber hinaus stiftet die Volkswagen Aktiengesellschaft den Hauptpreis der Ball-Tombola und präsentiert sich den Ballgästen auf einer Präsentations- und Interaktionsfläche in der Ebene 2 der Alten Oper.

Besonderen Dank für diesen wunderschönen und gelungenen Ball gebührt den Veranstaltern des Deutschen SportpresseBalls: Dem Verein Frankfurter Sportpresse e.V und dem Verband Deutscher Sportjournalisten in Kooperation mit der metropress presseagentur GmbH, die wie in den vergangenen Jahren für einen perfekten und unvergesslichen Ballabend sorgten.



(TE)


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