Sport


35. Deutscher Sportpresseball unter dem Motto „Rendez-Vous mit Olympia“
Glamouröse Galaveranstaltung mit vielen Stars und Sternchen in der Alten Oper Frankfurt

Frankfurt, 05.11.2016. Am Samstag wurden beim 35. Deutschen Sportpresseball zahlreiche Sportler geehrt und gefeiert. Der Ball in der Frankfurter Alten Oper ist seit 1981 einer der Höhepunkte der Ballsaison und stand diesmal unter dem Motto "Rendez-Vous mit Olympia". Passend dazu der Hauptgang des Menüs in der Alten Oper: Rosa gebratenes brasilianisches Rinderfilet unter der Cashew- kernkruste mit karamellisiertem Kürbis und Röstzwiebel-Sellerie-Creme. Rund 2300 Gäste kamen zum Feiern in die Mainmetropole - darunter Olympiasieger, Welt- und Europameister sowie Persönlich- keiten aus Politik, Wirtschaft und Showbusiness. Unter den Gästen befanden sich „Tatort“-Kommissar Richy Müller, Schauspieler und Kabarettist Wolfgang Stumph, Bundesinnenminister Thomas de Maiziere, Bürgermeister Uwe Becker, Frankfurts frühere Obürgermeisterin Petra Roth, Stadträtin Rosemarie Heilig, Stadtrat Markus Frank und Steffi Jones, die neue Bundestrainerin der Fußballfrauen. Die wahre Schönheit, Eleganz und glamouröse Anmutung, wurde dem Ball erst durch die weiblichen Gäste verliehen, die in ihren wunderschönen Abendkleidern die Alte Oper verzauberten.



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Der Sport besitzt magische Kräfte: Er stiftet Gemeinschaft über alle Grenzen hinweg und berührt die Menschen bis ins Herz. Er erschafft Momente für die Ewigkeit, wenn, wie bei der Fußball-EM in Frankreich oder bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro, Fans fröhlich-fair miteinander feiern und sympathische Athleten mit Herz und Leidenschaft für sportliche Überraschungen sorgen. Auch der Deutsche Sportpresseball setzt seit jeher auf eine einzigartige Mischung aus emotionalen Höhepunkten, stilvollen Darbietungen und spürbarer Liebe zum Detail und verzaubert so jedes Jahr aufs Neue. Im vergangenen Jahr verliehen das Jubiläum „20 Jahre Sportler mit Herz“ mit zahlreichen Preisträgern aus den Vorjahren, hochemotionale Momente wie der Auftritt von der „Legende des Sports“ Lothar Matthäus, die Vergabe des PEGASOS-Preises „Sportler mit Herz“ an Felix Neureuther sowie Rea Garveys großartige Bühnenshow dem Abend sein unverwechselbares Flair.

Zum Beginn sorgte die berührende Eröffnungskomposition „Rendez-Vous mit Olympia“ mit X-Faktor-Siegerin Edita Abdieski für einen fulminanten Auftakt. Bewegende Songs spektakulär inszeniert, emotionale Bilder von den Olympischen und Paralympischen Spielen sowie ein feuriges Finale stimmten die Gäste auf einen prächtigen Abend ein, der einige Überraschungen parat hielt. So wurde erstmals der PEGASOS-Preis in der Kategorie „Sportmedien“ verliehen.

Als musikalischer Stargast und Live-Act stand zu vorgerückter Stunde SILBERMOND auf der Bühne mit der sympathischen Sängerin Stefanie Kloß. Die Band begeistert ihre Fans seit 16 Jahren mit zahlreichen Hits („Symphonie“, „Das Beste“, „Irgendwas bleibt“, „Leichtes Gepäck“). Auch Sänger und Pianist Andy Rühl begeisterte das Publikum u.a. mit dem Udo Jürgens Songs "Ich war noch niemals in New York" und zahlreichen anderen Hits. Der Fernsehmoderator Michael Steinbrecher führte durch den Abend. Insgesamt ein Dutzend Bands spielten im Wechsel zum Tanz und zu später Stunde war die Sportpresseball-Clublounge ein gefragter Treffpunkt.



Fußball Bundestrainer Joachim Löw wurde mit dem PEGASOS-Preis zur "Legende des Sports" gekürt und sagte: "Ich bin sehr stolz darauf. In diesem Kreis von großen Sportpersönlichkeiten zu sein, ist schon was Gutes". Löw steht nun in einer Reihe mit Sportgrößen wie Lothar Matthäus (2015), Michael Schumacher (2012) oder Boris Becker (2008), die alle in den vergangenen Jahren zu „Legenden des Sports” erklärt wurden. Genau darin lag für den Weltmeister-Trainer von 2014 auch der Reiz dieser Auszeichnung. Mit einem Augenzwinkern fügte er hinzu: "Im ersten Moment habe ich mich etwas erschrocken: Der Begriff Legende und mein Name in einem Zusammenhang", sagte Löw: "Aber natürlich freue ich mich über den Preis. Das ist für mich eine große Ehre. Diesen Preis haben vor mir schon viele große Sportpersönlichkeiten gewonnen. In dieser Reihe zu stehen, ist sehr schön."​

Geboren wurde er 1960 in Schönau und begann seine Profikarriere 1978 beim SC Freiburg. Im Breisgau ist er mit 88 Treffern in 304 Partien in der Ersten und Zweiten Bundesliga noch immer Rekord- torschütze. Seine Trainerkarriere startete er in der Schweiz, bevor der Schwarzwälder 1995 als Co-Trainer beim VfB Stuttgart anheuerte. 1996 wurde er Cheftrainer und gewann 1997 mit den Schwaben den DFB-Pokal. Über Istanbul, Karlsruhe, Adanaspor und Innsbruck, wo Löw mit dem FC Tirol 2001 österreichischer Meister wurde, und Wien ging es weiter zum DFB. Als Jürgen Klinsmann 2004 das Amt des Bundestrainers übernahm, holte er Löw als Co-Trainer dazu, zwei Jahre später wurde er sein Nachfolger, um das revolutionäre Reformprojekt fortzusetzen, das Klinsmann mit ihm und Oliver Bierhoff beim Deutschen Fußball-Bund gegen viele Widerstände angestoßen hatte.

Mit seiner smarten und freundlichen Art hat der Fußballtrainer nicht nur die Fachleute für sich eingenommen. In der Geschichte der Legenden, die beim Deutschen SportpresseBall bislang mit dem PEGASOS-Preis ausgezeichnet wurden, nimmt Löw eine Ausnahmestellung ein. Alle bisherigen Preisträger wie Heiner Brand, Boris Becker, Oliver Kahn, Franz Beckenbauer, Katarina Witt, Michael Schumacher, Uwe Seeler, Maria Höfl-Riesch und Lothar Matthäus hatten zum Zeitpunkt der Ehrung ihre Karriere bereits beendet. Löw dagegen hat seine Karriere noch lange nicht beendet, seit zehn Jahren leitet er die Geschicke der deutschen Fußball-Nationalmannschaft und gerade erst hat er seinen Vertrag beim Deutschen Fußball-Bund bis 2020 verlängert. Löw peilt damit nach der Titelver- teidigung bei der Weltmeisterschaft 2018 in Russland offenbar auch noch die 2 Jahre später stattfindende Europameisterschaft an. Bis 2020 will er vor allem junge Spieler weiterentwickeln, um mit diesen dann an großen Tunieren teilzunehmen.

"Joachim Löw hat den Fußball der deutschen Nationalmannschaft erfolgreich und stilprägend modernisiert und dabei stets mit beeindruckender Kompetenz, Gelassenheit und Zielstrebigkeit agiert", sagte Ball-Organisator Jörg Müller zur Entscheidung des Verbandes Deutscher Sportjournalisten (VDS) und des Vereins Frankfurter Sportpresse (VFS).

Seit 21 Jahren wird der PEGASOS-Preis in der Kategorie „Sportler mit Herz“ beim Deutschen SportpresseBall nicht für sportliche Errungenschaften wie Siege, Medaillen und Rekorde, sondern vor allem für berührendes Engagement, Teamgeist und Fairness verliehen. In einer Gesellschaft, in der Erfolg um jeden Preis einen immer größeren Raum einnimmt, zeigen die Preisträger mit vorbildlichem sozialen Verhalten und unverstellter Emotionalität, wie wichtig es ist, diese Werte zu leben.

In diesem Jahr ging der Preis an das Turn-Team Deutschland Gerätturnen Männer mit Andreas Toba, Fabian Hambüchen, Andreas Bretschneider, Marcel Nguyen und Lukas Dauser. Andreas Toba hatte sich gleich am ersten Wettkampftag der Olympischen Spiele in Rio de Janeiro bei der Bodenübung am Knie verletzt und war dann trotzdem noch am Pauschenpferd angetreten, um seiner Mann- schaft die Qualifikation fürs Finale zu ermöglichen, was auch gelang. „Wir verdanken dem Quintett einen der bewegendsten Momente dieser Olympischen Spiele und verneigen uns vor diesem zu Herzen gehenden Mannschaftsgeist“, erklärt Ball-Organisator Jörg Müller, „die Mannschaft erfüllt alle Kriterien, die unsere Auszeichnung Sportler mit Herz ausmacht: berührendes Engagement, Team- spirit und Fairness.“ Das Turn-Team tritt die Nachfolge von Skirennläufer Felix Neureuther an.

Ex-Box-Weltmeister Wladimir Klitschko bekam ebenfalls die geflügelte PEGASOS-Trophäe in der Kategorie „Sportler mit Herz“. Klitschko meinte bei seiner Ankunft: „Absolut klasse, jetzt in Frankfurt zu sein und so viele Sportler zu sehen, es fühlt sich für mich an wie eine Familie des Sports“. Im nächsten Frühjahr steht dann sein Kampf mit dem Briten Anthony Joshua an, wobei es gleich um drei Weltmeister-Gürtel geht. Er betonte, dass der Preis einen Ehrenplatz in seinem Zuhause erhalten wird: „Wo genau in der Wohnung, weiß ich noch nicht, aber keinesfalls soll er im Schrank verschwinden“, verriet der Sportler vorab. „Der Preis bedeutet mir wahnsinnig viel“, verriet der Olympiasieger, als er die Pegasos-Trophäe in Händen hielt und Ball-Organisator Jörg Müller betonte: „Wir ehren Wladimir Klitschko nicht nur als Sportler, sondern auch wegen seiner Menschlichkeit. Er ist immer fair geblieben“.

Der Sportler berichtete von der im Jahr 2003 mit seinem Bruder Vitali gegründeten Klitschko-Foundation, die Kinder und Jugendliche im Sport unterstützt: „Wir haben viel getan und haben noch viel vor, allein mehr als 200 Sportplätze wurden saniert, und über 11.000 Schüler in Sportschulen betreut, insgesamt konnten wir bislang mehr als 550 000 Kindern helfen, ihre sportlichen Leistungen zu entwickeln und zu steigern. Das macht mich sehr stolz“, so Klitschko. Ist bislang die Klitschko-Stiftung hauptsächlich in der Ukraine tätig, wollen die Brüder von 2017 an auch in Deutschland aktiv werden, gab der Preisträger bekannt. „Wir Sportler haben der Wirtschaft viel zu bieten, rührte er auf der Bühne die Werbetrommel und mahnte die aktiven Sportler, an eine Karriere „danach“ zu denken. „Leistungs- sportler haben Ausdauer, Konzentration und überhaupt viele Stärken, welche die Wirtschaft nutzen kann, das ist gewissermaßen unsere DNA.“

„Es sind olympische Momente wie dieser, die überhaupt erst begreifbar machen, wie besonders dieser Wettbewerb ist“, freute sich Speerwerfer Thomas Röhler. Bewegend war auch der Auftritt der ehemaligen Spielführerin der Deutschen Fußballnationalmannschaft der Frauen, Saskia Bartusiak, die gemeinsam mit den Ballgästen auf den krönenden Abschluss ihrer Länderspielkarriere zurück- blickte: den Olympiasieg im Maracanã. „Besser hätte ich es mir niemals erträumen können – bei meinem letzten Spiel Gold zu holen im Maracanã“, blickt die Europa- und Weltmeisterin gerührt zurück.

Es sind Emotionen wie diese, die Sport so besonders machen: Als herausragende Leistung der Sportler würdigt es denn auch der Schirmherr der Veranstaltung, Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier, dass sie es schafften, „ein ganzes Land zu erreichen und Identität zu stiften. Sport verbindet in einer Weise, wie es sonst keiner kann“ - Und manchmal, an Abenden wie diesem, verbindet er noch mal auf ein ganz andere Weise. Bouffier: „Sport, Presse, und diese Alte Oper – das ist eine Mischung, die es sonst nirgendwo gibt.“

Einem guten Zweck dient jedes Jahr die Ball-Tombola. Die Lose zu je 30 Euro öffneten mit etwas Glück den Weg zu hochwertigen Sachpreisen, wie dem KIA Niro, eine Reise im Wert von 20.000 Euro oder dem Stadler Elektrofahrrad für 4.999 Euro. Charity-Partner ist seit 2009 die Bundesliga-Stiftung. An sie fließen die Erlöse und Spenden, mit denen vorbildliche Projekte zu den Themen Integration, Antirassismus und Gewaltprävention unterstützt werden.

Dank für diese gelungene Gala gebührt den Veranstaltern des Deutschen SportpresseBalls, dem Verein Frankfurter Sportpresse e.V und dem Verband Deutscher Sportjournalisten in Kooperation mit der metropress presseagentur GmbH. Mit dem Olympischen Feuer auf der Bühne des großen Saales, war der Geist Olympias, an diesem Abend fast greifbar. Die Filmszenen von Rio, die auf der großen Leinwand zu sehen waren, berührten das Publikum noch immer. Der Freudentaumel der Beachvolleyballerinnen Laura Ludwig und Kira Walkenhorst, Fabian Hambüchen in seinem goldenen Moment am Reck, die Anspannung, die Erleichterung, das Glück der Athleten, sie traffen die Ballgäste mitten ins Herz und trugen zu einem unvergesslichen Abend bei.





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