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200 Jahre Senckenberg


200 Jahre Senckenberg - Festakt im Bockenheimer Depot
Motto: "GRENZENLOS. Woher wir kommen und wohin unsere Reise geht"

Frankfurt, 18.08.2017. Mit über 400 geladenen Gästen hat die Senckenberg-Gesellschaft für Naturforschung am Freitagabend in Frankfurt ihr 200-jähriges Jubiläum gefeiert. Mit einem „science slam” präsentierten Senckenberg-Wissenschaftler den Gästen aus Politik, Wissenschaft und Kultur, was aktuell im Mittelpunkt des Forschungsinteresses liegt. Heute betreibe die Gesellschaft Forschung fürs Leben, sagte Generaldirektor Volker Mosbrugger und betonte, dass Senckenberg mit 116 bedeutenden Forschungsorganisationen auf der ganzen Welt vernetzt sei, sich in den vergangenen zehn Jahren ganz besonders gut entwickelt habe. 300 Senckenberg-Wissenschaftler an elf Standorten sind mittlerweile in über 150 Ländern der Erde unterwegs.

Ihre Forschungen führen sie in die Tiefsee und an den Kilimandscharo ebenso wie in die Grube Messel bei Darmstadt und die hessischen Wälder. Ziel sei es, das "System Erde" als Ganzes zu verstehen, um die Lebensgrundlage für zukünftige Generationen zu erhalten, sagte Präsidentin Heraeus. Klimawandel und Artenvielfalt sind deshalb auch Schwerpunkte der Arbeit, die nach Darstellung Mosbruggers Antwort auf die Frage geben soll: "Wie müssen wir mit der Natur umgehen, damit wir auch künftig darin leben können?"

32 Frankfurter Bürger hatten die Vereinigung vor 200 Jahren gegründet, und natürlich hatte auch Johann Wolfgang von Goethe seinen Anteil daran. Die Bürgerinitiative versteht sich als Mittler zwischen Wissenschaft und Bürgern und nutzt das Jubiläumsjahr, um zu zeigen, wie lebendig sie ist. Deshalb war auch der Festakt im Frankfurter Bockenheimer Depot, gemäß den Worten von Präsidentin Beate Heraeus, keine "Buchsbaum-Veranstaltung", die das Publikum mit fadem Deko-Grün und langatmigen Reden misshandelt.

Mit Unterstützung von zahlreichen Sponsoren, wurde ein kurzweiliges Programm zusammengestellt, das den geladenen Gästen zeigen sollte, "woher wir kommen und wohin unsere Reise geht".
Die Senckenberg-Gesellschaft zollte ihren Gründern- und Vorvätern Respekt und Wertschätzung. Am Festabend wurde hervorgehoben, dass es in besonderer Weise darum geht, interessante und kuriose Dinge zu entdecken, zu sammeln und zu zeigen; 40 Millionen Objekte kamen so im Laufe der 200 Jahre zusammen.

Das nächste große Vorhaben der Gesellschaft ist der Um- und Ausbau des Museums in Frankfurt. Senckenberg möchte "die Forschung ins Museum bringen", sagte Mosbrugger. Dazu sollen die Ausstellungsstücke im Zusammenhang mit den Lebensräumen präsentiert und die Schnittstellen zwischen Natur und Kultur beleuchtet werden. 2018 soll mit der Modernisierung begonnen werden, welche die Bürgergesellschaft weitgehend aus Spenden finanzieren will.

Die Commerzbank-Stiftung ist Initiativförderer des Um- und Neubaus des Senckenberg Naturmuseums in Frankfurt am Main. Die Stiftung stellte bereits eine beachtliche Summe für den Umbau und die Neukonzeption des Museums zur Verfügung. Bankhaus Metzler und seel. Sohn & Co schloss sich mit einer namhaften Zuwendung an. 56 Millionen Euro sind insgesamt für den Umbau veranschlagt. Die Hälfte hat man nach Angaben Mosbruggers bereits beisammen. Für die andere Hälfte werden noch Sponsoren gesucht.

Die grüne Soße für den Festakt etwa spendet der Hessische Hof in Frankfurt, der amtlich behaupten kann, die beste "grie Soß" in ganz Hessen anzurühren. Silverspoon Catering übernahm die Bewirtung der Gäste am Buffetstand.

Mitarbeiter des Senckenberg-Chors studierten den "Earth Song" von Michael Jackson ein und präsentierten ihn als Zeichen daür das System Erde mit allen Facetten zu unserem Wohlergehen zu erhalten. Bundesforschungsministerin Johanna Wanka (CDU) betonte auf der Festveranstaltung, 200 Jahre Senckenberg stünden für „Neugier, Offenheit und Freiheit des Denkens”. Das Forschungsinstitut sei ein „Leuchtturm der deutschen Wissenschaftslandschaft.”

Der bekannte Astrophysiker, Naturphilosoph, Buchautor und Moderator Harald Lesch hielt in bekannter Manier den Festvortrag "Hilft uns der Kosmos aus der Klemme?" Prof. Dr. Matthias Kleiner, Präsident der Leibnitz-Gemeinschaft, brach extra wegen dem Festakt seinen Urlaub ab und würdigte die Arbeit der Senckenberg-Gesellschaft.

Der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) bezeichnete die Senckenberg-Gesellschaft als „Wissenschaft auf höchstem Niveau”. „Was sich einst aus der Idee von 32 Frankfurter Bürgern entwickelte, ist eine beeindruckende Erfolgsgeschichte geworden, die in Hessen ihren Anfang nahm und in die ganze Welt hinaus wirkt”, sagte er.

Oberbürgermeister Peter Feldmann ehrte den besonderen Anlaß mit einem Geschenk der Stadt Frankfurt: Künftig wird die U-Bahn-Station "Bockenheimer Warte" in "Bockenheimer Warte Senckenbergmuseum" umbenannt.



(TE)

Neujahrsempfang 2017 der Stadt Frankfurt am Main

Neujahrsempfang 2017 der Stadt Frankfurt am Main

Frankfurt, 12.01.2017. Circa eintausend Gäste kamen am Donnerstagabend zum Neujahrsempfang der Stadt Frankfurt, zu dem sich die Stadtgesellschaft Jahr um Jahr wieder im Januar im Römer einfindet. Oberbürgermeister Peter Feldmann sprach den Terroranschlag auf dem Berliner Weihnachtsmarkt an. Die Erinnerung an den Terroranschlag in Berlin sei noch frisch. Die Frage, ob der Frankfurter Weihnachtsmarkt geschlossen werden sollte, hatte im Raum gestanden. „Das machen wir nicht, und werden wir nicht machen“, rief Feldmann dem Publikum zu und betonte: "Wir lassen uns nicht einschüchtern"; "Die Grundwerte einer Verfassung sind nicht verhandelbar".

Er erinnerte an die Worte von Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) zur Verleihung des Ignatz-Bubis-Preises in der Paulskirche am Dienstag: Die Gesellschaft müsse die Fähigkeit bewahren oder zurückgewinnen, zwischen Wahrheit und Fake News zu unterscheiden. Sie müsse Hassparolen im Internet misstrauen. „Wir alle zusammen sind Frankfurt, Frankfurt ist eins“, sagte er staatsmännisch, und – mit Blick auf die CDU, die mehr Kameras im öffentlichen Raum befürwortet, bekannte er sich dazu, es würde dem Rechtsstaat nicht schaden, „wenn wir an der einen oder anderen Stellen nachbessern“, um „Angsträume“ zu vermeiden. "In Frankfurt darf es keine angstbesetzten Räume geben, Frankfurt ist ein Zuhause für Alle" und er lobte die Arbeit der Polizei. "Frankfurt ist eine familienfreundliche Stadt" und beschrieb seine politische Überzeugung mit den Worten: Arbeitsplätze sichern, Kinderarmut bekämpfen, Fluglärm senken, mehr Teilhabe ermöglichen, bezahlbare Mieten schaffen, sozialen Aufstieg fördern.

Danach hob er auf zehn Beispiele einer entsprechenden Politik des schwarz-rot-grünen Bündnisses ab, das seit Sommer die Stadt regiert, bevor er den beiden Partner eines mit auf dem Weg gab. Frankfurt, diese wachsende Stadt, in der 40 000 Wohnungen fehlten, und Menschen verdrängt würden, Frankfurt „braucht ein neues großes Wohngebiet, das sieht jeder. 2017 werden wir das diskutieren. Wir werden das entscheiden!“

Die städtischen Finanzen seien für das Jahr 2017 solide aufgestellt. Bereits im Jahr 2018 wird Frankfurt mehr als 750.000 Einwohner zählen. Die Stadt Frankfurt wird sich deshalb um den Wohnraumbedarf der kommenden Jahre kümmern. Auch bezüglich der Mietpreise wurde bereits im vergangene Jahr ein ABG Mietpreisstop beschlossen. Oberbürgermeister Peter Feldmann sagte diesbezüglich: "Wer in Frankfurt arbeitet, muss sich auch das Leben in Frankfurt leisten können", womit er für bezahlbaren Wohnraum eintrat. 11 neue Schulen sollen entstehen, jährlich 200 neue Betreuungsplätze, auch KiTa-Plätze werden weiterhin geschaffen werden.

Die Generalkonsulin Doyenne Aleksandra Djordjevic sprach sich für Frieden und grenzenloses Verständnis füreinander aus und gegen Fremdenfeindlichkeit in der Welt. Es muss unser aller Aufgabe sein uns der größer werdenden Kluft zwischen Armen und Reichen zu stellen. " Sie zitierte ein Zitat des ehemaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker (CDU), der einmal sagte: "Frieden kann man nicht gegeneinander gewinnen, sondern nur miteinander."

Die Festrede hielt FR-Chefredakteurin Bascha Mika zur Frage: „Populisten contra Gemeinsinn – was hält Stadt und Gesellschaft zusammen?“. „Wenn ganze gesellschaftliche Gruppen umstandslos als Parasiten, Kriminelle, gewissenlose Gesellen, Lügner oder Verräter beschimpft werden, geht es nicht mehr um Streit.“ Vielmehr werde ein „Kultur- und Klassenkampf heraufbeschworen, der diese Gesellschaft gezielt auseinandertreiben soll.“ Bis vor zwei Jahren habe sie Hassbriefe nach öffentlichen Auftritten kaum gekannt, sagte Bascha Mika: „Inzwischen sind sie an der Tagesordnung und zwar massenhaft.“

AfD, Pegida und anderen Gruppen sei es gelungen, „auch hierzulande eine nationalistische Dynamik in Gang zu setzen, die zunächst lächerlich erschien“. Die es aber nicht war. Ihr aktiv etwas entgegenzusetzen, sei die Aufgabe aller Verfechter einer offenen Gesellschaft. „Wir müssen für Demokratie einstehen und aufstehen“, sagte Bascha Mika: „Ohne Kompromisse.“
Auch im „vergleichsweise friedlichen Frankfurt“ sei das Engagement für Schwächere nicht ungefährlich. Mika erinnerte an den Angriff auf das Flüchtlingscafé „Projekt Shelter“ im Dezember. „Doch was typisch für diese Stadt ist: Kaum wurde der Überfall bekannt, gingen an die 100 Menschen auf die Straße, um zu protestieren. Um ein Zeichen zu setzen. Das ist gelebter Gemeinsinn.“

Die Pegida-Bewegung habe in Frankfurt nie ein Bein auf den Boden bekommen. Ebenso wenig wie Neonazis, die zuletzt durch zivilen Ungehorsam schon an der Anfahrt gehindert wurden. Das seien ermutigende Zeichen. Die offene Gesellschaft sei „auch ein Geschenk. Niemand soll es uns wegnehmen dürfen“, sagte Mika.



(TE)

50 Jahre Deutsch-Italienische Vereinigung e.V.

Jubiläumsfeier der Deutsch-Italienischen Vereinigung e.V. zum 50. Geburtstag im Kaisersaal des Frankfurter Römers

Viva l'Italia Viva Germania - 50 Jahre Italien am Main

Frankfurt, 18.10.2016. Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Deutsch-Italienischen Vereinigung e.V. empfing Oberbürgermeister Peter Feldmann deren Mitglieder und Gäste zu einem Abendempfang im Kaisersaal des Frankfurter Römers.

Oberbürgermeister Peter Feldmann würdigte das große Engagement der Vereinigung für den Brückenbau beim kulturellen und wissenschaftlichen Austausch zwischen Frankfurt und Italien. „Schon unsere gemeinsame römische Vergangenheit hat wie keine andere Zeitepoche die Basis zu unserer heutigen modernen europäischen Gesellschaft gelegt. Vieles, worum in der heutigen Europäischen Union mühsam gerungen wird, war bereits über Jahrhunderte angelegt“, so der Oberbürgermeister, "selbst der Name meines Rathauses Römer steht für unsere gemeinsame Vergangenheit", sagte Feldmann mit einem Augenzwinkern.

Neben Oberbürgermeister Peter Feldmann sprachen auch der italienische Generalkonsul Maurizio Canfora sowie der FAZ-Korrespondent Dr. Heinz-Joachim Fischer auf der Veranstaltung. Fischer beleuchtete in seiner Festrede die Wechselbäder zwischen Deutschen und Italienern.



(TE)

Serviceoffensive: VGF-Pilotprojekt auf der Linie U4

Kürzlich eröffnete die Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) an der stark frequentierten Hauptwache einen InfoPunkt, um ihren Fahrgästen direkt am Bahnsteig (U1, U2, U3 und U8 Richtung Südbahnhof) als Ansprechpartner zur Verfügung stehen zu können.

Am 26. April 2016 startet ein zweites Pilotprojekt mit dem Ziel, noch mehr Service zu bieten: Zwölf eigens geschulte Mitarbeiter des VGF-Fahrausweisprüfdienstes - der vom Dienstleister Wisag für die VGF durchgeführt wird - sind künftig von Montag bis Freitag zwischen 8 und 16.30 Uhr auf der U-Bahn-Linie U4 unterwegs. Die Prüfung der Fahrkarten wird hierbei nur noch eine ihrer täglichen Aufgaben sein.

Darüber hinaus stehen sie den Fahrgästen mit Rat und Tat zur Seite. Egal, ob es um Fragen zum Tarif geht, um Hilfestellungen beim Lösen der richtigen Fahrkarte oder um eine Auskunft, wie man vor Ort weiterkommt. „Wir haben für dieses Projekt gemeinsam mit unserem Dienstleister Wisag langjährige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ausgewählt, die sich immer wieder durch besonders kundenorientiertes Verhalten hervorgetan haben und zudem sehr kommunikativ sind“, so Dusan Jekic, der bei der VGF den Bereich Fahrausweisprüfdienst leitet. Als Ansprechpartner sind die Mitarbeiter durch ihrer Dienstkleidung eindeutig zu erkennen. Zunächst ungewohnt wird es sein, dass sie nicht, wie üblich, immer als Team, sondern durchaus auch einzeln anzutreffen sind. „So können sie zeitgleich an mehr Orten sein“, erklärt Jekic weiter.

Denn nicht nur in den Bahnen der Linie U4, sondern auch in den Stationen zwischen Seckbacher Landstraße und Bockenheimer Warte werden Fahrgäste künftig auf die mobilen Servicekräfte treffen: Das ermöglicht zeitintensive Gespräche und Hilfestellungen, beispielsweise Begleitung mobileingeschränkter Personen bis zu den Ausgängen, Hilfe beim Umsteigen oder auch der für viele Fahrgäste noch neue Vorgang des eTicket-Kaufs am Fahrscheinautomaten.

„Der Zeitraum für die Pilotphase bietet sich gerade jetzt an, da durch die Arbeiten am barrierefreien Ausbau auf der Linie U5 besonders viele Fahrgäste auch auf die Linie U4 ausweichen“, weiß Verkehrsdezernent Stefan Majer, der das neue Projekt der VGF unterstützt. Auch die Sperrung des Frankfurter S-Bahntunnels in den Sommerferien 2016 wird noch in den Zeitraum des Projekts fallen.
Nach Ablauf der Testphase wird es eine Auswertung geben, auf deren Grundlage entschieden wird, ob das Serviceangebot so gut angenommen wird, dass es dauerhaft eingerichtet und auf andere Linien ausgeweitet wird.

Das Pilotprojekt verfolgt noch einen zweites Ziel: Die hohe Präsenz des Prüfdienstes soll auch Fahrgäste, die es mit dem Ticketkauf nicht immer ganz genau nehmen, zum regelmäßigen Lösen von Fahrkarten animieren.
(TE)

Illegale Fütterung gefährdet Wildtiere - Bereits mehrere Wildtiere verendet

StadtForst bittet um Unterlassung der Wildtierfütterung im Oberräder Wald


Frankfurt, 22.03.2016.
Im Oberräder Wald im Bereich des Kesselbruchweihers wurden von Waldbesuchern Futterstellen für das Damwild angelegt. Dies führte bislang zu fünf dem StadtForst bekannten Fällen verendeter Tiere, die in der Nähe dieser Futterstellen aufgefunden wurden.

Die Hinweisschilder vor Ort fanden von den Verursachern bislang keine Beachtung. Damwild und andere Schalenwildarten ernähren sich von Gräsern sowie Trieben und Früchten der Waldbäume, die im Stadtwald ausreichend vorhanden sind.

Das Füttern von Wildtieren ist gem. § 30 Hessisches Jagdgesetz verboten, da eine nicht artgerechte Fütterung bei Wildtieren tödliche Krankheiten hervorrufen kann. Insbesondere für den menschlichen Verzehr vorgesehene Nahrungsmittel wie Brot, Gemüse und andere Küchenabfälle bewirken bei Wiederkäuern Schädigungen des Magen-Darm-Traktes, was zu Krankheiten bis hin zum Tod der Tiere führen kann.

Vor allem die männlichen Tiere verlieren ihre natürliche Scheu vor dem Menschen und werden mitunter aggressiv, was schwere Verletzungen durch angreifende Hirsche zur Folge haben kann. Der StadtForst warnt daher vor dem Auslegen von Futter aus falsch verstandener Tierliebe und bittet dringend darum, dies zu unterlassen.

(TE)

Defibrillatoren in U-Bahn-Stationen: 'Schnelle Hilfe an zentralen Orten'

Frankfurt, 02.03.2016.
Die Stadt Frankfurt stattet die 15 wichtigsten U-Bahn-Stationen mit Defibrillatoren aus. Verkehrsdezernent Stefan Majer konnte das erste Gerät am Mittwoch, 2. März, in der U-Bahn-Station Südbahnhof installieren. „Wenn das Herz still steht, geht es um Leben und Tod. Hilfe muss her, und zwar schnell“, stellt der Verkehrsdezernent fest. „In den U-Bahn-Stationen, die täglich von vielen Tausend Menschen betreten werden, befinden sich die Defibrillatoren an zentraler Stelle, quasi ‚mitten im Leben‘ – und Leben werden sie hoffentlich in Zukunft möglichst oft retten.“

Weitere Informationen wie Defibrillatoren genutzt werden und an welchen U-Bahn-Stationen sie vorhanden sind, sind dieser Meldung als PDF-Download [95 KB] angehängt.


(TE)



Frankfurt, 27.08.2015

Mit LTE-Geschwindigkeit (4G) in Frankfurts U-Bahnen surfen - 23 Kilometer U-Bahn Tunnel werden bis Frühsommer 2016 mit der schnelleren Breitband-Funktechnologie ausgestattet

Gemeinsam mit den drei Mobilfunk-Netzbetreibern Vodafone, Deutsche Telekom und Telefónica Deutschland wird das Mobilfunknetz der Frankfurter U-Bahn auf LTE-Geschwindigkeit modernisiert. Die drei Netzbetreiber installieren die neue Mobilfunktechnik, mit LTE sogar die aktuell schnellste breitbandige, mobile Internetanbindung. Trotz umfangreicher Bauarbeiten sollen Störungen des U-Bahnbetriebs weitgehend vermieden werden. Rund 300.000 Fahrgäste täglich zählt die VGF in ihren U-Bahnen.

Der Ausbau des Mobilfunknetzes erfordert eine gemeinschaftliche Investition der drei Netzbetreiber von rund 3,5 Millionen Euro. Jedes der Unternehmen baut dazu in einem gemeinsamen Raum an der Station „Hauptwache“ seine eigene Empfangstechnik auf, ähnlich einer Mobilfunkstation. Via Glasfaser werden die Daten als optisches Signal an neue Verstärker und Antennen in den Stationen und Tunneln transportiert. Diese nutzen alle drei Anbieter gemeinschaftlich, da nur so der nötige Strombedarf und die Klimatisierung der Netztechnik in der U-Bahninfrastruktur gesichert sind. Jede einzelne Netzkomponente wurde dazu von jedem Betreiber geprüft, erprobt und freigegeben.

Die Federführung des Gesamtprojekts in Frankfurt hat der Düsseldorfer Kommunikationsanbieter Vodafone. Er steuert in Abstimmung mit der VGF die Bauarbeiten. Sie folgen jeweils Abschnitt für Abschnitt den einzelnen Linien. An den Tunneln sind erforderliche Antennenwechsel während der verkehrsruhigen Nachstunden vorgesehen. Für den Einbau der Verteiler und weiterer Empfangsantennen in den unterirdischen Stationen müssen lediglich zeitweise Teilbereiche abgegrenzt werden.

Thomas Wissgott, Geschäftsführer und Arbeitsdirektor der VGF, begrüßt den Vertragsabschluß: „Schon seit 1998 werden in den unterirdischen Stationen der VGF GSM-Mobilfunksysteme betrieben. Den gestiegenen Kommunikations-Ansprüchen unserer Fahrgäste durch die umfangreiche Nutzung von Smartphones und Tablets wird die Modernisierung der Mobilfunkversorgung mit LTE nun gerecht.“ Dabei soll nicht zwischen Vertrags- und Prepaidtarifen unterschieden werden. Voraussetzung für den LTE-Empfang mit bis zu 100 Mbit/s ist ein Smart- bzw. iphone, dass diese Mobilfunktechnik unterstützt. Mobiltelefone mit 3G-Technologie können jedoch zumindest auch die volle UMTS-Geschwindigkeit nutzen.

Verkehrsdezernent Stefan Majer bestätigt: „Wir wollen ein modernes U-Bahnnetz, das nicht nur für die Mobilität seiner Kunden sorgt, sondern auch für deren Datenmobilität. Damit machen wir den Nahverkehr in unserer Stadt wieder ein Stück attraktiver. Gerade für die junge Fahrgast-Generation, aber auch für alle anderen ‚Junggebliebenen‘, ist eine sichere und schnelle Netzversorgung heute selbstverständlich.“

Für die drei Netzbetreiber äußert sich der zuständige Projektleiter Sonderprojekte bei Vodafone, Stefan Kröckel: „Als Netzbetreiber entwickeln wir die Mobilfunkversorgung stetig weiter. Dafür haben alle Netzbetreiber erst kürzlich neue Lizenzen erworben. In der Frankfurter U-Bahn profitieren die Kunden natürlich auch von der technischen Entwicklung – wir realisieren mit und für alle drei Anbieter in den Stationen und in den Tunnelröhren neueste Übertragungstechnik. Mit LTE wird jeweils die schnellstmögliche Netzanbindung ermöglicht. Der gemeinsame Ausbau reduziert Störungen des U-Bahn-Betriebs, was im Sinne aller Mobilfunkkunden und der Fahrgäste ist.“

Die Netzmodernisierung startet ab sofort an den Stationen „Hauptwache“ und „Konstablerwache“. Die Linien U1, U2, U3 und U8 werden zuerst in Richtung Miquelallee / Adickesallee, anschließend Richtung Südbahnhof ausgebaut. Danach folgt die Linie U4 in Richtung Seckbacher Landstraße beziehungsweise Bockenheimer Warte, zuletzt die Linien U6 und U7, zuerst in Richtung Kirchplatz, dann in Richtung Eissporthalle. Bei reibungslosem Ablauf der Arbeiten können dieselben im Frühjahr 2016 abgeschlossen sein.

Ausgeklammert sind die beiden Stationen „Hauptbahnhof“ und „Nordwestzentrum“. Am Hauptbahnhof sind schon viele Versorgungseinheiten der Netzbetreiber modernisiert. So hat Vodafone hier neben GSM- auch UMTS-Technik installiert und plant den LTE-Ausbau für 2016. Die U-Bahn-Station im Nordwestzentrum ist leider nicht mit dem Glasfasernetz in der U-Bahn verbunden, lässt sich daher in das aktuelle Projekt nicht einbinden. In den oberirdischen Bereichen der Trassen erfolgt die Mobilfunkversorgung durch die bestehenden Innenstadtnetze der einzelnen Betreiber. Vodafone etwa hat seine Netztechnik der gesamten Innenstadt von Frankfurt nahezu modernisiert, die LTE-Nachrüstung läuft aktuell auf Hochtouren.

Das Mobilfunknetz der U-Bahn in seiner bestehenden Struktur entstand schon vor zehn Jahren, es ist daher in den unterirdischen Bereichen nahezu ausschließlich für Sprachanbindungen ausgelegt. Nun wird das Netz im Sprach- und Datenbereich mit neuester Technik im GSM-, UMTS- und LTE-Bereich erneuert. Da das Einspeisen von UMTS und LTE auf die alte Bestandsanlage nicht möglich ist, muß diese Anlage demontiert und durch eine passive Antennenverkabelung ersetzt werden. Für LTE haben die drei Netzbetreiber das 2600 Frequenzband gewählt. Es gestattet mit mobilen Endgeräten besonders schnelle Internetanbindungen, im Vergleich mit einer Daten-Geschwindigkeit, die deutlich über der eines herkömmlichen DSL-Anschlusses, wie er im Festnetz verbreitet ist, liegt.

Das Frankfurter U-Bahn-Netz umfasst insgesamt 65 Kilometer, 60 oberirdische Haltestellen, davon sind 23 Kilometer unterirdisch mit 27 Tunnelstationen.



(TE)


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