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Internationaler Hochhauspreis 2018

Internationaler Hochhaus Preis 2018 - Bürohochhaus 'Torre Reforma' in Mexiko-Stadt gewinnt

Frankfurt, 01.11.2018.
Das Finale um den Internationalen Hochhaus Preis (IHP) 2018 ist entschieden:

Der Büroturm Torre Reforma in Mexiko-Stadt von L. Benjamín Romano gewinnt den mit 50.000 Euro dotierten Wettbewerb um das weltweit innovativste Hochhaus. Der Architekt Benjamín Romano nahm die Preisstatuette und das Preisgeld im Rahmen des Festaktes in der Frankfurter Paulskirche entgegen. Den Preis überreichten Dr. Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft der Stadt Frankfurt am Main, Dr. Matthias Danne, Finanz- und Immobilienvorstand der DekaBank und Peter Cachola Schmal, Direktor des Deutschen Architekturmuseums (DAM).

Mexiko-Stadt auf der Weltkarte wegweisender Hochhausarchitektur
Entgegen dem weltweit andauernden Trend hin zum Wohnturm sowie zu immer größeren mischgenutzten Projekten in Asien ist der diesjährige Preisträger größtenteils ein Bürogebäude mit zusätzlichem Restaurant und Fitnesscenter. Dabei ist allerdings nur die Art der Nutzung konventionell. Die in Mexiko-Stadt herrschende Erdbebenproblematik erfordert ein kluges Tragwerkskonzept, das dem 246 Meter hohen Büroturm sein signifikantes Erscheinungsbild verleiht.

Torre Reforma von Benjamín Romano bringt Mexikos Hauptstadt damit auf die Weltkarte wegweisender Hochhausarchitektur. Ein nicht minder spannender Aspekt ist der ungewöhnliche Weg der Projekt-finanzierung. Die Investorengruppe Fondo Hexa, S.A. de C.V. betrachtet ihre Projekte als langfristige Kapitalanlage und setzt deswegen auf eine besonders sorgfältige Planung, hochwertige Materialien und perfekte Details. So beeinflusst dieser vorausschauende wirtschaftliche Ansatz auch den architektonischen Entwurf positiv und könnte auch über Mexiko hinaus als Blaupause für erfolgreiche Projekte dienen.

Die charakteristische Fassade des Torre Reforma hat inmitten des Erdbeben-Risikogebiets Mexiko-Stadt mehr als nur ästhetische Gründe. Technisches Know-how und künstlerischer Anspruch haben gleichermaßen zu seiner einzigartigen Form beigetragen. Besonders deutlich wird dies in der Konzeption der zwei massiven Außenwände aus Sichtbeton. Zusammen mit der dritten, gläsernen Seite kreieren sie nicht nur einen äußerst ungewöhnlichen dreieckigen Grundriss, sondern sorgen auch für höchste Erdbebensicherheit.

Als solides Fundament reichen die Betonwände, in ihrer gesamten Breite von 1,20 Meter, 60 Meter in die Erde. Sie wurden im Bauprozess nach und nach gegossen: 70 Zentimeter pro Tag. Die Fugen zwischen den einzelnen Schichten dienen auch als Sollbruchstellen im Falle eines Erdbebens. Sie bieten den wirkenden Kräften einen Angriffspunkt, der die Statik nicht beeinträchtigt. Darüber hinaus kann sich das Gebäude im Falle eines Erdbebens mitbewegen, weil große Öffnungen als „Knautschzonen„ aus den massiven Wänden ausgespart sind. Außerdem laufen die Stahlstreben, die die Geschosse tragen, vor der Glasfassade in beweglichen Gelenken zusammen. Während des schweren Erdbebens im September 2017 hat sich dieses Konzept bereits als wirkungsvoll erwiesen. Zurück blieben nur ein paar feine, ungefährliche Risse in den Betonfugen. Die verglaste Seite des Turms öffnet sich in ihrer gesamten Breite zum Stadtpark Bosque de Chapultepec. Sonnenblenden aus Aluminium ermöglichen den Einfall von Tageslicht ohne Aufheizen in der starken mexikanischen Sonne. An dieser Fassade lässt sich auch die Gliederung in Cluster von je vier Geschossen ablesen. Das ausgefeilte, außenliegende Tragwerk erlaubt, dass die Büroräume voll-kommen stützenfrei bleiben. Um zusätzliche Nutzfläche zu schaffen, sprengen die Geschosse an der Glasfassade das enge Korsett des Dreiecks. Die scheinbar ebene Fassade bildet nach vorne eine kaum wahrnehmbare vierte Ecke. Diese kragt mit zunehmender Höhe immer weiter aus, um die Fläche der attraktivsten, obersten Geschosse zu vergrößern.

Am Boden bezieht der Torre Reforma die angrenzende historische Villa mit ein, indem er zusammen mit ihr das öffentliche Foyer umschließt. In der Mitte des Gebäudes, gut erreichbar für alle Nutzer, liegen die Terrasse, das Auditorium und die Konferenzräume. Ab einer Höhe von 200 Metern knickt eine der beiden Betonwände auffällig nach innen ab. Grund dafür ist eine Bauvorschrift. Die Hochhäuser an der Prachstraße Paseo de la Reforma dürfen maximal doppelt so hoch sein, wie die Straße breit ist. Darüber ist ein Rücksprung oder eine Verjüngung vorgegeben. Durch Romanos kreativen Umgang mit dieser Vorschrift ändert sich je nach Blickwinkel nicht nur die Materialität des Gebäudes, sondern auch seine skulpturale Form.

Ökologische Aspekte/Nachhaltigkeit
LEED-Platin-Zertifizierung. Verpflichtung zur CO2- Neutralität bis 2030. Regen- und Abwasser werden ohne Abfluss in die städtische Kanalisation vollständig für die Kühltürme der Klimaanlage wiedergenutzt. Natürlich belüftete Patios und horizontale Sonnenblenden aus Aluminium verschatten die Glasfassade. Ein automatisches System parkt 480 Autos ohne Abgasausstoß. Das Parkhaus kann wegen der Geschosshöhe von drei Metern nach einer möglichen Verkehrswende in Büroflächen umgewandelt werden. Zur Optimierung der Energieeffizienz wird die Gebäudetechnik jedes Clusters einzeln überprüft. Stadtweit wurden als Bestandteil der Baugenehmigung 80.000 Bäume neu gepflanzt.

Aus der Jurybegründung
Auf dem Weg zur Entscheidung ging es in der breiten Diskussion der Jury unter anderem darum, wie ein Hochhaus zum Stadtgefüge und urbanen Leben beiträgt. Darüber hinaus wurden unter anderem folgende Aspekte analysiert: zukunftsweisende Gestaltung, Funktionalität, innovative Bautechnik, städtebauliche Einbindung, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit.

Begeistert fasste Kai-Uwe Bergmann die Diskussion zusammen: „Der Torre Reforma ist eines der komplexesten Hochhausprojekte, die ich je gesehen habe. Benjamín Romano war hier extrem wagemutig, ist viele Risiken eingegangen und hat dadurch einen hochintelligenten Ansatz gefunden. Seine Lösung sieht nicht nur völlig unkonventionell aus, sondern ist es auch. Ihm ist eine unmissverständlich lokale Typologie für einen Standort auf der Prachtstraße von Mexiko-Stadt gelungen. Das Hochhaus bietet zwei völlig unterschiedliche Ansichten, sodass man es beinahe nicht wiedererkennen würde, würde man es nur von einer Seite
kennen."

Wie ein geöffnetes Buch zwischen zwei Sichtbetonwänden
Wie ein riesiger urbaner Obelisk oder ein geöffnetes Buch zwischen zwei Sicht-betonwänden hebt sich der Torre Reforma von den umliegenden Hochhäusern ab, nicht nur wegen seiner Höhe. Benjamín Romano hat mit den massiven Wänden an die baulichen Traditionen der Azteken angeknüpft und diese modern interpretiert. Der Torre Reforma war das Gebäude, das sowohl die Ingenieure als auch die Architekten in der Jury am stärksten begeisterte – als meisterhafter Ausdruck eines neuen Nachdenkens über das Hochhaus und somit als würdiger Preisträger. Es ist ein Gebäude, das in den Augen der gesamten Jury all das verkörpert, was sich Benjamín Romano selbst zum Ziel gesetzt hat: Nachhaltigkeit, modernste Technologie und gut strukturierte Räume kunstvoll miteinander zu verbinden.

Statements des Preisträgers und der Partner des IHP
L. Benjamín Romano bedankte sich: „Dieser Preis bedeutet mir besonders viel, weil er von meinen Fachkollegen kommt. Von Architekten, Ingenieuren und Immobilienentwicklern, die nicht nur das Gebäude an sich schätzen, sondern die inhärenten finanziellen, ingenieurstechnischen, umweltbedingten und normativen Herausforderungen. Ich glaube, die beste Architektur ist die, die Antworten auf diese Herausforderungen findet. Eine Architektur, die sich aus Anforderungen, Kontext und Realität ergibt und nicht nur aus der Vorstellungskraft oder dem ästhetischen Empfinden eines Einzelnen.

Dr. Matthias Danne, Finanz- und Immobilienvorstand der DekaBank, erklärte: „Das Gebäude zeigt durch seine innovative und erdbebensichere Konstruktion im wahrsten Sinne des Wortes Rückgrat. Torre Reforma beeindruckt darüber hinaus durch seinen kreativen Umgang mit Baumaterialien, mit einem ausgefeilten Trag-werkskonzept und hoher Energieeffizienz.„

Der Direktor des Deutschen Architekturmuseums (DAM), Peter Cachola Schmal, zeigte sich auch vom Geschäftsmodell des Architekten beeindruckt: „Benjamín Romano beweist, dass ein einziger Architekt die Baustandards auf seinem Gebiet und in seiner Stadt neu definieren kann. Zuerst hat er Investoren gewonnen, die das Grundstück erworben haben, den Entwurf entwickelt, eine massive Konstruktion fernab aller üblichen Vorhangfassaden erdacht und seine Statiker davon überzeugt, seiner Idee zu folgen. Und dann hat er es gebaut. Wir sind erstaunt, dass eine solch ganzheitliche Herangehensweise heutzutage möglich ist und sind überwältigt von diesem fantastischen Resultat. Romano zeigt uns, dass dieser Ansatz in bestimmten Ländern wirklich etwas bewegen kann.„
Dr. Ina Hartwig, die Kulturdezernentin der Stadt Frankfurt am Main, äußerte sich begeistert: „Torre Reforma besticht mit seiner außergewöhnlich klaren, fast skulpturalen Architektur und seinem dreieckigen Grundriss. Die futuristische Fassade gibt den Blick auf einen der größten Stadtparks der Welt frei. Sein sensibles und intuitives Design reagiert in beeindruckender Art und Weise auf die lokalen topographischen Herausforderungen. Der neue Bau verkörpert nicht nur die fortschreitende Entwicklung Mexikos, sondern integriert behutsam ein denkmal-geschütztes Gebäude des historischen Stadtbezirks. Optisch überzeugend und umweltfreundlich, ist dieses Projekt ein mehr als verdienter Gewinner des Internationalen Hochhaus Preises 2018 und zeigt, dass Mexiko im internationalen Vergleich zukunftsweisende architektonische Lösungen bereithält.

Während der Preisverleihung wurden auch die übrigen vier Finalisten geehrt:

MahaNakhon (Bangkok/Thailand) von Büro Ole Scheeren, Bangkok/Thailand und OMA Office for Metropolitan Architecture, Peking/China
Beirut Terraces (Beirut/Libanon) von Herzog & de Meuron, Basel/Schweiz
Chaoyang Park Plaza (Peking/China) von MAD Architects, Peking/China
Oasia Hotel Downtown (Singapur) von WOHA, Singapur

Aus über 1.000 Hochhäusern, die innerhalb der letzten zwei Jahre weltweit fertig-gestellt wurden, hatte das Deutsche Architekturmuseum (DAM) 36 herausragende Gebäude aus 15 Ländern nominiert. Eine internationale Expertenjury aus Architekten, Tragwerksplanern und Immobilienspezialisten unter der Leitung von Kai-Uwe Bergmann, Partner des IHP 2016 Gewinners BIG - Bjarke Ingels Group, wählte daraus fünf Finalisten.

Der Internationale Hochhaus Preis wurde 2003 gemeinsam von der Stadt Frankfurt am Main, dem Deutschen Architekturmuseum und der DekaBank initiiert und 2004 zum ersten Mal vergeben. Seitdem wird er alle zwei Jahre kooperativ organisiert und finanziert. Somit fand in diesem Jahr die Preisverleihung in der Frankfurter Paulskirche zum achten Mal statt. Der IHP richtet sich an Architekten und Bauherrn, deren Gebäude mindestens 100 Meter hoch sind und in den vergangenen zwei Jahren fertiggestellt wurden. Auf dem Weg zur Entscheidung ging es in der breiten Diskussion der Jury unter anderem darum, wie ein Hochhaus zum Stadtgefüge und urbanen Leben beiträgt. Darüber hinaus wurden unter anderem folgende Aspekte analysiert: die übergreifende Aussage, die skulpturalen Qualitäten, das statische Konzept, die Nutzungsmischung sowie die Balance zwischen Wirtschaft und Kultur.

Das Deutsche Architekturmuseum zeigt alle nominierten Projekte
Die Ausstellung „Best Highrises 2018/19 – Internationaler Hochhaus Preis 2018„, die das Deutsche Architekturmuseum (DAM) vom 3. November 2018 bis 3. März 2019 in Frankfurt zeigt, präsentiert nicht nur den Preisträger und die Finalisten, sondern alle 36 nominierten Projekte.

Background-Informationen zu L. Benjamín Romano

Benjamín Romano lebt und arbeitet als Architekt in Mexiko-Stadt und ist Gründer des Architekturbüros LBR&A. Er war leitender Architekt des Torre Reforma, ein 57-geschossiges Hochhaus mit Sichtbetonfassade, das einen Ausblick auf den weitläufigen Chapultepec Park in Mexiko-Stadt gewährt. LBR&A hat zahlreiche Büro- und Wohnhausgebäude konzipiert sowie auch kulturelle und industrielle Projekte umgesetzt. Das Büro ist bekannt für seinen Fokus auf zeitgemäßes Design, High-Tech-Lösungen, Nachhaltigkeit und große räumliche Flexibilität – Aspekte, die vor allem Romanos Verständnis von Architektur entspringen.

Sein erstes Bauprojekt schloss Romano 1978 ab, noch während er seinen Bachelor-Abschluss in Architektur und Stadtplanung an der Universidad Iberoamericana absolvierte. Bereits in den ersten Jahren an der Universität begann er im Büro von Heberto Castillo, einem bekannten mexikanischen Ingenieur und Experten für räumliches Tragwerk, zu arbeiten.
Nach mehreren Finanz- und Wirtschaftskrisen in Mexiko eröffnete Romano 1985 sein Büro LBR&A und beschloss, sich als Architekt auch auf den Bereich der Immobilienentwicklung zu konzentrieren.
Romano lehrt seit 1982 in verschiedenen Funktionen an der Universidad Iberoamericana und hält weltweit Vorträge; die Harvard Graduate School of Design hat ihn 2016-17 als ‘Expert in Residence’ eingeladen und er war ‘Visiting Affiliated Faculty Member’ am CGBC (Harvard Center for Green Buildings and Cities).

Die wiederholten Wirtschaftskrisen in Mexiko, seine Tätigkeit als Architekt und Ingenieur sowie als Dozent an Universitäten führten zur Schaffung von nachhaltigen Projekten mit flexiblen Raumkonzepten und hochwertiger Architektur, die dennoch profitabel sind. Romano wurde für seine Arbeit international mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit der Goldmedaille der XIV Architekturbiennale in Mexiko, dem ACEC Diamond Award in New York, als bestes mexikanisches Bauprojekt 2016 durch die Zeitschrift Obras sowie 2014 mit dem Augusto A. Alvarez Award für Exzellenz als Architekt durch die FCARM Federation Colleges of Mexican Architects, mit der Silbermedaille der XI, XII und XIII Architekturbiennale in Mexiko, dem PCI Design Awards Program und 2011 mit dem Luis Barragan Award for Professional Merit in Professional Practice in Architecture durch CAM-SAM (Colegio de Arquitectos de la Ciudad de México y la Sociedad de Arquitectos Mexicanos).



(TE)

Frankfurt ist Gigabit City

Superschnelle Internet-Anschlüsse für rund 90 Prozent aller Frankfurter Haushalte ab sofort verfügbar

Frankfurt, 31.10.2018
. In Hessen beginnt das Gigabit-Zeitalter: Frankfurt ist dort die erste Gigabit City des Kabelnetzbetreibers Unitymedia. Rund 380.000 Haushalte mit Kabelanschluss – das entspricht etwa 90 Prozent aller Frankfurter Haushalte – können ab sofort einen Hochgeschwindigkeits-Internetzugang mit einem Tempo von bis zu einem Gigabit pro Sekunde im Download buchen. Das hat der Kabelnetzbetreiber Unitymedia am Mittwoch, 31. Oktober, während eines Code+Design Camps für Schüler und Jugendliche beim Frankfurter Internetknoten-Betreiber DE-CIX bekanntgegeben. Der Startschuss erfolgte im Beisein von Unitymedia CEO Winni Rapp, Frankfurts IT-Dezernent Jan Schneider sowie Lucia Falkenberg, Chief People Officer bei DE-CIX.

Voraussetzung für die digitale Transformation Deutschlands sind leistungsfähige Netze, durch die Daten mit Gigabit-Tempo rauschen können. Mit den Anwendungen und Diensten der Zukunft steigen auch die Anforderungen an die Menschen in der digitalen Gesellschaft. Um darauf bestmöglich vorbereitet zu sein, bieten Code+Design Camps Schülern und Jugendlichen schon frühzeitig einen Einblick in die Welt der Programmierung und Web-Entwicklung. Unitymedia unterstützt deshalb die CODE Initiative, die Jugendlichen in kostenlosen Code+Design Camps praxisbezogenes Wissen in der Entwicklung digitaler Technologie vermittelt.

Für den Tempozuwachs hat Unitymedia in den vergangenen Monaten sein glasfaserbasiertes Kabelnetz in Frankfurt mit gigabitfähigen Netzelementen ausgestattet, den neuen Daten-Übertragungs- standard DOCSIS 3.1 implementiert und für die Kunden aktiviert. Der Standard ist Basis für die gigaschnelle Datenübertragung im Kabelnetz. Winni Rapp sagte: „Heute macht Deutschland einen weiteren Schritt in Richtung Gigabit-Gesellschaft. Mit den Gigabit Citys zeigen wir, dass es möglich ist, nahezu flächendeckend superschnelles Internet anzubieten – in relativ kurzer Zeit, mit cleverer Technik und dem neuen Übertragungsstandard DOCSIS 3.1. Nach dem Start in Bochum mit 170.000 Haushalten können wir in Frankfurt sogar mehr als doppelt so viele Kunden mit dem Gigabit-Zugang erreichen. Das ist ein weiterer Meilenstein für Unitymedia und zeigt das riesige Potenzial, das in den glasfaserbasierten Kabelnetzen steckt. Wer superschnell im Internet unterwegs sein möchte, ist bei Unitymedia gut aufgehoben.“

„Auf schnelle Internetzugänge können die Bürgerinnen und Bürger, aber auch die Unternehmen nicht mehr verzichten. Gerade in der Finanzmetropole Frankfurt profitieren sie enorm von Breitbandanbindungen, die zeitgemäßes Arbeiten unterstützen. Deshalb freue ich mich über die Initiative von Unitymedia, Frankfurt zur Gigabit City zu machen: Mit Übertragungsraten von 1.000 Mbit/s gehören die Haushalte jetzt zu den am besten versorgten in Deutschland“, erläuterte Stadtrat Jan Schneider.

„Bei DE-CIX in Frankfurt werden regelmäßig Rekorde beim Datendurchsatz gebrochen und die angeschlossene Kapazität an unserem Flaggschiff-Exchange steigt jährlich um fast 20 Prozent. Für Privathaushalte sind Übertragungsraten von 1.000 Mbit/s ein großer Schritt und Unitymedia spricht dabei völlig zu Recht von superschnellem Internet. Frankfurt gilt als führender europäischer „Digital Hub“ – diese Position dürften die Gigabit-Zugänge für Privathaushalte festigen“, stellte Lucia Falkenberg fest.




(TE)

Frankfurts neue Straßenbahn: Alstom Typ "T"


Die Frankfurter Straßenbahn bekommt ein neues Gesicht

Auftrag für 43 neue Straßenbahnen geht an Alstom

Frankfurt, 19.06.2018
. Die Frankfurter Straßenbahn bekommt ein neues Gesicht. Mit der Vergabe der 2017 ausgeschriebenen Straßenbahnwagen vom Typ „T“ an den französischen Hersteller Alstom springt die VGF in eine neue Zeit – zumindest, was die äußere Form der Straßenbahnwagen betrifft. Das äußerliche Erscheinungsbild der in den vergangenen Jahrzehnten beschafften Fahrzeuge war – wie fast überall in Deutschland – hauptsächlich von dem Dreiklang „rechteckig, praktisch, gut“ bestimmt. Mit den nun bestellten Fahrzeugen wechselt die VGF zu einem Design, das die Modernität des Systems Straßenbahn ebenso zum Ausdruck bringt wie die Internationalität der Stadt Frankfurt.

„Ich bin sicher, dass das neue Erscheinungsbild der Frankfurter Straßenbahn zu einem Markenzeichen der Stadt Frankfurt werden und ebenso die Zukunftsfähigkeit des Systems Straßenbahn zum Ausdruck bringen wird. Wir bedanken uns bei Alstom für das gelungene Design“, sagte dazu der Frankfurter Verkehrsdezernent Klaus Oesterling, der auch Aufsichtsratsvorsitzender der VGF ist. Das neue Design wurde von Alstom speziell für Frankfurt entwickelt.


Der von Alstom gewonnene Auftrag stammt aus einer Ausschreibung der VGF für die Beschaffung von 38 Niederflurwagen aus dem Jahr 2017. Sie enthielt außerdem eine Option zur Beschaffung weiterer 15 Fahrzeuge. Aufgrund der gestiegenen Fahrgastzahlen und der ebenfalls weiter steigenden Einwohnerzahlen hat der Aufsichtsrat der VGF beschlossen, schon jetzt fünf weitere Fahrzeuge aus dieser Option zu beschaffen, sodass die Anzahl der heute bestellten Fahrzeuge auf 43 steigt. Diese Zusatzbestellung steht noch unter dem Gremienvorbehalt der Zustimmung der Gesellschafterversammlung der Stadtwerke Holding.

„Mit der nun vorgenommenen Beschaffung und der vereinbarten Option sind wir in der Lage, nicht nur die älteren Wagen vom Typ ‚R‘ aus den neunziger Jahren zu ersetzen, sondern wir werden der aus der steigenden Einwohnerzahl erwachsenden zusätzlichen Nachfrage bis weit ins nächste Jahrzehnt nachkommen können“, so Oesterling. „Bei Bedarf sind wir in der Lage, jederzeit nachzubestellen.“ Der Verkehrsdezernent sagte in diesem Zusammenhang, die VGF bereite derzeit auch die außerplanmäßige Beschaffung zusätzlicher U-Bahn-Wagen vor. Damit – und mit den neuen Straßenbahnen – werde die VGF insgesamt für die Herausforderungen der Zukunft gerüstet sein.

VGF-Geschäftsführer Michael Rüffer sagt zu den neuen Fahrzeugen, die technisch auf vielen Elementen der Alstom-Serie „Citadis X05“ basieren: „Die von uns nun neu bestellten Fahrzeuge erfüllen die neusten Standards und bieten darüber hinaus einige Neuigkeiten“. Während die Vollklimatisierung schon seit Jahren Standard sei, seien die neuen Fahrzeuge im Inneren zu hundert Prozent niederflurig und damit sowohl im Zustieg als auch im Inneren barrierefrei. Große Panoramafenster böten nicht nur den Fahrgästen eine gute Aussicht, sondern sorgten gemeinsam mit einer LED-Beleuchtung im Fahrzeuginnern für angenehme Lichtverhältnisse. Großzügige Mehrzweckflächen böten Rollstuhlfahrern, Kinderwagen und Fahrrädern ausreichend Raum. Eine vierte Tür pro Seite diene dem schnelleren Fahrgastwechsel. Und: „Mit einem für die Straßenbahn neuen Fahrgastinformationssystem, das auf Bildschirm-Displays beruht, und einem Fahrerassistenzsystem, das dem Fahrer hilft, Hindernisse besser zu erkennen, bietet der neue Straßenbahnwagen Innovationen, die sowohl den Fahrgästen, als auch unserem Fahrpersonal dienen“, so Rüffer weiter.

Die Fahrzeuge bieten weiter standardmäßig eine Reihe von Optionen: Sie sind sowohl für die Einrichtung von W-LAN vorbereitet, als auch für batterieelektrischen Betrieb nachrüstbar, sollten beim weiteren Ausbau des Frankfurter Straßenbahnnetzes auch fahrdrahtlose Abschnitte zu befahren sein. Für besonders wichtig hält Rüffer die Möglichkeit, die Fahrzeuge mit einem zusätzlichen Mittelteil nachzurüsten: „Damit schaffen wir eine kostengünstige Möglichkeit, unsere Kapazitäten zu vergrößern. Allerdings müssen bis dahin noch einige Anpassungen im Streckennetz vorgenommen werden.“

Mit der Lieferung der ersten Fahrzeuge ist Ende 2020 zu rechnen. Die ersten neuen Fahrzeuge werden die nicht barrierefreien Fahrzeuge vom Typ „Pt“ ersetzen, die vom Winterfahrplan an wegen der starken Nachfrage übergangsweise reaktiviert werden. Das Gesamtauftragsvolumen für die 43 Fahrzeuge beträgt 113,5 Millionen Euro.

Mit dem nun vergebenen Auftrag schafft die VGF erstmals Fahrzeuge des französischen Herstellers Alstom an. Alstom, in Deutschland vor allem als Produzent des französischen Hochgeschwindigkeitszugs TGV bekannt, ist einer der weltweit größten Schienenfahrzeug-Hersteller. Alstom steht wie kein anderes Unternehmen für die Renaissance der Straßenbahn. Das Unternehmen hat für zahlreiche neue beziehungsweise wiedererstandene Straßenbahnbetriebe die Fahrzeuge geliefert, so zum Beispiel für Paris, Reims, Lyon, Strasbourg, Bordeaux, Barcelona, Rabat, Tunis, Istanbul, Sydney oder Jerusalem. Markenzeichen von Alstom ist das besonders auf die jeweiligen Städte abgestimmte Design.

Alstom zeigte sich hocherfreut über den Auftrag aus Frankfurt. „Wir freuen uns über das Vertrauen der VGF in die Straßenbahnen von Alstom. Die Stadt Frankfurt erlebt derzeit ein rasantes Wachstum. Alstom ist stolz, mit unseren Fahrzeugen einen attraktiven Beitrag zur Mobilität in Frankfurt leisten zu können“, so Dr. Jens Sprotte, Leiter Geschäftsbereich Stadtverkehr & Systeme von Alstom in Deutschland und Österreich. „Wir sind sicher, dass wir auch in Frankfurt mit unseren Produkten zur Zufriedenheit der Fahrgäste überzeugen können.“


(TE)


Quelle: Hauptamt und Stadtmarketing, Römerberg 32, 60311 Frankfurt am Main, Fotos: Copyright VGF


Frankfurt School of Finance & Management - Eröffnungsfeier für den neuen Campus


Frankfurt, 26.10.2017.
Afrikanische Trommler trommelten zur Eröffnung, die Hollywood Connection Band spielte für die zahlreich erschienen Gäste. FS-Präsident, Professor Dr. Udo Steffens, eröffnete feierlich den neuen Campus an der Adickesallee 32-34 in Frankfurt. Anwesend waren unter anderem der ehemalige Hessische Ministerpräsident Roland Koch, Ex-Bürgermeisterin Petra Roth, Stadtrat Markus Frank, der Publizist Alfred Grosser und Hessens Finanzminister Thomas Schäfer.

2017 ist ein besonderes Jahr für die Frankfurt School. Nach 16 Jahren zog die FS auf den architektonisch wunderschönen neuen Campus um. Die Hochschschule wurde auf dem ehemaligen Areal der Oberfinanzdirektion Frankfurt errichtet. Das Gebäude umfasst 5 markante Türme und insgesamt 8 Stockwerke. Lichtdurchflutet, transparent über vier Stockwerke, mit Terrassen und kleinen Balkonen erstreckt sich die Mall im Inneren des Gebäudes – aus Verbundenheit zur Stadt Frankfurt „Zeil des Wissens“ genannt. Als zentraler Treffpunkt ähnelt sie einer Flaniermeile. Von hier gelangen Studenten, Mitarbeiter und Gäste zu den Seminarräumen, dem Audimax mit 400 Plätzen, dem Restaurant und dem Deli im Eingangsbereich. Im dem mit großen Tageslichtfenstern versehenen Foyer lockt ein Café, Wohnheime sind entstanden und im nächsten Jahr soll ein eigenes Fitnessstudio folgen.

Frankfurt School of Finance & Management



110 Millionen Euro hat die Hochschule in den neuen Campus investiert, der nun zum Beginn des Wintersemesters von den Studierenden genutzt wird. Staatliche Zuschüsse gab es keine. „Der Campus meißelt unsere Vision von einer führenden Wirtschaftsuniversität in Europa quasi in Stein“, betonte Hochschulpräsident Udo Steffens. In 15 Jahren soll der Baukredit abbezahlt sein, denn der Neubau der Frankfurt School wurde rein privat finanziert, nur 63 Millionen lieh sich die Hochschule von Banken. Selbst das Grundstück habe man dem Land abkaufen müssen, sagte Steffens. Dabei werde so etwas anderswo zu symbolischen Preisen von einem Euro überlassen.

2.230 Studenten studieren an der Frankfurt School in den akademischen Programmen Management-, Wirtschafts- und Finanzthemen. Sie können einen Bachelor, einen Master- oder MBA-Abschluss erlangen. Dazu stecken noch knapp 3.200 junge Leute in berufsbegleitenden Programmen, wie dem Fachwirt für Bankkaufleute. Über 25.000 Teilnehmer absolvieren pro anno diverse Trainings- und Weiterbildungsmaßnahmen. Bei der Studentenanzahl ist auch noch Potential nach oben vorhanden. Es gibt auch noch Reserveflächen auf dem benachbarten Campus II, unterstrich Professor Dr. Steffens. Dort soll 2018 die Sporthalle gebaut werden. Die Schule besitzt auch ein eigenes Finance Lab mit modernen Dual-Split-Monitoren und die Studierenden können Kurse in Programmiersprachen, wie z.B. Python oder Java belegen. 64 Professoren arbeiten am Campus. Höchstens 60 bis 80 Studenten sollen in einem Raum eine Vorlesung besuchen. Die Hörsäle seien extra so gestaltet, dass der Dozent mit ein paar Schritten auch nahe bei den Studenten in der letzten Reihe ist und Steffens fügte hinzu: "bei denen, die ihnen sonst wegpennen würden".

Professor Steffens macht klar, was die Privat-Uni ausmacht: Eine strenge Auswahl der Bewerber, kleine Lerngruppen, Betreuung rund um Wohnen und Gesundheit, Serviceangebote für die Eltern. Die Inhalte des Studiums seien am Ende nicht viel anders als bei den Mitbewerbern. Im Unterschied zu einer staatlichen Hochschule wie der Frankfurter Goethe-Universität lässt die Frankfurt School nur einen Bruchteil an Studenten pro Semester zu, von 7 Bewerbern wird etwa ein Student zugelassen. 35 Prozent aller Studenten erhalten in irgendeiner Form ein Stipendiat, also jeder dritte Student. Zugelassen werden für den Bachelor insg. 250 Studenten, 300 für den Master und 175 für den MBA. Die Studiengebühren rechtfertigt Steffens mit kleinen Lerngruppen und individueller Betreuung. „Wir kümmern uns um jeden einzelnen Studenten“, sagte der Präsident. Das hat seinen Preis: 7.000 Euro kostet ein Bachelor-Studium je Semester, für einen zweijährigen Master sind insgesamt 30.000 bis 45.000 Euro fällig. Dies klingt nur für deutsche Verhältnisse hoch, international betrachtet, sind die Studiengebühren sogar günstig. Für die Frankfurt School könne er sagen, dass bereits 98 Prozent der Absolventen spätestens drei Monate nach Ende des Studiums einen Arbeitsplatz fänden.

Und: "Der Brexit werde noch mehr Studenten an die Hochschule bringen", ist er überzeugt. Das Ziel: eine europäische Top-Adresse zu werden. Um das Studium an der Frankfurt School noch werthaltiger für die Studenten, die Universität noch attraktiver für Wissenschaftler und Hochschullehrer zu machen, hat sich die Frankfurt School ehrgeizige Ziele gesetzt. „Wir wollen in einigen Jahren zu den führenden Business Schools in Europa aufschließen“, betonte Steffens.

Dass sich zahlreiche Frankfurter Bürgerfamilien, ein großer Teil der in Frankfurt angesiedelten Finanzwirtschaft und wichtige Industrieunternehmen als Förderer der Hochschule auszeichnen, bezeichnete Hessens Finanzminister Thomas Schäfer als ein beispielhaftes Zeichen bürgerschaftlichen Engagements. „Der Finanzstandort Frankfurt bekommt einen neuen Leuchtturm“, schrieb er der Privatuni anerkennend ins Stammbuch.

Die Frankfurt School ist quasi der Idealfall "The best case" einer Hochschule. In einer solchen Atmosphäre zu lernen ist sicherlich angenehmer als überfüllte Hörsäle in staatlichen Schulen zu besuchen. Die Infrastruktur und der Service der FS bietet alles, was Studenten anderswo vermissen müssen. Es bleibt zu hoffen, dass sich auch staatliche Hochschulen an diesem Konzept orientieren, soweit Ihnen die Mittel dafür zur Verfügung gestellt werden.




(TE)

200 Jahre Senckenberg


200 Jahre Senckenberg - Festakt im Bockenheimer Depot
Motto: "GRENZENLOS. Woher wir kommen und wohin unsere Reise geht"

Frankfurt, 18.08.2017. Mit über 400 geladenen Gästen hat die Senckenberg-Gesellschaft für Naturforschung am Freitagabend in Frankfurt ihr 200-jähriges Jubiläum gefeiert. Mit einem „science slam” präsentierten Senckenberg-Wissenschaftler den Gästen aus Politik, Wissenschaft und Kultur, was aktuell im Mittelpunkt des Forschungsinteresses liegt. Heute betreibe die Gesellschaft Forschung fürs Leben, sagte Generaldirektor Volker Mosbrugger und betonte, dass Senckenberg mit 116 bedeutenden Forschungsorganisationen auf der ganzen Welt vernetzt sei, sich in den vergangenen zehn Jahren ganz besonders gut entwickelt habe. 300 Senckenberg-Wissenschaftler an elf Standorten sind mittlerweile in über 150 Ländern der Erde unterwegs.

Ihre Forschungen führen sie in die Tiefsee und an den Kilimandscharo ebenso wie in die Grube Messel bei Darmstadt und die hessischen Wälder. Ziel sei es, das "System Erde" als Ganzes zu verstehen, um die Lebensgrundlage für zukünftige Generationen zu erhalten, sagte Präsidentin Heraeus. Klimawandel und Artenvielfalt sind deshalb auch Schwerpunkte der Arbeit, die nach Darstellung Mosbruggers Antwort auf die Frage geben soll: "Wie müssen wir mit der Natur umgehen, damit wir auch künftig darin leben können?"

32 Frankfurter Bürger hatten die Vereinigung vor 200 Jahren gegründet, und natürlich hatte auch Johann Wolfgang von Goethe seinen Anteil daran. Die Bürgerinitiative versteht sich als Mittler zwischen Wissenschaft und Bürgern und nutzt das Jubiläumsjahr, um zu zeigen, wie lebendig sie ist. Deshalb war auch der Festakt im Frankfurter Bockenheimer Depot, gemäß den Worten von Präsidentin Beate Heraeus, keine "Buchsbaum-Veranstaltung", die das Publikum mit fadem Deko-Grün und langatmigen Reden misshandelt.

Mit Unterstützung von zahlreichen Sponsoren, wurde ein kurzweiliges Programm zusammengestellt, das den geladenen Gästen zeigen sollte, "woher wir kommen und wohin unsere Reise geht".
Die Senckenberg-Gesellschaft zollte ihren Gründern- und Vorvätern Respekt und Wertschätzung. Am Festabend wurde hervorgehoben, dass es in besonderer Weise darum geht, interessante und kuriose Dinge zu entdecken, zu sammeln und zu zeigen; 40 Millionen Objekte kamen so im Laufe der 200 Jahre zusammen.

Das nächste große Vorhaben der Gesellschaft ist der Um- und Ausbau des Museums in Frankfurt. Senckenberg möchte "die Forschung ins Museum bringen", sagte Mosbrugger. Dazu sollen die Ausstellungsstücke im Zusammenhang mit den Lebensräumen präsentiert und die Schnittstellen zwischen Natur und Kultur beleuchtet werden. 2018 soll mit der Modernisierung begonnen werden, welche die Bürgergesellschaft weitgehend aus Spenden finanzieren will.

Die Commerzbank-Stiftung ist Initiativförderer des Um- und Neubaus des Senckenberg Naturmuseums in Frankfurt am Main. Die Stiftung stellte bereits eine beachtliche Summe für den Umbau und die Neukonzeption des Museums zur Verfügung. Bankhaus Metzler und seel. Sohn & Co schloss sich mit einer namhaften Zuwendung an. 56 Millionen Euro sind insgesamt für den Umbau veranschlagt. Die Hälfte hat man nach Angaben Mosbruggers bereits beisammen. Für die andere Hälfte werden noch Sponsoren gesucht.

Die grüne Soße für den Festakt etwa spendet der Hessische Hof in Frankfurt, der amtlich behaupten kann, die beste "grie Soß" in ganz Hessen anzurühren. Silverspoon Catering übernahm die Bewirtung der Gäste am Buffetstand.

Mitarbeiter des Senckenberg-Chors studierten den "Earth Song" von Michael Jackson ein und präsentierten ihn als Zeichen daür das System Erde mit allen Facetten zu unserem Wohlergehen zu erhalten. Bundesforschungsministerin Johanna Wanka (CDU) betonte auf der Festveranstaltung, 200 Jahre Senckenberg stünden für „Neugier, Offenheit und Freiheit des Denkens”. Das Forschungsinstitut sei ein „Leuchtturm der deutschen Wissenschaftslandschaft.”

Der bekannte Astrophysiker, Naturphilosoph, Buchautor und Moderator Harald Lesch hielt in bekannter Manier den Festvortrag "Hilft uns der Kosmos aus der Klemme?" Prof. Dr. Matthias Kleiner, Präsident der Leibnitz-Gemeinschaft, brach extra wegen dem Festakt seinen Urlaub ab und würdigte die Arbeit der Senckenberg-Gesellschaft.

Der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) bezeichnete die Senckenberg-Gesellschaft als „Wissenschaft auf höchstem Niveau”. „Was sich einst aus der Idee von 32 Frankfurter Bürgern entwickelte, ist eine beeindruckende Erfolgsgeschichte geworden, die in Hessen ihren Anfang nahm und in die ganze Welt hinaus wirkt”, sagte er.

Oberbürgermeister Peter Feldmann ehrte den besonderen Anlaß mit einem Geschenk der Stadt Frankfurt: Künftig wird die U-Bahn-Station "Bockenheimer Warte" in "Bockenheimer Warte Senckenbergmuseum" umbenannt.



(TE)

Neujahrsempfang 2017 der Stadt Frankfurt am Main

Neujahrsempfang 2017 der Stadt Frankfurt am Main

Frankfurt, 12.01.2017. Circa eintausend Gäste kamen am Donnerstagabend zum Neujahrsempfang der Stadt Frankfurt, zu dem sich die Stadtgesellschaft Jahr um Jahr wieder im Januar im Römer einfindet. Oberbürgermeister Peter Feldmann sprach den Terroranschlag auf dem Berliner Weihnachtsmarkt an. Die Erinnerung an den Terroranschlag in Berlin sei noch frisch. Die Frage, ob der Frankfurter Weihnachtsmarkt geschlossen werden sollte, hatte im Raum gestanden. „Das machen wir nicht, und werden wir nicht machen“, rief Feldmann dem Publikum zu und betonte: "Wir lassen uns nicht einschüchtern"; "Die Grundwerte einer Verfassung sind nicht verhandelbar".

Er erinnerte an die Worte von Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) zur Verleihung des Ignatz-Bubis-Preises in der Paulskirche am Dienstag: Die Gesellschaft müsse die Fähigkeit bewahren oder zurückgewinnen, zwischen Wahrheit und Fake News zu unterscheiden. Sie müsse Hassparolen im Internet misstrauen. „Wir alle zusammen sind Frankfurt, Frankfurt ist eins“, sagte er staatsmännisch, und – mit Blick auf die CDU, die mehr Kameras im öffentlichen Raum befürwortet, bekannte er sich dazu, es würde dem Rechtsstaat nicht schaden, „wenn wir an der einen oder anderen Stellen nachbessern“, um „Angsträume“ zu vermeiden. "In Frankfurt darf es keine angstbesetzten Räume geben, Frankfurt ist ein Zuhause für Alle" und er lobte die Arbeit der Polizei. "Frankfurt ist eine familienfreundliche Stadt" und beschrieb seine politische Überzeugung mit den Worten: Arbeitsplätze sichern, Kinderarmut bekämpfen, Fluglärm senken, mehr Teilhabe ermöglichen, bezahlbare Mieten schaffen, sozialen Aufstieg fördern.

Danach hob er auf zehn Beispiele einer entsprechenden Politik des schwarz-rot-grünen Bündnisses ab, das seit Sommer die Stadt regiert, bevor er den beiden Partner eines mit auf dem Weg gab. Frankfurt, diese wachsende Stadt, in der 40 000 Wohnungen fehlten, und Menschen verdrängt würden, Frankfurt „braucht ein neues großes Wohngebiet, das sieht jeder. 2017 werden wir das diskutieren. Wir werden das entscheiden!“

Die städtischen Finanzen seien für das Jahr 2017 solide aufgestellt. Bereits im Jahr 2018 wird Frankfurt mehr als 750.000 Einwohner zählen. Die Stadt Frankfurt wird sich deshalb um den Wohnraumbedarf der kommenden Jahre kümmern. Auch bezüglich der Mietpreise wurde bereits im vergangene Jahr ein ABG Mietpreisstop beschlossen. Oberbürgermeister Peter Feldmann sagte diesbezüglich: "Wer in Frankfurt arbeitet, muss sich auch das Leben in Frankfurt leisten können", womit er für bezahlbaren Wohnraum eintrat. 11 neue Schulen sollen entstehen, jährlich 200 neue Betreuungsplätze, auch KiTa-Plätze werden weiterhin geschaffen werden.

Die Generalkonsulin Doyenne Aleksandra Djordjevic sprach sich für Frieden und grenzenloses Verständnis füreinander aus und gegen Fremdenfeindlichkeit in der Welt. Es muss unser aller Aufgabe sein uns der größer werdenden Kluft zwischen Armen und Reichen zu stellen. " Sie zitierte ein Zitat des ehemaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker (CDU), der einmal sagte: "Frieden kann man nicht gegeneinander gewinnen, sondern nur miteinander."

Die Festrede hielt FR-Chefredakteurin Bascha Mika zur Frage: „Populisten contra Gemeinsinn – was hält Stadt und Gesellschaft zusammen?“. „Wenn ganze gesellschaftliche Gruppen umstandslos als Parasiten, Kriminelle, gewissenlose Gesellen, Lügner oder Verräter beschimpft werden, geht es nicht mehr um Streit.“ Vielmehr werde ein „Kultur- und Klassenkampf heraufbeschworen, der diese Gesellschaft gezielt auseinandertreiben soll.“ Bis vor zwei Jahren habe sie Hassbriefe nach öffentlichen Auftritten kaum gekannt, sagte Bascha Mika: „Inzwischen sind sie an der Tagesordnung und zwar massenhaft.“

AfD, Pegida und anderen Gruppen sei es gelungen, „auch hierzulande eine nationalistische Dynamik in Gang zu setzen, die zunächst lächerlich erschien“. Die es aber nicht war. Ihr aktiv etwas entgegenzusetzen, sei die Aufgabe aller Verfechter einer offenen Gesellschaft. „Wir müssen für Demokratie einstehen und aufstehen“, sagte Bascha Mika: „Ohne Kompromisse.“
Auch im „vergleichsweise friedlichen Frankfurt“ sei das Engagement für Schwächere nicht ungefährlich. Mika erinnerte an den Angriff auf das Flüchtlingscafé „Projekt Shelter“ im Dezember. „Doch was typisch für diese Stadt ist: Kaum wurde der Überfall bekannt, gingen an die 100 Menschen auf die Straße, um zu protestieren. Um ein Zeichen zu setzen. Das ist gelebter Gemeinsinn.“

Die Pegida-Bewegung habe in Frankfurt nie ein Bein auf den Boden bekommen. Ebenso wenig wie Neonazis, die zuletzt durch zivilen Ungehorsam schon an der Anfahrt gehindert wurden. Das seien ermutigende Zeichen. Die offene Gesellschaft sei „auch ein Geschenk. Niemand soll es uns wegnehmen dürfen“, sagte Mika.



(TE)

50 Jahre Deutsch-Italienische Vereinigung e.V.

Jubiläumsfeier der Deutsch-Italienischen Vereinigung e.V. zum 50. Geburtstag im Kaisersaal des Frankfurter Römers

Viva l'Italia Viva Germania - 50 Jahre Italien am Main

Frankfurt, 18.10.2016. Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Deutsch-Italienischen Vereinigung e.V. empfing Oberbürgermeister Peter Feldmann deren Mitglieder und Gäste zu einem Abendempfang im Kaisersaal des Frankfurter Römers.

Oberbürgermeister Peter Feldmann würdigte das große Engagement der Vereinigung für den Brückenbau beim kulturellen und wissenschaftlichen Austausch zwischen Frankfurt und Italien. „Schon unsere gemeinsame römische Vergangenheit hat wie keine andere Zeitepoche die Basis zu unserer heutigen modernen europäischen Gesellschaft gelegt. Vieles, worum in der heutigen Europäischen Union mühsam gerungen wird, war bereits über Jahrhunderte angelegt“, so der Oberbürgermeister, "selbst der Name meines Rathauses Römer steht für unsere gemeinsame Vergangenheit", sagte Feldmann mit einem Augenzwinkern.

Neben Oberbürgermeister Peter Feldmann sprachen auch der italienische Generalkonsul Maurizio Canfora sowie der FAZ-Korrespondent Dr. Heinz-Joachim Fischer auf der Veranstaltung. Fischer beleuchtete in seiner Festrede die Wechselbäder zwischen Deutschen und Italienern.



(TE)

Illegale Fütterung gefährdet Wildtiere - Bereits mehrere Wildtiere verendet

StadtForst bittet um Unterlassung der Wildtierfütterung im Oberräder Wald


Frankfurt, 22.03.2016.
Im Oberräder Wald im Bereich des Kesselbruchweihers wurden von Waldbesuchern Futterstellen für das Damwild angelegt. Dies führte bislang zu fünf dem StadtForst bekannten Fällen verendeter Tiere, die in der Nähe dieser Futterstellen aufgefunden wurden.

Die Hinweisschilder vor Ort fanden von den Verursachern bislang keine Beachtung. Damwild und andere Schalenwildarten ernähren sich von Gräsern sowie Trieben und Früchten der Waldbäume, die im Stadtwald ausreichend vorhanden sind.

Das Füttern von Wildtieren ist gem. § 30 Hessisches Jagdgesetz verboten, da eine nicht artgerechte Fütterung bei Wildtieren tödliche Krankheiten hervorrufen kann. Insbesondere für den menschlichen Verzehr vorgesehene Nahrungsmittel wie Brot, Gemüse und andere Küchenabfälle bewirken bei Wiederkäuern Schädigungen des Magen-Darm-Traktes, was zu Krankheiten bis hin zum Tod der Tiere führen kann.

Vor allem die männlichen Tiere verlieren ihre natürliche Scheu vor dem Menschen und werden mitunter aggressiv, was schwere Verletzungen durch angreifende Hirsche zur Folge haben kann. Der StadtForst warnt daher vor dem Auslegen von Futter aus falsch verstandener Tierliebe und bittet dringend darum, dies zu unterlassen.

(TE)

Defibrillatoren in U-Bahn-Stationen: 'Schnelle Hilfe an zentralen Orten'

Frankfurt, 02.03.2016.
Die Stadt Frankfurt stattet die 15 wichtigsten U-Bahn-Stationen mit Defibrillatoren aus. Verkehrsdezernent Stefan Majer konnte das erste Gerät am Mittwoch, 2. März, in der U-Bahn-Station Südbahnhof installieren. „Wenn das Herz still steht, geht es um Leben und Tod. Hilfe muss her, und zwar schnell“, stellt der Verkehrsdezernent fest. „In den U-Bahn-Stationen, die täglich von vielen Tausend Menschen betreten werden, befinden sich die Defibrillatoren an zentraler Stelle, quasi ‚mitten im Leben‘ – und Leben werden sie hoffentlich in Zukunft möglichst oft retten.“

Weitere Informationen wie Defibrillatoren genutzt werden und an welchen U-Bahn-Stationen sie vorhanden sind, sind dieser Meldung als PDF-Download [95 KB] angehängt.


(TE)



Frankfurt, 27.08.2015

Mit LTE-Geschwindigkeit (4G) in Frankfurts U-Bahnen surfen - 23 Kilometer U-Bahn Tunnel werden bis Frühsommer 2016 mit der schnelleren Breitband-Funktechnologie ausgestattet

Gemeinsam mit den drei Mobilfunk-Netzbetreibern Vodafone, Deutsche Telekom und Telefónica Deutschland wird das Mobilfunknetz der Frankfurter U-Bahn auf LTE-Geschwindigkeit modernisiert. Die drei Netzbetreiber installieren die neue Mobilfunktechnik, mit LTE sogar die aktuell schnellste breitbandige, mobile Internetanbindung. Trotz umfangreicher Bauarbeiten sollen Störungen des U-Bahnbetriebs weitgehend vermieden werden. Rund 300.000 Fahrgäste täglich zählt die VGF in ihren U-Bahnen.

Der Ausbau des Mobilfunknetzes erfordert eine gemeinschaftliche Investition der drei Netzbetreiber von rund 3,5 Millionen Euro. Jedes der Unternehmen baut dazu in einem gemeinsamen Raum an der Station „Hauptwache“ seine eigene Empfangstechnik auf, ähnlich einer Mobilfunkstation. Via Glasfaser werden die Daten als optisches Signal an neue Verstärker und Antennen in den Stationen und Tunneln transportiert. Diese nutzen alle drei Anbieter gemeinschaftlich, da nur so der nötige Strombedarf und die Klimatisierung der Netztechnik in der U-Bahninfrastruktur gesichert sind. Jede einzelne Netzkomponente wurde dazu von jedem Betreiber geprüft, erprobt und freigegeben.

Die Federführung des Gesamtprojekts in Frankfurt hat der Düsseldorfer Kommunikationsanbieter Vodafone. Er steuert in Abstimmung mit der VGF die Bauarbeiten. Sie folgen jeweils Abschnitt für Abschnitt den einzelnen Linien. An den Tunneln sind erforderliche Antennenwechsel während der verkehrsruhigen Nachstunden vorgesehen. Für den Einbau der Verteiler und weiterer Empfangsantennen in den unterirdischen Stationen müssen lediglich zeitweise Teilbereiche abgegrenzt werden.

Thomas Wissgott, Geschäftsführer und Arbeitsdirektor der VGF, begrüßt den Vertragsabschluß: „Schon seit 1998 werden in den unterirdischen Stationen der VGF GSM-Mobilfunksysteme betrieben. Den gestiegenen Kommunikations-Ansprüchen unserer Fahrgäste durch die umfangreiche Nutzung von Smartphones und Tablets wird die Modernisierung der Mobilfunkversorgung mit LTE nun gerecht.“ Dabei soll nicht zwischen Vertrags- und Prepaidtarifen unterschieden werden. Voraussetzung für den LTE-Empfang mit bis zu 100 Mbit/s ist ein Smart- bzw. iphone, dass diese Mobilfunktechnik unterstützt. Mobiltelefone mit 3G-Technologie können jedoch zumindest auch die volle UMTS-Geschwindigkeit nutzen.

Verkehrsdezernent Stefan Majer bestätigt: „Wir wollen ein modernes U-Bahnnetz, das nicht nur für die Mobilität seiner Kunden sorgt, sondern auch für deren Datenmobilität. Damit machen wir den Nahverkehr in unserer Stadt wieder ein Stück attraktiver. Gerade für die junge Fahrgast-Generation, aber auch für alle anderen ‚Junggebliebenen‘, ist eine sichere und schnelle Netzversorgung heute selbstverständlich.“

Für die drei Netzbetreiber äußert sich der zuständige Projektleiter Sonderprojekte bei Vodafone, Stefan Kröckel: „Als Netzbetreiber entwickeln wir die Mobilfunkversorgung stetig weiter. Dafür haben alle Netzbetreiber erst kürzlich neue Lizenzen erworben. In der Frankfurter U-Bahn profitieren die Kunden natürlich auch von der technischen Entwicklung – wir realisieren mit und für alle drei Anbieter in den Stationen und in den Tunnelröhren neueste Übertragungstechnik. Mit LTE wird jeweils die schnellstmögliche Netzanbindung ermöglicht. Der gemeinsame Ausbau reduziert Störungen des U-Bahn-Betriebs, was im Sinne aller Mobilfunkkunden und der Fahrgäste ist.“

Die Netzmodernisierung startet ab sofort an den Stationen „Hauptwache“ und „Konstablerwache“. Die Linien U1, U2, U3 und U8 werden zuerst in Richtung Miquelallee / Adickesallee, anschließend Richtung Südbahnhof ausgebaut. Danach folgt die Linie U4 in Richtung Seckbacher Landstraße beziehungsweise Bockenheimer Warte, zuletzt die Linien U6 und U7, zuerst in Richtung Kirchplatz, dann in Richtung Eissporthalle. Bei reibungslosem Ablauf der Arbeiten können dieselben im Frühjahr 2016 abgeschlossen sein.

Ausgeklammert sind die beiden Stationen „Hauptbahnhof“ und „Nordwestzentrum“. Am Hauptbahnhof sind schon viele Versorgungseinheiten der Netzbetreiber modernisiert. So hat Vodafone hier neben GSM- auch UMTS-Technik installiert und plant den LTE-Ausbau für 2016. Die U-Bahn-Station im Nordwestzentrum ist leider nicht mit dem Glasfasernetz in der U-Bahn verbunden, lässt sich daher in das aktuelle Projekt nicht einbinden. In den oberirdischen Bereichen der Trassen erfolgt die Mobilfunkversorgung durch die bestehenden Innenstadtnetze der einzelnen Betreiber. Vodafone etwa hat seine Netztechnik der gesamten Innenstadt von Frankfurt nahezu modernisiert, die LTE-Nachrüstung läuft aktuell auf Hochtouren.

Das Mobilfunknetz der U-Bahn in seiner bestehenden Struktur entstand schon vor zehn Jahren, es ist daher in den unterirdischen Bereichen nahezu ausschließlich für Sprachanbindungen ausgelegt. Nun wird das Netz im Sprach- und Datenbereich mit neuester Technik im GSM-, UMTS- und LTE-Bereich erneuert. Da das Einspeisen von UMTS und LTE auf die alte Bestandsanlage nicht möglich ist, muß diese Anlage demontiert und durch eine passive Antennenverkabelung ersetzt werden. Für LTE haben die drei Netzbetreiber das 2600 Frequenzband gewählt. Es gestattet mit mobilen Endgeräten besonders schnelle Internetanbindungen, im Vergleich mit einer Daten-Geschwindigkeit, die deutlich über der eines herkömmlichen DSL-Anschlusses, wie er im Festnetz verbreitet ist, liegt.

Das Frankfurter U-Bahn-Netz umfasst insgesamt 65 Kilometer, 60 oberirdische Haltestellen, davon sind 23 Kilometer unterirdisch mit 27 Tunnelstationen.



(TE)


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